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MediGene: Studie mit NV1020 zur Behandlung von Lebermetastasen zeigt Wirkung 15.09.2006
aktiencheck.de
Martinsried (aktiencheck.de AG) - Der Biotechnologiekonzern MediGene AG (ISIN DE0005020903 / WKN 502090) hat am Freitag positive vorläufige Testdaten für das krebszerstörende Virus NV1020 präsentiert.
Wie der im TecDAX notierte Konzern erklärte, hat die Zwischenanalyse der Phase I/II Studie mit dem krebszerstörenden Virus NV1020 zur Behandlung von Lebermetastasen bei Dickdarmkrebspatienten deutliche Hinweise auf Wirksamkeit ergeben hat. Die multizentrische Studie wird nun in der höchsten Dosierungsstufe plangemäß fortgesetzt.
Im ersten Teil der Studie wurden 13 Patienten, deren Krankheit trotz Behandlung mit Chemotherapeutika und größtenteils monoklonalen Antikörpern fortgeschritten war, in unterschiedlichen Dosisgruppen mit onkolytischen Viren behandelt. Die Viren wurde in wöchentlichen Abständen insgesamt viermal über die Leberarterie in die mit Metastasen besiedelte Leber der Patienten injiziert. Bildgebende Verfahren, klinische Daten sowie Blutanalysen belegen einen dosisabhängigen therapeutischen Effekt der Viren in den behandelten Patienten.
Bei allen Patienten der höchsten Dosierungsstufe wurde entweder eine Krankheitsstabilisierung oder ein deutlicher Rückgang der Lebermetastasen beobachtet. Darüber hinaus zeigt sich bei einigen Patienten sogar ein Rückgang von Metastasen, die bereits in anderen Organen abgesiedelt waren, so dass von einem über die lokale Applikation hinausgehenden Effekt der Viren ausgegangen werden kann. Da die Behandlung ein sehr gutes Sicherheitsprofil aufweist, hat das Data Safety Monitoring Board (DSMB), ein unabhängiges Gremium zur Überwachung der Sicherheit der Patienten, einstimmig die Fortsetzung der Studie mit der höchsten Dosierungsstufe empfohlen. Aufgrund der ermutigenden Wirksamkeitshinweise sollen jetzt im zweiten Teil 18 weitere Patienten eingeschlossen werden. Diese Studie wird an verschiedenen medizinischen Zentren renommierter US-Universitäten durchgeführt.
Bei NV1020 handelt es sich um einen onkolytischer Herpes Simplex Virus (HSV) der darauf ausgerichtet ist, gezielt in Tumorzellen zu vermehren und dadurch den Tumor zu zerstören (Onkolyse). Die Technologie basiert auf der Hypothese, dass onkolytische HSV gezielter und effizienter wirken als herkömmliche Krebsbehandlungen, ohne dabei schwere Nebenwirkungen hervorzurufen. Sie könnten eine therapeutische Alternative bei Tumoren bieten, die nicht operativ entfernt werden können oder eine Resistenz gegen Chemo- oder Strahlentherapie entwickelt haben. Ebenso können möglicherweise Synergien durch die kombinierte Behandlung mit onkolytischen HSV und Standardbehandlungen wie Chemotherapie erzielt werden.
Die Aktie von MediGene notierte zuletzt bei 5,54 Euro. (15.09.2006/ac/n/t)
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