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News - Ausland
05.10.2005
Presse: Delphi könnte bereits diese Woche Gläubigerschutz beantragen
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Die angeschlagene Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726), der größte Automobilzulieferer in den USA, ist nach Angaben der "New York Times" auf einen Antrag auf Gläubigerschutz noch in dieser Woche vorbereitet. Bereits am Montag habe man David Sherbin zum General Counsel bestellt.

Ob Chairman und CEO Robert Miller tatsächlich Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt, bleibt der Zeitung zufolge jedoch abzuwarten. Miller wolle spätestens am 17. Oktober, wenn sich US-Konkursgesetze ändern, einen entsprechenden Antrag stellen, sollten die ehemalige Muttergesellschaft General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) und die Gewerkschaft United Automobile Workers nicht milliardenschwere finanzielle Unterstützung leisten.

Wie das "Wall Street Journal" bereits Ende September berichtete, zieht Miller es klar vor, nicht unter Chapter 11 zu operieren. Laut Miller ist ein Geschäftsbetrieb unter Chapter 11 langwieriger, kostenintensiver und bringt zudem eine Vielzahl negativer Effekte mit sich. Ohne Chapter 11 könne man einfacher, kostengünstiger und schneller vorankommen.

Ein Konkurs des Delphi-Konzerns, der fast 50.000 Mitarbeiter beschäftigt, würde auch für GM schmerzhafte Folgen haben, da im Rahmen des Spin-Offs des Automobilzulieferers im Jahr 1999 vereinbart wurde, dass GM die Gesundheits- und Pensionsleistungen für Delphi-Pensionäre übernimmt, wenn das Unternehmen vor 2007 bankrott gehen sollte.

Die Aktie von Delphi schloss gestern bei 2,78 Dollar, die von General Motors bei 31,04 Dollar.


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