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Aktuelle Kursinformationen (XETRA)
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
47,68 € 50,00 € -2,32 € -4,64 % 24.04/17:35
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006202005 620200 -   € -   €
 
 
 

Salzgitter kaufen bis 24 DM


25.05.1998
Hamburgische LB

-Plazierung von 34,32 Mio. nennwertlosen Stückaktien
-Kaufen bis zu 24 DM
-Investitionsgüter - Eisen und Stahl
-Wertpapierkenn-Nr.: 620 200
-Greenshoe über 9,1% des Emissionsvolumens
-Zeichnungsfrist: 19.05. bis 29.05.
-Marktschutzklausel für 6 Monate nach Zuteilung
-Bookbuilding-Spanne: DM 20 bis 23
-Erste Notierung: 2.06.1998
-Salzgitter AG künftig zu 60% im Streubesitz

Für 1,06 Mrd. DM hat die Preussag AG ihre Stahlsparte Preussag Stahl, allerdings ohne die US-Stahlhandelsaktivitäten, an das Land Niedersachsen und die Norddeutsche Landesbank (Nord LB) verkauft. Preussag Stahl firmiert inzwischen wieder unter dem historisch gewachsenen Namen Salzgitter AG und kommt als solche im Rahmen eines secondary placement an die Börse. Das Grundkapital der Salzgitter AG von 312 Mio. DM wird in 62,4 Mio. Stück nennwertlose Stammaktien eingeteilt. Damit entsprechen die Aktien einer 5-DM-Nennwertaktie; durch die Ausgabe nennwertloser Stücke wird eine nochmalige Umstellung im Hinblick auf den EURO hinfällig. Von den 62,4 Mio. Stück Aktien werden 34,32 Mio. Stück plus Greenshoe, d.h. bis zu 60% der Aktien, neu plaziert. Die abgebenden Aktionäre sind das Land Niedersachsen und die Nord LB. Der Anteil des Landes Niedersachsen wird sich auf ca. 25,5% reduzieren, die rd. 12.000 Mitarbeiter der Gesellschaft ca. 14% der Aktien halten und der Rest in Streubesitz sein. Sämtliche Aktien sind für das Geschäftsjahr vom 1.10.1997 bis 30.09.1998 voll dividendenberechtigt. Die Bookbuilding-Spanne wurde auf 20 bis 23 DM festgelegt. Die Koordinatoren des secondary placement sind die Nord LB und Morgan Stanley. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 29. Mai, die erste Kursnotiz ist für den 2. Juni im amtlichen Handel an den Börsen Frankfurt und Hannover vorgesehen.

Die erste reine Stahlaktie in Deutschland


Mit der Salzgitter AG kommt eine Neuheit an unsere Börse. Während der größte europäische Stahlproduzent, die Thyssen/Krupp-Hoesch-AG, im Konzern neben anderem auch Stahl herstellt, ist die Salzgitter AG ausschließlich auf die Stahlproduktion und den Stahlhandel im Verhältnis 50 zu 50 spezialisiert. Das impliziert im positiven wie im negativen eine klare Abhängigkeit vom Stahlzyklus. Nach einem unerwartet erfolgreichen Jahr 1997 rechnet die deutsche Stahlwirtschaft im laufenden Jahr mit noch höherem Absatz und Ertrag, zumal die Erzeugerpreise 1996 auf einen Tiefststand gefallen waren. Die Produktion in Deutschland wird 1998 um gut 3% auf 46 Mio. t ansteigen. Thyssen/Krupp-Hoesch haben im vergangenen Jahr 17,5 Mio. t Stahl hergestellt, die Salzgitter AG 4,7 Mio. t. Gestützt durch die sehr gute Automobilkonjunktur befinden wir uns unverändert in einem Aufwärtszyklus für den Stahl, wobei sich die Preise und die Angebotsmenge für unterschiedliche Stahlqualitäten differenziert entwickeln. Während bei Massenstahl noch keine Preissteigerungen durchsetzbar sind, erwarten wir für Qualitätsstahl, je nach Knappheitsgrad, Preiserhöhungen um 2% bis 10%. Wie lange dieser Trend für den Stahl anhält, hängt insbesondere davon ab, ob sich nach der Automobilbranche auch der Bau belebt. Nach unserer Einschätzung bleibt die Stahlbranche ohne signifikante Belebung der Baubranche bis etwa Mitte 1999 im Aufwärtstrend. Zieht bis dahin auch die Baukonjunktur merklich an, kann der positive Trend bis in das Jahr 2000 hineingehen.

Moderne Produktionsstätten, gute Logistik

Die Salzgitter AG verfügt über drei moderne Produktionsstätten. In Salzgitter werden in einem vollintegrierten Hüttenwerk Flachstahlprodukte hergestellt, u.a. feuerverzinkte Bleche und Karosserieteile für Volkswagen sowie die Mercedes A-Klasse. In Peine dient ein neuer Elektroofen der Erzeugung von Profilstahl. Im Werk Ilsenburg ist eine moderne Grobblechwalzanlage errichtet worden. Das Unternehmen hat seine Investitionen stets aus dem Cash-flow finanzieren können; an dieser Politik will man festhalten. Von seinen Finanzkennzahlen her überzeugt die Salzgitter AG. Außerdem hat das engagierte Management, das das Stahlgeschäft von der Pieke auf kennt, dafür gesorgt, daß das seit 1994 kontinuierlich durchgeführte Ergebnisverbesserungsprogramm und die Vorschläge von McKinsey zügig umgesetzt worden sind. Dennoch wird die Aktienentwicklung das Spiegelbild zur Stahlkonjunktur sein. Die Zyklizität kann durch einen permanenten Rationalisierungsprozeß im Unternehmen sowie durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik nur leicht abgemildert werden. Die Aktie kommt zudem nicht ganz billig an den Markt. Die Bookbuilding-Spanne liegt 3 bis 6 DM über dem Verkaufserlös der Preussag. Auf Basis des geschätzten Gewinns für 1999 von 1,65 DM je Aktie liegt das KGV in der Range von 12,1 bis 13,9. Aufgrund unserer Erwartung, daß sich die Stahlkonjunktur weiter gut entwickelt und sich Preiserhöhungen gerade für Spezialstahl durchsetzen lassen, sehen wir in den nächsten Monaten für die Aktie Potential bis zu 27 DM.

Fazit: Die Salzgitter AG ist die erste reine Stahlaktie auf dem deutschen Börsenzettel. Das Unternehmen überzeugt durch seine hochmodernen Produktionsstätten und weist zudem gute Finanzkennzahlen auf. Das engagierte Management kennt das Stahlgeschäft von der Pieke auf und hat dafür gesorgt, daß das seit 1994 kontinuierlich durchgeführte Ergebnisverbesserungsprogramm und die Vorschläge des McKinsey-Beratungsteams zügig umgesetzt werden. Dennoch wird die Aktienentwicklung das exakte Spiegelbild zur Stahlkonjunktur sein. Die Zyklizität kann durch einen permanenten Rationalisierungsprozeß im Unternehmen sowie durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik nur leicht abgemildert werden. Die Bookbuilding-Spanne liegt 3 bis 6 DM über dem Verkaufserlös von Preussag. Auf Basis des geschätzten Gewinns für 1999 von 1,65 DM je Aktie liegt das KGV in der Range von 12,1 bis 13,9. Aufgrund unserer Erwartung, daß sich die Stahlkonjunktur weiter gut entwickeltund sich Preiserhöhungen gerade für Spezialstahl durchsetzen lassen, sehen wir in den nächsten Monaten für die Aktie Potential bis zu 27 DM.



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