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Analysen - Ausland
24.04.2001
BBVA Outperformer
Merck Finck & Co.

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Nach Angaben der Privatbank Merck Finck & Co sind die Ergebnisse des ersten Quartals bei BBVA (WKN 875773) hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Banco Bilbao Vizcaya (BBVA) habe im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001 einen Nettogewinn von 553 Millionen Euro erzielt. Dies liege unter den Erwartungen der Analysten. Grund für diese Entwicklung seien umfangreiche Risikorückstellungen, welche um 114% auf 328 Millionen Euro erhöht worden seien. Damit reagiere BBVA auf eine Verlangsamung des spanischen Wirtschaftswachstums sowie auf Unsicherheiten in Lateinamerika. Im vergangenen Jahr hätten die lateinamerikanischen Töchter rund 12% zum Konzernergebnis beigesteuert. Dieser Anteil werde sich dieses Jahr durch die Integration von Bancomer noch erhöhen.

Der Zinsgewinn von BBVA habe 43,4% auf 2,08 Milliarden Euro zulegen können. Dagegen seien die Verwaltungskosten nur um 28,7% auf 1,6 Milliarden Euro angestiegen. Das Verhältnis von Kosten zu Einkommen liege im ersten Quartal damit bei 53,5%. Trotz der Übernahme von Bancomer bleibe dieses Verhältnis nahezu konstant zum Vorjahr, was auf die Erfolge bei der Restrukturierung des Konzerns zurückzuführen sei.

Angesichts der höheren Rückstellungen im ersten Quartal müsse auch im restlichen Geschäftsjahr mit diesem Trend gerechnet werden. Für das Geschäftsjahr 2001 würden daher nun 1,3 Milliarden an Risikorückstellungen angesetzt werden Dies führe zu einer Verringerung der Gewinnerwartungen: für 2001 gehe man nun von 0,85 Euro pro Aktie aus (vorher: 0,89 Euro). Trotz der Reduzierung der Gewinnerwartungen bleibe BBVA vorerst weiter „Outperformer“.


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