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QIAGEN und Pfizer vereinbaren Entwicklung therapiebegleitender Tests für Patienten mit Hirntumoren


05.02.2010
aktiencheck.de

KJ Venlo (aktiencheck.de AG) - Die niederländische QIAGEN N.V. (ISIN NL0000240000 / WKN 901626) und der US-Pharmakonzern Pfizer Inc. (ISIN US7170811035 / WKN 852009) gaben am Donnerstag eine Vereinbarung zur Entwicklung eines begleitenden Diagnostik-Tests für PF-04948568 (CDX-110) bekannt, einem sich in der Entwicklung befindlichen Impfstoff zur Immuntherapie für die Behandlung von Glioblastoma multiforme (GBM).

Pfizer hatte am 16. April 2008 eine Vereinbarung mit der Celldex Therapeutics Inc. (ISIN US15117B1035 / WKN A0RA0S) geschlossen, die Pfizer die weltweiten exklusiven Rechte an PF-04948568 (CDX-110) gewährt. Der Wirkstoff befinde sich aktuell in Phase 2 der klinischen Entwicklung für die Behandlung von neu diagnostiziertem GBM.


Den Angaben zufolge ist GBM die häufigste bösartige primäre Hirntumorerkrankung bei Erwachsenen, die weltweit bei rund 25.000 Patienten pro Jahr auftritt. Pfizers in der Entwicklung befindliches Medikament PF-04948568 sei ein Peptid-Vakzin, das auf den tumorspezifischen EGF-Rezeptor Variante III (EGFRvIII; Epidermal Growth Factor Receptor variant III) ziele. Bei EGFRvIII handele es sich um die mutierte Form des EGF-Rezeptors. Diese sei ausschließlich in Krebszellen zu finden und trete bei 25 bis 40 Prozent der GBM-Fälle auf. Das Nachweisverfahren von QIAGEN werde die Identifikation von jenen Patienten erleichtern, deren Tumore die EGFRvIII-Mutation aufweisen. Damit werde die Möglichkeit für eine gezieltere und stärker personalisierte Behandlung eröffnet.

Wie der QIAGEN-Konzern weiter mitteilte, wird der diagnostische Test in seinem Exzellenzzentrum für therapiebegleitende Diagnostika in Manchester entwickelt und produziert. Der Test werde auf Basis der Echtzeit-PCR-Technologie die EGFRvIII-RNA im Tumorgewebe nachweisen. Sein Design erlaube eine einfache Anwendung, was den Nutzwert des Tests in der klinischen Routineanwendung beim Nachweis von Mutationen zusätzlich erhöhe.

Die Aktie von QIAGEN schloss gestern bei 15,64 Euro (-0,16 Prozent). (05.02.2010/ac/n/t)



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