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SOLON legt Zahlen für das erste Halbjahr vor


18.08.2009
aktiencheck.de

Berlin (aktiencheck.de AG) - Wie die SOLON SE (ISIN DE0007471195 / WKN 747119) am Dienstag mitteilte, waren die ersten sechs Monate des Jahres durch eine im Jahresvergleich deutlich geringere Nachfrage nach Solartechnik geprägt sowie durch einen starken Rückgang der Verkaufspreise. Während die Nachfrage nach Solarmodulen im zweiten Quartal spürbar angezogen habe, leide der Markt für solare Kraftwerkstechnik in Folge der Finanzkrise weiter unter der stark eingeschränkten Verfügbarkeit von Projektfinanzierungen für größere Projekte.

Laut dem Solartechnikkonzern lag der Konzernumsatz mit 119,4 Mio. Euro um 71 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Gesamtleistung ging nach sechs Monaten um 69 Prozent auf 136,6 Mio. Euro zurück. Das EBITDA fiel auf -42,7 Mio. Euro (Vorjahr: 37,0 Mio. Euro), das EBIT sank auf -52,6 Mio. Euro (Vorjahr: 31,5 Mio. Euro). In den Ergebnissen sind jeweils Sondereffekte in einem Umfang von -30,3 Mio. Euro aufgrund des starken Rückgangs der Verkaufspreise im ersten Halbjahr enthalten. Diese resultieren aus der Abwertung von Vorräten sowie aus dem Abverkauf von Lageraltbeständen unter Herstellungskosten.


Das Konzernergebnis nach Minderheiten belief sich auf -110,1 Mio. Euro (Vorjahr: 17,9 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte aus der Abwertung von Beteiligungen ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Minderheiten in Höhe von -45,2 Mio. Euro Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei -3,61 Euro (Vorjahr: 1,43 Euro).

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, hat es ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Dieses umfasse sowohl verschiedene strategische Maßnahmen als auch Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur des Unternehmens, darunter die Fokussierung der Produktions- und Vertriebsaktivitäten auf die Kernmärkte Deutschland, Italien und USA, verschiedene Personalmaßnahmen (Abbau von Leih- und Zeitarbeitskräften, Einführung von Kurzarbeit an mehreren Konzernstandorten, Verzicht auf variable Gehaltsbestandteile durch das Management und große Teile der Belegschaft) sowie die Prüfung einer möglichen Ausgliederung der österreichischen Produktionsgesellschaft SOLON Hilber Technologie GmbH. Ziel sei es, Kosteneinsparungen in Höhe von rund 15 Mio. Euro zu erzielen, die erstmalig im Jahr 2010 wirksam werden, und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.

Angesichts des weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes hält es der Vorstand für angemessen, weiter auf eine aktuelle Prognose zu den Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Gesamtjahr 2009 zu verzichten. Man rechnet jedoch mit einer weiteren Belebung des Geschäfts im Jahresverlauf, hieß es.

Die Aktie von SOLON verlor gestern 6,34 Prozent auf 9,46 Euro. (18.08.2009/ac/n/t)



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