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Analysen - Neuer Markt
21.05.2001
Edel Music kein Kauf
Der Anlegerbrief

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Nach Ansicht der Experten von „Der Anlegerbrief“ ist Edel Music (WKN 564950) derzeit kein Kauf.

Michael Haentjes sei unverbesserlich. Im Alleingang wolle er weiterhin sein Hamburger Musikunternehmen retten. Man habe zwar einiges Porzellan zerschlagen, so die Entschuldigung des Vorstandchefs auf der Hauptversammlung. Doch einen Einstieg großer Musikkonzerne halte das in mittelständischen Organisationsstrukturen verharrende Management für ausgeschlossen. Edel Music sei nach eigenen Angaben das größte unabhängige Musikunternehmen Europas. Vorteil dieser Unabhängigkeit sei, dass es kurze Entscheidungswege gebe und das Unternehmen näher an den Künstlern dran sei.

Dabei stehe dem hochverschuldeten Musikkonzern das Wasser bis zum Hals. Doch Haentjes gebe sich zuversichtlich: „Auch aus zerbrochenem Porzellan kann wieder etwas sehr Funktionales entstehen.“ Dazu sei nach der Phase des starken Wachstums nun die Periode der weniger spektakulären Feinjustierung angesagt, so der Edel-Gründer weiter. Konkret heiße das, statt Expansion steht jetzt Konsolidierung und Sanierung auf der Tagesordnung.

Kostenreduzierung habe oberste Priorität. Unprofitable Töchter wolle Haentjes im Zuge der neuen Konzernstrategie abstoßen. Im laufenden Jahr wolle Edel seinen Umsatz um 5,2 Prozent auf 1,24 Milliarden DM steigern. Weitere Zukäufe würde es in diesem Jahr nicht geben. Beim Nettoergebnis würde das Unternehmen nach eigenen Angaben allerdings nach wie vor Verluste verbuchen.

Die Experten von „Der Anlegerbrief“ raten vor diesem Hintergrund von einem Investment in Edel Music ab.



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