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Analysen - DAX 100
21.09.2005
HypoVereinsbank "hold"
SEB

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Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der HypoVereinsbank (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) mit "hold" ein.

Das Unternehmen habe am 28.7. die Zahlen für das 2. Quartal bekannt gegeben. Das Ergebnis nach Steuern habe bei 230 Mio. Euro und das Betriebsergebnis bei 412 Mio. Euro gelegen. Der Zinsüberschuss habe sich auf 1,49 Mrd. Euro und der Provisionsüberschuss auf 764 Mio. Euro belaufen. Das Handelsergebnis sei deutlich auf 101 Mio. Euro zurückgegangen. Die Risikovorsorge habe 326 Mio. Euro betragen.

Am 12.06.05 sei die Fusion zwischen der HypoVereinsbank (HVB) und UniCredit von beiden Aufsichtsräten zugestimmt worden. Zwischen 26.08. und 10.10.05 sollte ein formelles Umtauschangebot erfolgen. 1 HVB-Aktie könne in 5 UniCredit-Aktien getauscht werden. Voraussetzung für das Zustandekommen der Übernahme sei die Annahme von mindestens 65%. Eine zweite Frist (voraussichtlich 15. bis 28.10.) sei möglich. Am 26.08.05 sei ein Barangebot an die freien BA-Aktionäre gemacht worden. Nach Marktkapitalisierung entstehe die viertgrößte Bank in der Eurozone bzw. die neuntgrößte in Europa mit einer Bilanzsumme von etwa 733 Mrd. Euro und mehr als 28 Mio. Kunden in 19 Ländern.

Das Q2 habe wie schon Q1 eine Fortsetzung des Ertrags-Turnarounds gezeigt. Die Risikovorsorge habe weiter zurückgefahren werden können. Für 2005 sei eine Risikovorsorge von 1,3 Mrd. Euro zu erwarten. Positiv sei auch die sehr gute Entwicklung im GF Österreich/CEE. HVB sei weiter auf gutem Weg, einen ROE von 8 bis 9% für 2005 zu erreichen. Die Übernahme durch UniCredit mache Sinn. Es entstehe ein auf die Region Süddeutschland-Österreich-Norditalien konzentriertes Bankhaus ("Bank der Regionen" bleibe, nur erweitert). In Ost- und Mitteleuropa sei die gemeinsame Gruppe klar die Nr. 1. Das zukünftige gemeinsame Gewinnsteigerungspotenzial sei beachtlich. Ferner seien Synergieeffekte zu erwarten.

GF Deutschland und Handelsergebnis seien aber zuletzt nicht überzeugend. Die Inlandskonjunktur entwickle sich derzeit weiterhin moderat. Die Vollübernahme der polnischen BPH sei noch nicht genehmigt und gestalte sich als schwierig. BA-Vorstand gebe keine klare Empfehlung für die Annahme des Angebotes ab (für freie BA-Aktionäre). Dies belaste das positive Sentiment. In Osteuropa gebe es viele Filialüberschneidungen. Ein neues dubioses Übernahmegerücht sorge für Unsicherheit. Danach würde derzeit eine arabische Investorengruppe ein Gegenangebot - angeblich noch vor dem 17. Oktober - vorbereiten.

Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der HypoVereinsbank mit dem Rating "hold" und empfehlen, das Umtausch-Angebot anzunehmen.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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