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Analysen - Ausland
03.05.2001
Schering-Plough "accumulate"
Merrill Lynch

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Die Analysten Steven C. Tighe und John T. Boris des Hauses Merrill Lynch rieten, die Aktie Schering-Plough (WKN 850469) zu akkumulieren.

Schering-Plough habe ein Treffen unter dem Motto “Ein Tag zusammen mit dem Management” abgehalten, an welchen die Analysten von Merrill Lynch teilgenommen hätten. In ihrem Bericht fassten die Investmentbanker einige der wichtigsten Informationen zusammen, die man mit nach Hause genommen habe.

Am 11. Mai wolle ein Beraterstab der FDA (Bundesbehörde für Arzneimittel) zusammentreten, um über den Antrag zum rezeptfreien Verkauf von Anti-Histaminika der zweiten Generation wie Claritin zu entscheiden. Die Fragen, die die FDA bezüglich Claritin in ihrem Treffen behandeln wolle, umfassten unter anderem die Entscheidung, ob das Medikament “über den Ladentisch” gehandelt werden könne und wenn ja, welche Sicherheitsvorkehrungen im Beipackzettel getroffen werden müssten. Das Gremium stelle sich generell die Frage, ob Medikamente dieser Kategorie sicher ohne Konsultation eines Arztes angewendet werden könnten. Schering-Plough werde sich strikt gegen die Notwendigkeit ärztlicher Intervention aussprechen. Es sei jedoch wichtig, zu bemerken, dass die FDA keine Beratung über die regulatorischen und rechtlichen Grundlagen einer von der Behörde eingeleiteten Änderung zum rezeptfreien Status gegenüber einem vom Hersteller beantragten Wechsel anstrebe.

Während die Abstimmung durchaus negativ ausfallen könne, betonten die Analysten von Merrill Lynch, dass es sich bei jeglicher Entscheidung lediglich um eine Empfehlung handele und noch nicht endgültig entschieden werde. Vorher müsse die FDA noch beschließen, ob die Behörde die Statusänderung einleite. Nach Ansicht der Experten sei es also selbstverständlich, dass man den Ausgang dieser Entscheidungen genau im Auge behalten müsse.

Man sei mit der Einsicht von dem Treffen abgereist, dass die Allergiesaison sich stark entwickele, alle großen Produkte von GSK im Handel in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden und die Produkttrends für Remicade und PEG Intron in Europa stark seien. Zusätzlich habe eine Zählung der Hepatitis C Patienten in den USA nahe gelegt, dass der für Ende des Jahres vorgesehene Start von PEG Intron Plus stark verlaufen werde. Wenn diese Faktoren kombiniert würden, gehe man davon aus, dass die kurzfristigen Grundwerte stabil seien, wobei der Einfluss laufender Probleme in der Produktion nicht einbezogen sei.

Das Unternehmen habe angekündigt, man wolle mit Hilfe eines Aktionsplanes die bestehenden Probleme in den Werken in New Jersey und Puerto Rico in den Griff bekommen, wobei noch keine Zustimmung der FDA bezüglich der geplanten Vorgehensweise vorliege. Am 28. Juni wolle die Unternehmensleitung ein weiteres Analystentreffen in New York abhalten.



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