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Analysen - Neuemissionen
09.04.2001
Conergy war zu teuer
Bluebull

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Die Aktien der Conergy AG (WKN 604002) sollten eigentlich das erste mal am 9. April am SMAX gehandelt werden, berichten die Analysten von „Bluebull“.

Man habe jedoch bekannt gegeben , den Börsengang aufgrund der schlechten Marktstimmung zu verschieben. Die Conergy AG sei als Holdinggesellschaft und über sechs Tochtergesellschaften als Projektentwickler von Photovoltaik-Anlagen tätig, so baue man zur Zeit in Söchtenau /Bayern das größte Solarkraftwerk Europas mit einer Gesamtleistung von 3 MW. Zudem trete man als Groß- und Einzelhändler für die entsprechenden Komponenten auf. Zum Teil produziere man auch selber Teile, dazu würden Befestigungssysteme für die elektronische Steuerung gehören. Ein weiteres Standbein würden die Bereiche „Solarthermie“ und „Regenwassernutzung“ bilden.

Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen 13,1 Mio. Euro umgesetzt, dabei sei noch ein negatives EBIT in Höhe von 1,53 Mio. Euro angefallen. Im laufenden Jahr sollten über 50 Mio. Euro umgesetzt werden, alleine 15 Mio. Euro sollten aus dem Solarkraftwerk in Bayern stammen. Dabei solle auch ein positives EBIT in Höhe von 0,25 Mio. Euro anfallen. Bis zum Jahr 2003 solle der Umsatz auf knapp 220 Mio. Euro und das EBIT auf gut 21 Mio. Euro ansteigen.

Mit der Verschiebung entgehe dem Anleger erst einmal keine Perle. Die Analysten von „Bluebull“ hätten den Titel in der Preisspanne von 10 bis 14 Euro ohnehin für zu teuer gehalten, das 200er KGV habe trotz der gewagten Prognosen bei knapp 40 gelegen. Vielleicht werde der Titel beim zweiten IPO-Versuch etwas billiger angeboten, dann könnte auch eine Zeichnung lohnen.


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