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News - Nebenwerte
15.05.2001
Müller Weingarten Ergebnis 2000
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Die Müller Weingarten AG (WKN 657900) berichtet in einer aktuellen Pressemitteilung:

Müller Weingarten hat im Geschäftsjahr 2000 erfolgreich gearbeitet und wichtige Ziele erreicht:

- Die Gesamtleistung des Konzerns stieg um 8,9 Prozent auf 669,1 (614,5) Mio.
DM. Der Auftragseingang im Konzern stieg um 1,3 Prozent auf 719,3 (710,4)
Mio. DM. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 585,7 (568,0)
Mio. DM.
- Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich deutlich um
51,5 Prozent auf 30,9 (20,4) Mio. DM.
- Die Dividendenzahlung soll um 11,4 Prozent auf 0,40 € (0,78 DM) erhöht
werden.

Dazu Dr. Michael Heinrich, Sprecher des Vorstands, auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart am 15.5. 2001: “Müller Weingarten hat den besten Abschluss in der Unternehmensgeschichte erzielt und ist mit dem Ergebnis 2000 zufrieden. Für das laufende Geschäftsjahr ist eine weitere Verbesserung des Ergebnisses bereits absehbar. Müller Weingarten strebt eine Steigerung des Umsatzes auf über 700 Mio. DM an."

Wirtschaftliches Umfeld:
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie hatte 2000 ein erfolgreiches Jahr. Für die Hersteller umformtechnischer Anlagen war auch im Jahr 2000 das Investitionsverhalten der Automobilindustrie und deren internationaler Zulieferbetriebe die wesentliche Bestimmungsgröße. Dabei verliefen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern und bei den großen Automobilherstellern trotz eines Wachstums der weltweiten Automobilproduktion um 3,5 Prozent uneinheitlich.

Der Trend zum Ausbau der Modellpaletten und die Entwicklung vielfältiger Nischenprodukte setzte sich ebenso fort wie die schrittweise Umsetzung zur Verbrauchsoptimierung der Fahrzeuge unter anderem durch Leichtbauverfahren.

Geschäftsverlauf 2000 im Konzern:
Bei unvermindert starkem Preiswettbewerb stieg der Auftragseingang im Konzern um 1,3 Prozent auf 719,3 (710,4) Mio. DM. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 585,7 (568,0) Mio. DM. Da einige Großprojekte, die in den Jahren 1999 und 2000 in Auftrag genommen wurden, erst in den Jahren 2001 und 2002 zur Abrechnung kommen, stieg der Auftragsbestand nochmals um 17 Prozent und liegt mit 921,3 (787,7) Mio. DM wie in den Vorjahren weit über dem Volumen eines Jahresumsatzes.

Der Müller Weingarten Konzern war im Jahr 2000 in allen Leistungsbereichen sehr gut ausgelastet. Dabei konnte die Gesamtleistung weiter um 8,9 Prozent auf 669,1 (614,5) Mio. DM gesteigert werden.

Die Anzahl der Beschäftigten ist im Müller Weingarten Konzern zum 31.12.2000 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9 Prozent auf 1.947 (1.929) Personen angestiegen.

Weiterhin hohe Auslastung im Maschinenbau:
Das Segment Maschinenbau umfasst mit der Blechumformung, Massivumformung und der Leichtmetall-Druckgießtechnologie ein umfangreiches Angebot von Anlagen sowie verschiedenster Service- und Beratungsleistungen für die Anwender im Bereich Umformtechnik. Der Maschinenbau, das Kerngeschäft von Müller Weingarten, hat sich im Geschäftsjahr 2000 erfolgreich entwickelt. Der Umsatz im Konzern verbesserte sich um 7,7 Prozent auf 536,1 Mio. DM. Die Gesamtleistung des Maschinenbaus erhöhte sich um 9,1 Prozent auf 613,1 Mio. DM. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Maschinenbau stieg um 25,9 Prozent auf 34,5 (27,4) Mio. DM. Bezogen auf die Gesamtleistung sind das 5,6 (4,9) Prozent.

Der Auftragseingang erreichte mit 616,6 Mio. DM erwartungsgemäß nicht den sehr hohen Vorjahreswert von 656,5 Mio. DM. Demgegenüber lag der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende mit 834,1 Mio. DM um 10,7 Prozent über dem Vorjahr. Er sichert eine weiterhin hohe Auslastung in allen Geschäftsfeldern des Maschinenbaus.

Müller Weingarten plant im Segment Maschinenbau für das Geschäftsjahr 2001 einen deutlichen Umsatzzuwachs.

Aufgrund der anhaltend guten Beschäftigungslage stieg der Personalstand in diesem Segment zum Geschäftsjahresende um 1,8 Prozent auf 1.655 (1.625) Mitarbeiter.

Im Geschäftsfeld mechanischer Schmiedeanlagen hat die neue Baureihe mechanischer Kurbelschmiedepressen zu einem erfreulichen Wachstum des Auftragseingangs um mehr als 70 Prozent auf 30,9 Mio. DM wesentlich beigetragen. Diese neuartigen Anlagen für das Hochgeschwindigkeitsschmieden von Stahl- und Aluminiumbauteilen zeichnen sich durch eine erheblich verbesserte Produktivität und Präzision der geschmiedeten Teile aus.

Deutliche Ergebnisverbesserung im Werkzeugbau:
Der Werkzeugbau im Müller Weingarten Konzern hat mit der Halbierung des Vorjahresverlustes auf ein Ergebnis vor Steuern auf -3,6 Mio. DM das für 2000 gesetzte Ziel erreicht und damit einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht. Der Auftragseingang konnte um 66,7 Prozent auf 103,2 Mio. DM gesteigert werden. Der Jahresumsatz blieb mit 51,7 Mio. DM abrechnungsbedingt planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (75,7 Mio. DM). Die Gesamtleistung stieg um 5,6 Prozent auf 58,0 Mio. DM. Im Geschäftsjahr 2001 soll eine weitere deutliche Ergebnisverbesserung erreicht werden. Dazu soll auch der Beitrag der Tochtergesellschaft Müller Weingarten Èeská Republika s.r.o. zur Wertschöpfung in diesem Segment gezielt verbessert werden.

Bilanzstruktur und Gewinn- und Verlustrechnung:
Der Müller Weingarten Konzern hat das Geschäftsjahr 2000 mit dem besten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte im Geschäftsjahr 2000 um 51,5 Prozent auf 30,9 Mio. DM gesteigert werden und erreicht damit 4,6 Prozent der Gesamtleistung. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben auch die Beteiligungsgesellschaften insgesamt positiv beigetragen.

Der Konzernumsatz erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 585,7 (568,0) Mio. DM. Aufgrund der durchgängig guten Auftragslage konnte die Gesamtleistung weiter gesteigert werden. Sie nahm um 8,9 Prozent auf 669,1 Mio. DM zu.

Der Materialaufwand stieg um 11,2 Prozent auf 329,1 (295,9) Mio. DM. Er beträgt 49,2 Prozent der Gesamtleistung gegenüber 48,2 Prozent im Vorjahr. Der Anteil der Personalaufwendungen an der Gesamtleistung erhöhte sich auf 33,3 (31,8) Prozent. Der Saldo der übrigen Aufwendungen und Erträge verringerte sich um 15,9 Prozent.

Die Steuerbelastung im Konzern steigt auf 13,6 Mio. DM.

In dem geringen Steueraufwand des Jahres 1999 von 1,1 Mio. DM schlagen sich ertragssteuerliche Verlustvorträge aus Vorjahren nieder. Der Konzernjahresüberschuss verringert sich daher um 10,4 Prozent auf 17,3 Mio. DM.

Die Bilanzstruktur des Müller Weingarten Konzerns stellt sich unverändert solide dar. Das Umlaufvermögen konnte weiterhin aus eigenen liquiden Mitteln finanziert werden. Das Eigenkapital im Konzern erhöhte sich im Jahr 2000 um 11,9 Prozent auf 107,5 (96,1) Mio. DM.

Die übrigen Rückstellungen erhöhten sich um 5,8 Prozent auf 133,8 (126,5) Mio. DM.

Erhöhung der Dividende:
Die Müller Weingarten AG schließt das Geschäftsjahr 2000 mit einem Jahresüberschuss von 15.515 (13.078) TDM und erzielt damit gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 18,6 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 28. Juni 2001 vor, aus dem nach Rücklagen verbleibenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2000 in Höhe von 7.658 (6.654) TDM eine Dividende von 0,40 € (0,78 DM) je Aktie auszuschütten. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr (0,70 DM) eine Erhöhung um 11,4 Prozent.

Mitarbeiter steigern Gesamtleistung:
Die Gesamtleistung je Mitarbeiter konnte auch im Geschäftsjahr 2000 weiter gesteigert werden. Sie erhöhte sich um 8,4 Prozent auf 348 (321) TDM.
Müller Weingarten engagiert sich unverändert für die eigene Berufsausbildung. Demzufolge sind 7,3 Prozent der Konzernmitarbeiter Auszubildende.

Dr. Michael Heinrich: “Die motivierten und hoch qualifizierten Mitarbeiter bilden die Grundlage der hohen Kundenorientierung und technologischen Führerschaft, mit der das Unternehmen seine Stellung im Weltmarkt sichern und weiter ausbauen kann. Deshalb hat die Müller Weingarten-Gruppe ihr Weiterbildungsprogramm offensiv fortgeführt und hierfür im Berichtsjahr mehr als eine Million Mark als Zukunftsinvestition zur Verfügung gestellt."

“Form Follows Technology” als Leitbild der strategischen Ausrichtung:
Systemlösungen von Müller Weingarten sind in allen Bereichen der Blechumformung, des Leichtmetall-Druckgießens und der Massivumformung durch innovative Technologien und den Einsatz neuer Werkstoffe geprägt. Das Leistungsprofil reicht von der Planung kompletter Presswerke bis hin zu umfangreichen Service-Dienstleistungen an bestehenden Anlagen. Unter dem Leitmotiv “Form Follows Technology" orientiert sich Müller Weingarten entlang der Kundenansprüche und Marktentwicklung und richtet das Unternehmen strategisch entsprechend aus.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2001:
Müller Weingarten ist mit seinem umfangreichen Material- und Verfahrens-Know-how als einziger Anbieter der drei bestimmenden Umformtechnologien Schmieden, Druckgießen und Blechumformen sowie als erfahrener Werkzeugbauer für die künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Die weltweite Automobilproduktion wird auf hohem Niveau stagnieren. Dabei werden die regionalen und die Unternehmenskonjunkturen uneinheitlich verlaufen. Dagegen werden die Innovationszyklen immer kürzer und die Produktvielfalt wächst durch neue Fahrzeugtypen und -modelle. Daraus ergibt sich ein steigender Bedarf an neuen Anlagen und Verfahren.

Der Ausbau der internationalen Präsenz bildet die dritte Säule des künftigen Wachstums. Damit nutzt Müller Weingarten die zunehmende Globalisierung und bezieht das absehbare Wachstum der Automobilindustrie für die asiatischen, südamerikanischen und zentraleuropäischen Märkte aktiv in die Unternehmensstrategie ein.

Für das Geschäftsjahr 2001 strebt Müller Weingarten mit solidem Auftragsbestand, breitem Know-how, enger Kundenorientierung und hoher Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter ein deutliches Umsatzwachstum auf über 700 Mio. DM an. Die Anstrengungen zur Kostenoptimierung werden in allen Unternehmensbereichen unvermindert fortgesetzt werden. Daher erwartet das Unternehmen eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses.



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