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Analysen - Neuer Markt
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18.05.2001
GFT akkumulieren
LB Baden-Württemberg
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Die Analysten der Landesbank Baden Württemberg stufen die GFT-Aktie (WKN 580100) auf akkumulieren herunter.
Auf Basis der vier Kernkompetenzen Consulting, Digital Design und interaktives Marketing, Implementierung und Integration komplexer IT-Lösungen sei die GFT AG einer der europaweit führenden Anbieter in der Branche der Web-Integratoren. In einem bekanntermaßen schwierigen Branchenumfeld habe die GFT AG im ersten Quartal die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 11,2% auf 22,6 Mio. Euro steigern können. Gegen den Branchentrend habe das Unternehmen seinen Mitarbeiterstamm um 78 Mitarbeiter weiter ausgebaut. Aufgrund der gleichzeitig geringeren Kapazitätsauslastung sei die Personalaufwandsquote um 7,4 Prozentpunkte gestiegen. Einhergehend mit abermaligen Buchverlusten aus Aktienengagements und höheren Abschreibungen sei das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit den erreichten 0,5 Mio. Euro um 72,3% deutlich rückläufig gewesen.
Der Ausblick für die Webdienstleisterbranche insgesamt sei unverändert vom negativen Branchenumfeld geprägt. Kunden würden sich nach wie vor mit neuen Aufträgen bedeckt halten und würden nochmals ihre zum Hochpunkt des Hypes getroffenen Entscheidungen zur künftigen Internetstrategie überprüfen. Insbesondere reine Front-end-Aufträge, die lediglich das Design neuer Websites zum Inhalt hätten, seien hiervon betroffen. Anbieter mit Kernkompetenzen im Back-end-Bereich würden sich von diesem Negativtrend hingegen zumindest teilweise abkoppeln können. Sie würden von den Kunden profitieren können, die ihren existierenden Internetauftritt im nächsten Schritt mit ihrer bestehenden IT-Infrastruktur würden verbinden wollen. So würden Anforderungen an Webdienstleister wie die Verknüpfung von Kundenbindungs-, Service- und Warenwirtschaftsprogrammen mit dem Internetauftritt nunmehr im Vordergrund stehen.
Wie die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen würden profitiere GFT, deren Projektschwerpunkte in diesem Bereich liegen würden, von dieser Nachfrageverschiebung. Die nochmals bekräftigten Ertragsprognosen seitens GFT mit einer EBIT-Marge von 10% bei einem Umsatzwachstum von 30 bis 35% für 2001, würden das Unternehmen angesichts der erreichten Quartalsgrößen erheblich unter Erfolgsdruck setzen. Die Analysten-Schätzungen für 2001 und insbesondere für 2002 würden von konservativeren Annahmen ausgehen. So würden die Experten ihre Umsatz- und Ertragsprognosen für 2001 und 2002 beibehalten. Angesichts des nach wie vor intakten Wachstumstrends und der positiven Ertragslage werde die uneingeschränkt positive Einstellung zum Unternehmen beibehalten.
Allein die binnen kürzester Zeit verdoppelten Bewertungsrelationen veranlassen die Experten der Landesbank Baden-Württemberg, die Einstufung der GFT-Aktie auf akkumulieren zu reduzieren.
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