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Analysen - Neuer Markt
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04.04.2001
Pixelpark verkaufen
HSBC Trinkaus & Burkhardt
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Aktie der Pixelpark AG (WKN 514350) sollte nach Ansicht der Wertpapieranalysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt aus dem Depot entfernt werden.
Bei der Präsentation der endgültigen Ergebnisses für das Rumpfgeschäftsjahr 2000 habe Pixelpark die vorläufigen Werte Umsatz und EBITDA reduzieren müssen. Der Grund für diese traurige Überraschung wäre die Stornierung eines Großobjekts für einen der Top-10-Kunden aufgrund von Projektverzögerungen gewesen. Der Projektumfang habe sich dabei auf gut 2 Millionen Euro belaufen, doch hätte Pixelpark 2,5 Millionen Euro für eventuelle Garantieleistungen zurückstellen müssen. Das Researchteam sehe dies mit äußerster Besorgnis. Die negative Ergebniswirkung für das Geschäftsjahr 2000 sei lediglich die Spitze des Eisberges, unter der Oberfläche würde noch folgendes liegen:
Erstens erwiesen sich die Zweifel der Analysten an den Projektmanagementfähigkeiten von Pixelpark zunehmend als gerechtfertigt. Pixelpark habe im Rahmen einer Telefonkonferenz zugegeben, dass hier noch Nachholbedarf bestehe und erklärt, dass eine entsprechende Schulung für die Projektmanager bereits eingeleitet worden wäre. Anbetrachts wachsender Etats hielten die Experten Projektmanagement für die wichtigste Fähigkeit eines Internetberaters.
Zweitens sehe das Researchteam auch die Fortschritte von Pixelpark im Ausbau ihrer Technologiefähigkeiten für die nächste Generation von Internet-Beratungsprojekten eher skeptisch. Wie die Analysten bereits zu Beginn der Berichtssaison hätten anklingen lassen, sei dies ein weit verbreitetes Problem in der Vergleichsgruppe. Im Rahmen der oben genannten Telefonkonferenz habe Pixelpark dann auch noch erklärt, dass man hieran arbeiten wolle.
Und drittens könnte der Markenname Pixelpark erste Beschädigungen zeigen und entsprechend dürfte die Neukundengewinnung darunter leiden.
Pixelpark nehme jetzt ihre Basisstrategie unter die Lupe und somit schienen bereits getroffene Zukunftsentscheidungen wieder offen. Herr Ostermann erwäge die Positionierung des Unternehmens als internetorientierter Marketing- und Logistikberater mit Schwerpunkt auf Konvergenz. Zwar sehe das Researchteam die Verbindung zwischen Konvergenz und Marketing, aber wie die Logistik da hinein passe, sei den Analysten weniger klar. Auch hege das Researchteam ihre Zweifel, ob dies ausreiche, um sich im aufkeimenden Wettbewerb mit klassischen IT-Dienstleistern markant zu profilieren. Wie bereits gesagt, hielten die Experten die endgültige Strategie von Pixelpark für noch nicht endgültig. Demgemäss blieben die Analysten bei ihrer negativen Einschätzung der Aktie und bestätigten ihre Verkaufsempfehlung mit einem Zielkurs von 2,50 Euro.
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