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Schaltbau Verlustanzeige 03.11.2003
Ad hoc
Obwohl sich die operative Ertragslage im Schaltbau Konzern (ISIN DE0007170300 / WKN 717030) im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat, ist die Eigenkapitalsituation durch hohe Verlustvorträge beeinträchtigt. Im dritten Quartal 2003 haben sich bei der Tochtergesellschaft InfoSystems GmbH, Wuppertal, erhebliche Umsatzeinbrüche ergeben, die eine Überprüfung der Wertansätze bei der Muttergesellschaft erfordern. Dadurch entstehen der Schaltbau Holding AG (Buch)Verluste, die das Grundkapital der Gesellschaft mindestens zur Hälfte aufzehren. Der Vorstand wird daher für den 19. Dezember 2003 eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um die nach § 92 Abs. 1 AktG erforderliche Anzeige zu erstatten.
Zur finanziellen Sanierung der Gesellschaft hat der Vorstand ein Rekapitalisierungskonzept erarbeitet und mit den kreditgebenden Banken abgestimmt. Hierzu gehört die Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft im Verhältnis 7 : 1 und die Begebung eines Genussrechtskapitals durch Umwandlung von Darlehensforderungen der Banken. Hierdurch wird die Gesellschaft zum einen von den damit verbundenen Belastungen durch Zinszahlungen befreit, zum anderen wird die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft gestärkt. Da die Ausschüttungen auf die Genussrechte ausschließlich gewinnabhängig erfolgen, wird die Gesellschaft von erheblichen Liquiditätsabflüssen entlastet. Dieses Rekapitalisierungskonzept steht unter dem Vorbehalt, dass die entsprechenden Rahmenbedingungen mit den Großaktionären geschaffen werden können. Das Rekapitalisierungskonzept soll den Aktionären in der für den 19. Dezember 2003 geplanten Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:
Rekapitalisierungskonzept und Außerordentliche Hauptversammlung der Schaltbau Holding AG
München, 03. November 2003 - Die Aktionäre der Schaltbau Holding AG, München, werden für den 19. Dezember 2003 zu einer am Sitz der Gesellschaft stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen.
Obwohl sich die operative Ertragslage im Schaltbau Konzern im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat, ist die Eigenkapitalsituation durch hohe Verlustvorträge beeinträchtigt. Die Schaltbau Holding AG ist zudem aus der Vergangenheit mit einer hohen Fremdverschuldung belastet. Dadurch ist das Unternehmen auf das Wohlwollen der Banken zur Aufrechterhaltung der Liquidität angewiesen. Es gibt keine langfristigen Kreditzusagen; wesentliche Teilbeträge werden bis Ende 2004 fällig.
Im dritten Quartal 2003 haben sich zusätzlich bei der Tochtergesellschaft InfoSystems erhebliche Umsatzeinbrüche ergeben, die eine Korrektur der Wertansätze bei der Muttergesellschaft erfordern. Hierdurch entsteht ein Verlust, der zum Verzehr von mindestens der Hälfte des Grundkapitals führt. Der Vorstand wird deshalb gemäß § 92 AktG eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Es gibt weiter Indizien dafür, dass die Erwartungen, die in die Entwicklung ausländischer Tochtergesellschaften gesetzt wurden, infolge Veränderungen im politischen Umfeld und durch ungünstige Entwicklung von Währungsparitäten zurückgenommen werden müssen.
Unabhängig hiervon bemüht sich der Vorstand bereits seit einiger Zeit mit den Banken um eine Lösung zur finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft. Banken und Gesellschaft haben in der Zwischenzeit ein Rekapitalisierungskonzept mit der Zielsetzung, die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft zu verbessern und die Liquidität langfristig zu sichern, erarbeitet. Dieses Rekapitalisierungskonzept steht unter dem Vorbehalt, dass die entsprechenden Rahmenbedingungen mit den Großaktionären geschaffen werden können.
Tagesordnungspunkte der geplanten außerordentlichen Hauptversammlung werden u.a. neben dem Bericht zur wirtschaftlichen Situation und der Verlustanzeige nach § 92 Abs. 1 AktG das Rekapitalisierungskonzept mit Beschluss über die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 7:1, die Ausgabe von Options-Genussrechten gegen Umwandlung von Darlehensforderungen der kreditgebenden Banken in Höhe von Euro 12.000.000 sowie die Schaffung eines bedingten und eines neuen genehmigten Kapitals sein.
Auf der für 19. Dezember 2003 geplanten außerordentlichen Hauptversammlung wird die Gesellschaft den Aktionären vorschlagen, das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 30.720.000 in vereinfachter Form nach den Vorschriften der §§ 229 ff AktG um Euro 26.328.000 auf Euro 4.392.000 herabzusetzen, um die entstandenen Verluste zu decken. Neuer rechnerischer Nennbetrag je Stückaktie wird dann Euro 3,66, statt bisher Euro 25,60, sein.
Ferner soll der Vorstand durch Hauptversammlungsbeschluss zur Ausgabe von Genussrechten im Gesamtnennbetrag von Euro 10.000.000, eingeteilt in 500.000 auf den Namen lautende Genussrechte im Nennbetrag von je Euro 20.-- gegen Umwandlung von Darlehensforderungen der kreditgebenden Banken im Gesamtnennbetrag von Euro 12.000.000 ermächtigt werden. Die Genussrechte sollen an künftigen Verlusten der Gesellschaft teilnehmen. Bei der Umwandlung der Forderungen in Genussrechte wird je ein Genussrecht im Nennbetrag von Euro 20.-- für Kreditforderungen i.H.v. Euro 24.-- gewährt. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen, den Aktionären wird jedoch der Erwerb von Genussrechten gegen entsprechende Barzahlung angeboten, d.h. je 2,4 Stückaktien der Gesellschaft berechtigen zum Erwerb eines Genussrechts.
Jedem Genussrecht in Nennbetrag von Euro 20.-- soll ein Optionsrecht zum Bezug einer auf den Inhaber lautenden Stückaktie der Gesellschaft mit einem rechnerischen Nennwert von Euro 3,66 beigefügt werden.
Weitere Tagesordnungspunkte werden die Schaffung eines bedingten Kapitals i.H.v. Euro 1.830.000 zur Sicherung der Gewährung der Optionsrechte auf 500.000 Stück Aktien der Gesellschaft, die gemeinsam mit den Genussrechten ausgegeben werden sowie die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals i.H.v. Euro 2.196.000 unter Streichung des bisherigen genehmigten Kapitals sein.
Das auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 19. Dezember 2003 zu beschließende Rekapitalisierungskonzept wird zur finanziellen Sanierung der Gesellschaft beitragen und deren wirtschaftliche Zukunft sichern. Die Umwandlung von Kreditforderungen der Banken in Genussrechte wird die Gesellschaft zum einen von den damit verbundenen Belastungen durch Zinszahlungen befreien und dient zum anderen der Herstellung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung. Da die Ausschüttungen auf die Genussrechte ausschließlich gewinnabhängig erfolgen, wird die Gesellschaft von erheblichen Liquiditätsabflüssen entlastet.
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