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Analysen - Neuer Markt
11.04.2001
Primacom gute Beimischung
Der Aktionär

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Die Analysten des Börsenmagazins „Der Aktionär“ berichten, dass sich Primacom (WKN 625910) nach der Fusion mit UPC als ernst zu nehmender Konkurrent für die Deutsche Telekom positioniert.

Dennoch bringe die Verschmelzung auch einen Wermutstropfen mit sich. Der ursprünglich für 2002 anvisierte Break-even sei nun nicht vor 2004 zu erwarten. Überarbeitete Planzahlen habe das Unternehmen bisher noch nicht bekanntgegeben. Den pro forma Umsatz der neu entstandenen Gesellschaft schätze man für dieses Geschäftsjahr aber auf 223 Millionen Euro. Für 2002 gehe man von einer Steigerung auf 245 Millionen Euro aus. Damit sei der Kabelnetzbetreiber gerade einmal mit einem Kurs/Umsatz-Verhältnis von 1 für 2002 bewertet.

Dies sei nicht zu teuer, bedenke man die Tatsache, dass Primacom durch den Zusammenschluss zusätzliche Kursfantasie erhalte. Durch die mittlerweile erreichte Größe sei man nämlich nicht nur ein ernst zu nehmender Konkurrent für die Deutsche Telekom sondern gleichzeitig zu einem attraktiven Partner für Contentanbieter geworden. So wäre eine Zusammenarbeit mit Leo Kirch nicht einmal abwegig. Ein Vergleich mit AOL/Time Warner an dieser Stelle hinke zwar etwas, für Kursfantasie dürfte aber zumindest gesorgt sein.

Durch die neue Unternehmensstruktur ergebe sich für Primacom ein nicht unerhebliches Synergiepotenzial. Aufgrund der neugewonnenen Unternehmensgröße dürfte man vom erwarteten Marktwachstum - PriceWaterhouseCoopers gehe in Deutschland von einer Steigerung von derzeit 5 Milliarden DM auf 12,5 Milliarden DM in 2005 aus - überdurchschnittlich profitieren können. Für spekulative Anleger sollte sich ein Engagement mit einem geringen Depotanteil langfristig auszahlen.


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