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Analysen - DAX 100
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11.04.2001
WCM ideales Langfristinvestment
Prior Börse
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Nach Ansicht der Anlagespezialisten von der Prior Börse handelt es sich bei WCM (WKN 780100) um ein ideales Langfristinvestment mit einem mittelfristigen Kursziel von mindestens 30 Euro.
In den letzten eineinhalb Jahren hätte die einstige Gelddruckmaschine Anlegern keine Freude bereitet. Seit Jahresbeginn zeige die Aktienkursentwicklung wieder eine ansteigende Tendenz. Der Trend dürfte aus folgenden Gründen weiter anhalten. Die Übernahme der Klöckner-Werke, die den Kurs belastet hätte, sei abgeschlossen. WCM halte nun 82% der Aktien. Vorstand Roland Flach habe in einem Gespräch mit der Prior Börse hartnäckigen Spekulationen über ein verbessertes Umtauschangebot für die restlichen Papiere eine klare Absage erteilt. Übrigens solle sich Klöckner, das einen Verlustvortrag von über einer Mrd. Euro in die Ehe mit einbringe, künftig auf das Kerngeschäft mit Folien konzentrieren. Mit der Veräußerung der übrigen Konzernteile wolle WCM noch in diesem Jahr beginnen.
Nachdem das Konzernergebnis bei WCM zuletzt auf 153 Mio. Euro eingebrochen sei, würden die Frankfurter für 2001 einen Überschuss von mehr als 400 Mio. Euro erwarten. Umgerechnet seien dies rund 2 Euro je Aktie, was einem moderaten KGV von 10 entspreche. Zu einer stabilen Ertragsentwicklung sollen auch die Wohnimmobilien beitragen, deren Zahl WCM auf 60.000 verdreifacht habe. Bis Jahresende wolle sich Flach noch eine weitere Gesellschaft unter den Nagel reißen. Bis 2004 würde ein Bestand von 100.000 Wohnungen angestrebt.
Die größte Phantasie stecke im Beteiligungsportfolio von WCM. Im Zuge der Steuerreform könnte ein Teil der verborgenen Schätze ab 2002 gehoben werden. Den Wert der stillen Reserven würden Experten auf gut 4 Mrd. Euro beziffern. Dabei solle man bedenken, dass der aktuelle Börsenwert von WCM sich nur auf 3,5 Mrd. Euro belaufe.
Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann WCM mit der nächsten spektakulären Übernahme für Furore sorge. Man sei ständig auf der Suche nach Firmen, die börsennotiert, unterbewertet und bundesweit bekannt seien. Marktgerüchten zufolge sollen die Hessen ein Auge auf Buderus geworfen haben. Entsprechende Vermutungen wolle Flach aber ebenso wenig kommentieren wie eine angeblich geplante Aufstockung des 24,5%-Anteils an der IVG.
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