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22.04/17:35 |
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WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005895403 |
589540 |
- € |
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Grammer Umsatzplus 28.03.2001
aktiencheck.de
Die Grammer AG (WKN 589540) hat, einer aktuellen Pressemitteilung zufolge, im abgelaufenen Geschäftsjahr wie angekündigt einen deutlichen Turn-around geschafft. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des weltweit tätigen Anbieters von Sitzen, Sitzsystemen und Pkw-Ausstattungsteilen nahm konzernweit auf 51,9 Mio. DM zu (Vj. –4,8). Grundlage für den kräftigen Ertragssprung war die schnelle und konsequente Umsetzung eines breit angelegten Restrukturierungsprogramms mit tief greifenden operativen, bilanziellen und strukturellen Maßnahmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kletterte auf 23,7 Mio. DM (Vj. –23,2), und der Jahresüberschuss stieg auf 17,5 Mio. DM (Vj. –60,6).
Der Konzernumsatz legte 2000 um rund 19 % auf 1,3 Mrd. DM zu - ein neuer Höchstwert in der Unternehmensgeschichte (Vj. 1,1), der ohne Zukäufe realisiert wurde. Besonders stark war Grammer im Ausland: Hier erhöhte sich das Geschäftsvolumen um etwa 53 % auf 603,2 Mio. DM, das entspricht einem Anteil von 46 % (Vj. 36 %) am Konzernumsatz. Der im Inland erzielte Umsatz stieg leicht auf 708,4 Mio. DM (Vj. 708,1).
Sowohl am Volumenwachstum als auch an der Ertragsverbesserung hatten alle drei Produktbereiche Anteil. Das größte Segment Pkw-Ausstattungen nahm um 17 % auf 832,1 Mio. DM Umsatz zu (Vj. 711,2). Im Segment Fahrersitze betrug der Zuwachs 20 % auf 347,9 Mio. DM (Vj. 290,5) und bei Passagiersitzen sogar 32 % auf 127,1 Mio. DM (Vj. 96,2).
Das global ausgerichtete Unternehmen mit 24 konsolidierten Gesellschaften in 13 Ländern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2000 6.971 Mitarbeiter, 1.167 Personen mehr als 1999. Gemessen am Umsatz haben sich die Personalkosten jedoch nur unterproportional erhöht. Ihr Anteil verringerte sich von 23,5 % auf 22,7 %. Der Materialaufwand nahm ebenfalls weniger als das Konzernvolumen zu und lag bei 60,3 % des Umsatzes (Vj. 62,7 %).
Die Investitionen wurden konzernweit von 100,8 Mio. DM auf 68,2 Mio. DM zurückgeführt und vollständig aus dem Cash-flow finanziert, der sich auf 82,0 Mio. DM erhöhte (Vj. -3,5). Die Sachinvestitionen in Höhe von 51,2 Mio. DM wurden für Werkzeuge und Maschinen sowie unter anderem für eine neue Fertigungshalle am Standort Immenstetten bei Amberg verwendet. Die restlichen 17 Mio. DM betrafen überwiegend den Aufbau neuer Standorte und Beteiligungen (11,5 Mio. DM) sowie die Finanzierung der Tochtergesellschaften.
Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher erwartet Grammer im laufenden Geschäftsjahr ein weiteres Umsatzplus. Zu Jahresanfang wurden verschiedene Neuaufträge gewonnen. Unter anderem wird die französische Staatsbahn S.N.C.F. ihre Hochgeschwindigkeitszüge mit Grammer Sitzen ausstatten – ein Auftrag im Wert von rund 11 Mio. DM, der bis 2006 läuft. Auch die erfolgreiche Listung als Lieferant beim Lkw-Hersteller Scania dürfte zu zusätzlichen Umsätzen führen. Im Gesamtjahr rechnet Grammer mit einem weiteren Anstieg des Konzernumsatzes um mindestens 10 % und einer hierzu deutlich überproportionalen Ergebnisverbesserung, da sich die Restrukturierung teilweise erst im laufenden Jahr voll auswirken wird.
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