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Analysen - Ausland
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26.08.2005
CVS kaufen
Bank Hofmann
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktie von CVS (ISIN US1266501006/ WKN 859034) unverändert zu kaufen.
Die etwas nüchtern wirkenden drei Buchstaben CVS stünden für "Consumer Value Stores" - und ein überaus dynamisches Unternehmen im US-amerikanischen Pharma-Einzelhandel. Der Startschuss sei 1963 mit der Eröffnung eines ersten Geschäfts für Gesundheits- und Kosmetikprodukte gefallen. Bei zunehmender Fokussierung auf das Apothekergeschäft seiem in den nächsten gut vierzig Jahren verschiedene Wachstumsphasen gefolgt.
Der jüngste Expansionsschritt betreffe die Übernahme von 1.260 Filialen der Drugstore-Kette Eckerd (von J.C. Penney) per Anfang August 2004. Die Integration von Eckerd, die zu einer Ausweitung des CVS-Filialnetzes um 30% geführt habe, sei inzwischen weit fortgeschritten. Heute sei CVS die größte Drugstore-Kette in den USA. Sie betreibe ein Vertriebsnetz von über 5.400 Apotheken in 36 US-Bundesländern und dem District of Columbia sowie einen Internet-Verkaufskanal.
Im zweiten Quartal 2005 seien beim Umsatz und Gewinn Rekordwerte erzielt worden. Die Erlöse hätten gegenüber dem Vorjahresquartal einen Sprung von 31,4% auf 9,1 Mrd. USD gemacht. Unter Ausklammerung der Eckerd-Umsätze hätten sie sich um 5,6% erhöht. Diese Zunahme liege unter dem Plus von 8,2% im ersten Quartal, doch gelte anzumerken, dass die Dreimonatsperiode von Januar bis März vom frühen Osterfest profitiert habe - neben Medikamenten vertreibe CVS auch Körperpflegeprodukte und sonstige Artikel für den täglichen Bedarf (inkl. Geschenkartikel).
Der Reingewinn habe sich um 17,7% auf 276 Mio. USD verbessert. Diese im Vergleich zum Umsatz schwächere Entwicklung sei auf die noch bescheidenen operativen Margen der Eckerd-Läden und ein akquisitionsbedingt deutlich höheres negatives Finanzergebnis zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2005 erwarte man ein Umsatzwachstum von 21% auf 37 Mrd. USD und eine Zunahme des Reingewinns um 32% auf 1,2 Mrd. USD.
Auch die mittel- bis langfristigen Aussichten seien viel versprechend. Erstens verfüge Eckerd über ein mehrjähriges Turnaroundpotenzial. Nach Umgestaltung der erworbenen Filialen in den vergangenen Monaten sei davon auszugehen, dass Eckerd in zwei bis drei Jahren ähnliche Wachstumsraten und Margen wie die CVS-Filialen erzielen werde. Eine zweite Triebfeder sei die steigende Lebenserwartung, die zu einer zunehmenden Nachfrage nach Medikamenten führe. Drittens seien die Generikaprodukte auf Grund von Reformen im Gesundheitswesen und Patentausläufen auf dem Vormarsch.
Die Tendenz, dass zunehmend Generika verschrieben würden, bremse zwar die Umsatzentwicklung, sie beschleunige aber das Gewinnwachstum, denn Generika würden im Durchschnitt rund doppelt so hohe Margen abwerfen wie Originalpräparate. Man gehe deshalb bei CVS in den kommenden Jahren von zweistelligen Ergebniszuwächsen aus.
Da die Bewertung nach wie vor günstig ist (KGV 06 von 18.1), erachten die Analysten der Bank Hofmann CVS unverändert als sehr attraktives US-Unternehmen und bekräftigen ihre Kaufempfehlung.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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