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SIMONA Zahlen


27.07.2004
Ad hoc

Die Geschäftsentwicklung der SIMONA AG (ISIN DE0007239402 / WKN 723940) in den ersten beiden Quartalen 2004 wurde von der konjunkturellen Belebung geprägt. So erhöhte sich der Absatz im ersten Halbjahr 2004 um 16,2 Prozent. Ausschlaggebend für das Absatzwachstum waren neben der positiven konjunkturellen Entwicklung vor allem längerfristige Projektaufträge wie die Fertigung von Mehrschichtplatten für die Kraftfahrzeugtankherstellung oder Rohrprojekte, die zu einem Mehrabsatz von 16,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres führten.

Die Impulse kamen hierbei sowohl aus der wiedererstarkten Inlandsnachfrage als auch durch eine weiterhin gute Auslandsnachfrage. Durch den Einfluss der Projektgeschäfte stellte sich das Absatzwachstum im Halbzeug und im Rohr- und Formteilgeschäft unterschiedlich dar: Während das Halbzeuggeschäft insbesondere im Inland wuchs, profitierte das Rohr- und Formteilgeschäft von Großprojekten im Ausland. Das Absatzwachstum führte zu einem Umsatzwachstum in der AG von 15,2 Prozent auf 94,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr. Damit wurde das Ziel, ein Umsatzwachstum von 8 Prozent zu erreichen, deutlich übertroffen. Der Rohertrag fiel mit 46,6 Mio. Euro um 6,2 Mio. Euro höher aus als im ersten Halbjahr 2003, die Rohmarge blieb mit rund 49 Prozent nahezu konstant und damit unter dem Zielwert von 50 Prozent.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der SIMONA AG hat sich im ersten Halbjahr 2004 von 6,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 9,6 Mio. Euro verbessert.


Die Ergebnisverbesserung beruht neben dem Wachstum auf der bereits im Vorjahr eingeleiteten restriktiven Kostenpolitik. So ist der Anstieg der Personalkosten um 6,4 Prozent auf 21,0 Mio. Euro auf zusätzliche Pensionsrückstellungen, der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 21,9 Prozent auf 11,9 Mio. Euro im Wesentlichen auf die wiederholte Verteuerung von Energie und Versicherungsgebühren zurückzuführen.

Die konjunkturellen Prognosen für die zweite Jahreshälfte erlauben einen verhaltenen Optimismus. Sollte dieser Trend Bestand haben, rechnet SIMONA aufgrund der fortlaufenden Projektgeschäfte mit einer Verbesserung des Gesamtabsatzes und des Umsatzergebnisses um mehr als 10 Prozent zum Jahresende.

Trotzdem gehen wir von einem schwierigen zweiten Halbjahr aus. Die Preissituation für Kunststoffhalbzeuge hat sich im ersten Halbjahr 2004 nicht verbessert und drückt weiterhin den Optimismus der Kunststoffverarbeiter. So ist trotz der guten Ergebnisse des ersten Halbjahres die Erwartung für das zweite Halbjahr zurückhaltend. Grund hierfür ist der anhaltende Anstieg der Energie-und Rohstoffpreisnotierungen. So sind die Kunststoffverarbeiter zur Zeit bereits mit um mehr als 20 Prozent höheren Rohstoffpreisen bei Polyolefinen und 50 Prozent höheren Rohstoffpreisen bei PVC gegenüber Juli 2003 konfrontiert.

Aufgrund der daraus resultierenden kritischen Margensituation gehen wir unverändert von einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 13,0 Mio. Euro zum Jahresende aus. Eine Verbesserung dieses Ergebnisses wird wesentlich davon abhängen, ob Preiserhöhungen für Kunststoffhalbzeuge im Markt durchgesetzt werden können.




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