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Analysen - DAX 100
04.05.2001
AMB halten
FOCUS-MONEY

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Das Anlegermagazin Focus Money empfiehlt derzeit die Aktien von AMB Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft (WKN 840002) zu halten.

Ein Kursplus von fast 40 Prozent seit Anfang des Jahres und die achte Dividendenausschüttung in Folge – die Bilanz von Hans Jäger, Chef der Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft (AMB), könne sich sehen lassen.

Doch Jäger wolle mehr. Der Konzern, der zu knapp 65 Prozent dem italienischen Versicherungsriesen Generali gehöre, solle in den kommenden Jahren noch einmal stark wachsen. Auch Jäger folge dabei dem Allfinanztrend, den die Allianz vorgegeben habe. Hoffnungen setze er auf den Ausbau der Kooperation mit der Commerzbank. Bis 2005 solle die Zusammenarbeit zusätzlich 1,5 Milliarden Euro Lebensversicherungsprämien und zwei Milliarden Euro Bausparverträge in die AMB-Kasse spülen. Auch Akquisitionen peile Jäger an: "Wichtig sind für uns Vertriebskapazitäten. Wenn wir hier etwas Entsprechendes finden, werden wir prüfen", sage der AMB-Chef im Focus-Money-Interview.

Mit der Commerzbank, an der die AMB zusammen mit Generali rund 10 Prozent halte, würden die Aachener in den nächsten drei Jahren in 500 Bankfilialen "Allfinanz-Center" für den Vertrieb von Bank- und Versicherungsprodukten einrichten wollen. In 250 Agenturen der Aachener und Münchener sollten gleichzeitig "Banking-Center" entstehen. Die ersten neun Allfinanz-Center hätten am 02. Mai eröffnet.

Schon jetzt erhalte der Konzern gute Noten. "AMB ist in allen Vertriebsschienen gut aufgestellt", sage Simon Fößmeier vom Bankhaus Julius Bär & Co. Der AMB-Stammvertrieb zähle 11.000 haupt- und 80.000 nebenberufliche Mitarbeiter. Dazu würden 25.000 Vermögensberater des Vertriebspartners Deutsche Vermögensberatung (DVAG), der Direktvertrieb Cosmos sowie 17.500 Maklerverbindungen kommen.

Doch nach hohen Kursgewinnen drohe der AMB-Aktie nach Einschätzung von WGZ-Bank-Analyst Victor Heese jetzt eine "kleine Verschnaufpause". Die Aufstockung der Münchener-Rück-Anteile an der Düsseldorfer Ergo-Gruppe sei dagegen eine gute Nachricht für AMB-Aktionäre. Ergo scheide damit aus dem MDAX aus, und AMB verbleibe als einziger Erstversicherer im Index. Aber auch die Aachener müssten Einbußen befürchten, wenn der Streubesitz im kommenden Jahr zum entscheidenden Kriterium für die Gewichtung einer Aktien in den Indizes werde. Generali halte fast zwei Drittel an AMB. Doch die Italiener hätten bereits signalisiert, dass sie das Thema Streubesitz ernst nehmen würden: Ende 2000 habe Generali ihren Anteil von 67,3 auf 64,9 Prozent gesenkt.

AMB sei im Vergleich zu anderen Versicherern günstig bewertet. Wegen des hohen Lebensversicherungsanteils bringe die Rentenreform deshalb Phantasie. Anleger sollten Kursrückschläge zum Einstieg nutzen.

Das Focus-Money-Rating bei den Aktien von AMB lautet auf halten.



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