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Analysen - Ausland
27.04.2001
Unilever Marketperform
LB Baden-Württemberg

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Unilever (WKN 920301) erwirtschaftete 2000 42 % des Umsatzes in Europa, 24 % in Nordamerika, 17 % in Asien/ Pazifik, 12 % in Lateinamerika sowie 5 % in Afrika/ Mittlerer Osten und war dabei mit 50 % der Erlöse im Bereich Nahrungsmittel, 48 % im Bereich Körperpflege- und Reinigungsprodukte sowie 2 % in Sonstigem tätig, so die Analysten der LBBW.

Unilever habe für das erste Quartal 2001 einen wechselkursbereinigt um 20 % höheren Konzernumsatz ausgewiesen. Das interne Wachstum der rund 400 Kernmarken, das im vierten Quartal bei 4,9 % gelegen habe, habe 5,4 % betragen. Die operative Marge habe sich vor Goodwillabschreibungen und Restrukturierungskosten um 1,3 % verbessert. Der Nettogewinn und der Gewinn je Aktie seien absolut aufgrund hoher Aufwendungen für die Restrukturierungen, die Finanzierung der Akquisitionen sowie der höheren Steuerquote um mehr als die Hälfte gefallen. Bereinigt um die außerordentlichen Aufwendungen und die Goodwillabschreibungen sei der Gewinn je Aktie um 5 % gefallen. Als besonders positiv sei zu den Zahlen anzumerken, dass Unilever in Nordamerika, wo das Wachstum in den Monaten Januar und Februar schwach gewesen sei, habe im März eine Beschleunigung erfahren und im Rest der Welt sehr positive Wachstumsraten erreicht.

Im Gesamtjahr 2001 dürfte der Konzernumsatz um 9 % steigen. Die operative Marge vor Goodwillabschreibungen und außerordentlichen Aufwendungen sollte sich dabei aufgrund der wesentlich höheren Bestfoods-Margen und der positiven Effekte aus den Restrukturierungen um 1,7 % verbessern. Nachdem der Konzern seine Erwartungen an die operativen und die außerordentlichen Restrukturierungskosten bekräftigt habe, erhöhe man seine Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Jahr etwas. Nach zusätzlicher Berücksichtigung der hohen Finanzierungskosten und Goodwillabschreibungen gehe man somit davon aus, dass der Gewinn je Aktie absolut um 7 % steigen, bereinigt um die Restrukturierungskosten um 12 % fallen bzw. zusätzlich bereinigt um die Goodwillabschreibungen um knapp 10 % zulegen werde.

Besonders positiv falle die kontinuierliche Beschleunigung des internen Wachstums der Kernmarken auf. Für den gesamten Konzern dürfte diese Kennzahl jedoch weiterhin deutlich unter der der Konkurrenten Nestlé und Danone liegen. Darüber hinaus würden die als grundsätzlich aussichtreich eingestuften Akquisitionen und Restrukturierungen den Gewinn weiterhin belasten, so dass die Analysten der LBBW der Aktie keine Outperformance zutrauten und den Titel weiterhin als Marketperformer einstuften.


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