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Praktiker kündigt Restrukturierungsprogramm, Vorstandsverkleinerung und Umzug an


24.11.2011
aktiencheck.de

Kirkel (aktiencheck.de AG) - Die Praktiker AG (ISIN DE000A0F6MD5 / WKN A0F6MD) hat am Donnerstag ein weitreichendes Restrukturierungsprogramm verabschiedet und eine Verkleinerung des Vorstands angekündigt. Zudem strebt der im SDAX notierte Baumarktkonzern einen Umzug an.

Michael Arnold, bisher zuständig für das Auslandsgeschäft, das Standortmanagement und den Personalbereich des Praktiker-Konzerns, und Pascal Warnking, bisher verantwortlich für das gesamte Deutschlandgeschäft, scheiden mit dem heutigen Datum im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand aus.


Strategisch steht die Schärfung der Zwei-Marken-Strategie in Deutschland im Zentrum des Restrukturierungspakets und damit die Absicht, die Flächenproduktivität des deutschen Filialnetzes spürbar zu erhöhen. Zur Modernisierung aller Standorte und für die Überarbeitung der Sortimente und Angebotskategorien ist in den nächsten drei Jahren eine kräftige Aufstockung der Investitionen geplant. Insgesamt sollen in diesem Zeitraum mehr als 300 Mio. Euro für die Profilierung beider Konzernmarken und den neuen Gesamtauftritt aufgewendet und Finanzmittel in entsprechender Größenordnung beschafft werden.

Für erhöhte Effizienz in Führung und Organisation des Unternehmens sorgt die Entscheidung, die beiden bisherigen deutschen Zentralen der Vertriebslinien Praktiker (Kirkel, Saarland) und Max Bahr (Hamburg) zu einer einzigen Konzernzentrale mit Sitz in Hamburg zusammenzulegen. Im Konzern und in outgesourcten Unternehmensteilen sollen am Ende des Restrukturierungsprozesses rund zwei Drittel der heutigen Arbeitsplätze mit zentralen Funktionen erhalten bleiben.

Dem Ziel, die Kosten im Praktiker Konzern wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu bringen, dienen weitere Bestandteile des Restrukturierungspakets. Unter anderem wird Praktiker mit den Vermietern der Märkte in Verhandlungen treten, um marktkonforme Mietkonditionen zu erreichen. Zur weiteren Stärkung der Ertragskraft des Konzerns sollen solche Märkte geschlossen werden, die dauerhaft und ohne Aussicht auf Besserung Verluste erwirtschaften. Im deutschen Filialnetz von Praktiker stehen etwa 15 Prozent der derzeit 236 Märkte zur Überprüfung an. Wegen anhaltendem Mangel an Ertragskraft wird sich Praktiker zudem aus Albanien zurückziehen und weitere Auslandsengagements auf den Prüfstand stellen. "In Summe", so Thomas Fox, Vorstandsvorsitzender von Praktiker, "werden diese Maßnahmen Praktiker in zwei Jahren wieder zu einer soliden Ertragslage verhelfen."

Die Praktiker-Aktie schloss heute im Xetra-Handel bei 2,70 Euro (+7,57 Prozent). Im Frankfurter Handel gewann der Titel 8,30 Prozent auf 2,75 Euro. (24.11.2011/ac/n/nw)



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