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WMF Halbjahresbericht 26.08.2003
Ad hoc
Die WMF (ISIN DE0007803009 / WKN 780300) hat sich trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen im Branchenvergleich zufrieden stellend entwickelt. Der Konzernumsatz konnte in den ersten sechs Monaten 2003 gegenüber Vorjahr leicht auf 262,8 Mio. EURO gesteigert werden. Hierbei berücksichtigt ist die im Vorjahr erworbene W. F. Kaiser & Co. GmbH, deren Erstkonsolidierung zum 1.9.2002 erfolgte.
Im Ausland erhöhte sich der Umsatz geringfügig auf 101,2 Mio. EURO. Durch die Einbeziehung von Kaiser konnte der Umsatz im Inland mit 161,6 Mio. EURO auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz nahm von 38,4% auf 38,5% zu. Bei der WMF AG hat sich der Umsatz in den sechs Monaten per 30. Juni 2003 gegenüber Vorjahr um 4% auf 168,5 Mio. EURO verringert. Zuwächse im Auslandsgeschäft konnten die Rückgänge im Inland nicht ausgleichen.
Die Ertragslage der WMF war im ersten Halbjahr durch den noch schwachen Umsatzverlauf geprägt, der gegenüber Vorjahr auch durch die im ersten Quartal 2002 erfolgte Auslieferung großer Sonderaufträge bei Kaffeemaschinen rückläufig war. Darüber hinaus belasteten Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit dem 150-jährigen Firmenjubiläum das Ergebnis, die erst im zweiten Halbjahr wichtige positive Effekte für die Marke haben werden. Das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich dadurch auf 1,7 Mio. EURO. Der Jahresüberschuss beträgt 1,0 Mio. EURO.
Der Geschäftsverlauf der WMF wird sich im zweiten Halbjahr 2003 positiver als im ersten Halbjahr entwickeln. Dazu beitragen werden neben weiterem straffem Kostenmanagement vor allem die verkaufsfördernden Aktivitäten im Konsumgeschäft, die im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums durchgeführt werden. Den Schwerpunkt bildet eine Werbekampagne unter dem Motto "150 Jahre WMF" im September und Oktober mit attraktiven Produktangeboten. Bei Kaffeemaschinen haben wir zusätzliche Aufträge für die Ausrüstung von Kreuzfahrtschiffen akquiriert. Der Vorstand ist zuversichtlich, mit einer positiven Entwicklung im 2. Halbjahr 2003, bei Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau erreichen zu können.
Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-hoc-Mitteilung:
Angesichts der Krisenherde insbesondere im Nahen Osten und der negativen Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS entwickelte sich die Weltwirtschaft in den ersten sechs Monaten 2003 gegenüber dem Jahr 2002 schwächer als erwartet. Im Inland wirkten die ungelösten strukturellen Probleme der öffentlichen Haushalte zunehmend belastend. Größere Impulse von Seiten des Exports blieben aus.
Die Konsumgüterbranche in Deutschland litt auch in der ersten Jahreshälfte unter anhaltender Zurückhaltung der Verbraucher. Neben der konjunkturellen Schwäche und der damit verbundenen hohen Arbeitslosigkeit sorgten die Diskussionen auf finanzpolitischer Ebene für zusätzliche Verunsicherung. Im deutschen Einzelhandel hat sich die schwierige Situation vor diesem Hintergrund eher noch verstärkt. Erneut stark rückläufig waren die Umsätze im Gastgewerbe.
Durch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher im Inland stand vor allem das Konsumgeschäft der WMF erneut vor großen Herausforderungen. In diesem Umfeld hat die WMF die Internationalisierung des Geschäfts konsequent fortgesetzt und durch die gezielte Verjüngung der Marke weitere Kundenkreise erschlossen. Dadurch konnten die negativen Auswirkungen der Branchenschwäche jedoch nicht kompensiert werden.
In der Sparte Objektgeschäft konnte die WMF trotz des weiter schrumpfenden inländischen Gastgewerbes den Umsatz auf hohem Niveau halten. Zuwächse wurden insbesondere im Export mit Kaffeemaschinen erzielt. Im Inland gingen die Verkäufe dagegen zurück. Der Vorjahresumsatz war durch mehrere Großaufträge positiv beeinflusst worden.
Beschäftigung und Mitarbeiterzahl
Die Zahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter hat sich zum 30. Juni 2003 vergleichbar um 111 Personen auf 5.391 Beschäftigte verringert. Hierbei berücksichtigt ist der Erwerb von Kaiser und die Erstkonsolidierung der neuen Produktionsgesellschaft WMF Manufacturing in China.
Investitionen
Die Sachinvestitionen beliefen sich in der ersten Jahreshälfte 2003 mit 7,5 Mio. EURO auf Vorjahresniveau. Neben der Entwicklung neuer innovativer Produkte und der weiteren Modernisierung unserer Filialen standen dabei Maßnahmen zur Stärkung unserer Marken-, Fertigungs- und Logistikkompetenz im Vordergrund.
Ausblick
Nach einem insgesamt enttäuschenden ersten Halbjahr 2003 erwarten Konjunkturexperten für die zweite Jahreshälfte den Beginn eines Aufschwungs. Auf der Basis einer moderaten Erholung der Weltwirtschaft bis Ende 2003 wird dann für das kommende Jahr mit einem deutlichen Anziehen der Weltkonjunktur gerechnet.
In Deutschland könnte die Entscheidung für das Vorziehen der dritten Stufe der Steuerreform den Konsum beleben. Nach Verbandsprognosen würden dadurch die Umsätze im deutschen Einzelhandel besser ausfallen als mit minus 1% bislang erwartet. Diese vorsichtig hoffnungsvollen Prognosen dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die konjunkturelle Gesamtlage weiterhin sehr labil ist.
Im Mai 2003 hat die WMF AG 34% der Geschäftsanteile der Schweizer M. Schaerer AG übernommen, die zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich gewerblicher Kaffeemaschinen gehört. WMF und Schaerer sehen große Chancen der Zusammenarbeit für den weiteren Ausbau des Kaffeemaschinengeschäftes.
Zur Aktie
Die Hauptversammlung am 26. Juni 2003 hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2002 von 10,78 Mio. EURO für die Ausschüttung einer Dividende von 0,77 EURO je nennwertlose Stamm- und Vorzugsaktie im rechnerischen Betrag von 2,56 EURO zu verwenden. Damit bestätigt die WMF ihre Politik der Dividendenkontinuität.
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