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Analysen - Ausland
07.10.2005
Verbund halten
Erste Bank

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Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, stuft die Verbund-Aktie (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) von "kaufen" auf "halten" zurück.

Die innerhalb der letzten Monate erheblich gestiegenen Gaspreise (bedingt durch die Verteuerung des Rohöls) hätten maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf der Großhandelsstrompreise gehabt, die seit Jahresbeginn um bis zu 50% zugenommen hätten. Die immer teurer werdenden CO2-Emissionszertifikate hätten diesen Trend zusätzlich verstärkt. Die für den Verbund am meisten relevanten Future Preise hätten nach einem nahezu ununterbrochenen halbjährigen Anstieg seit August erstmals einen Seitwärtstrend erkennen lassen.

Der größte österreichische Stromkonzern habe von dieser Entwicklung ansehnlich profitieren können, da die Produktionskosten durch Wasserkraft, unbeeinflusst von den Preistendenzen anderer primärer Energieträger, konstant niedrig geblieben seien. Da auch der Wasserführungskoeffizient in diesem Jahr bei ca. 100% liegen sollte, könne für 2005 von einem hervorragenden Ergebnis ausgegangen werden. Für dieses Jahr würden die Analysten der Erste Bank daher ihre Gewinnschätzungen pro Aktie von EUR 11,20 auf 12,20 erhöhen, für 2006 würden sie von EUR 17,04 ausgehen (statt bisher EUR 15,23).

Die Analysten der Erste Bank erhöhen ihr Kursziel von EUR 250,00 auf EUR 300,00, die überdurchschnittlich gute Entwicklung der Verbund-Aktie, die heuer bereits einen Kursanstieg von 70% verzeichnen konnte, veranlasst sie jedoch, ihre Empfehlung von "kaufen" auf "halten" zurückzunehmen.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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