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GFT Technologies Verluste höher


27.03.2003
de.internet

Der deutsche IT-Dienstleister GFT Technologies AG (ISIN DE0005800601 / WKN 580060) gab heute die Finanzergebnisse 2002 bekannt und kündigt Restrukturierungsmaßnahmen an, berichten die Experten von "de.internet".

Die Unternehmensgruppe schließe das Geschäftsjahr 2002 mit Umsätzen von 155,74 Millionen Euro. Die Prognosen von Einnahmen in Höhe von 165 Millionen Euro seien damit verfehlt worden. Der Jahresfehlbetrag sei von 2,3 Millionen auf 28,74 Millionen Euro gestiegen. Der bereinigte operative EBITDA-Verlust betrage rund eine Millionen Euro, habe das Unternehmen heute in St. Georgen im Schwarzwald mitgeteilt.


Als Reaktion auf die Ergebnisse wolle GFT im Laufe des Jahres einige Produktionsstandorte von Deutschland nach Spanien und Ungarn verlagern um von den dortigen niedrigeren Gehältern zu profitieren. Davon seien 150 bis 200 der 650 Beschäftigten in der Produktion betroffen, habe GFT-Vorstandsvorsitzender Ulrich Dietz mitgeteilt. Den Mitarbeitern sollten jedoch neue Jobs innerhalb des Unternehmens in Europa angeboten werden. Dies würde in den meisten Fällen einen Umzug nach Spanien oder Ungarn bedeuten, wenn man weiter in seinem Job arbeiten möchte. Dadurch solle bereits im laufenden Geschäftsjahr wieder die Gewinnzone erreicht werden. Bisher erwirtschafte das Unternehmen rund ein Fünftel seines Umsatzes außerhalb Deutschlands.

Die höchsten Einnahmen habe GFT im Bereich Beratung und Softwareentwicklung verbuchte, in dem 87,60 Millionen Euro bzw. 56 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent) erzielt worden seien. Die Umsätze aus dem Freelance-Geschäft in Höhe von 51,33 Millionen Euro hätten rund 33 Prozent Anteil am Gesamtumsatz ausgemacht (Vorjahr: 21 Prozent). Produkt-, Wartungserlöse und sonstige Umsatzerlöse seien deutlich auf 16,81 Millionen Euro oder 11 Prozent Anteil angestiegen (Vorjahr: 5 Prozent).

Zum 31. Dezember 2002 habe die Bilanz liquide Mittel von 34,94 Millionen Euro ausgewiesen (Vorjahr: 20,51 Millionen Euro). Zum Jahresende habe GFT 1.090 festangestellte Mitarbeiter, 247 weniger als im Vorjahr gezählt.




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