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Jagenberg mit verbessertem Ergebnis 27.08.2002
Ad hoc
Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Jagenberg-Gruppe (WKN 621203) wurden wesentliche Gesellschaften des Geschäftsbereichs Papiertechnik mit Wirkung zum 31. Dezember 2001 an die Voith-Gruppe abgegeben. Das Querschneidergeschäft wurde in die Jagenberg Querschneider GmbH, Neuss, und die Jagenberg Converting Inc., Enfield / Connecticut, ausgegründet.
Am 17. Juni 2002 wurde der Vertrag mit der bielomatik Leuze GmbH + Co., Neuffen, abgeschlossen, aufgrund dessen die bielomatik Leuze GmbH + Co. die Jagenberg Querschneider GmbH und die Jagenberg Converting Inc. mit insgesamt 133 Mitarbeitern rückwirkend zum 1. Januar 2002 übernommen hat. Die Jagenberg AG hat mit diesem Schritt ihren erklärten Kurs der strategischen Neuausrichtung konsequent fortgesetzt.
Da im ersten Halbjahr die Jagenberg AG beherrschenden Einfluß (Control) auf die Querschneider-Gesellschaften ausgeübt hat, verblieben diese Gesellschaften bis zum 30. Juni 2002 im Konsolidierungskreis der Jagenberg-Gruppe. Hinsichtlich der Umsatz-, Auftragseingangs-, Ertrags- und Aufwandszahlen des 1. Halbjahres 2002 werden die verkauften Querschneider-Gesellschaften noch in der Jagenberg-Gruppe erfaßt. Dagegen sind die Bilanzwerte, das Personal sowie die Auftragsbestände dieser Gesellschaften nicht mehr in der Berichterstattung der Jagenberg-Gruppe enthalten. Die Werte des 1. Halbjahres 2001 spiegeln den Konsolidierungskreis des Vorjahres einschließlich der an Voith veräußerten Papiertechnik- Gesellschaften wider und sind somit nicht vergleichbar.
Im 1. Halbjahr 2002 erreichte die Jagenberg-Gruppe einen Umsatz von 96,7 Mio. EUR. Der Auslandsanteil am Gruppenumsatz betrug 74,3 %. Trotz eines nach wie vor angespannten Umfeldes konnten die verbleibenden Gesellschaften des Geschäftsbereichs Papiertechnik, bestehend aus Diana GmbH, Woschnik + Partner Maschinenbau GmbH sowie Slovensko spol. s.r.o. ihre Umsätze erfreulich verbessern. (Teil 2 folgt)
Im Geschäftsbereich Folientechnik verzeichnete die Kampf GmbH & Co. Maschinenfabrik insbesondere aufgrund einer erfreulichen Konjunktur im China- Geschäft eine im Vorjahresvergleich deutliche Umsatzsteigerung. Die Lemo Maschinenbau GmbH erreichte das Umsatzniveau des 1. Halbjahres 2001. Der Markt der Bachofen + Meier AG zeigt sich dagegen weiterhin sehr schwach. Daher blieb der Umsatz dieser Gesellschaft deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Der Auftragseingang der Jagenberg-Gruppe erreichte im 1. Halbjahr 2002 122,6 Mio. EUR. Davon entfielen rd. 16 Mio. EUR auf die zum 30. Juni 2002 entkonsolidierten Querschneider-Gesellschaften. Zufriedenstellend entwickelten sich die Auftragseingänge der im Geschäftsbereich Papiertechnik verbliebenen Gesellschaften, die damit die internen Prognosen erreichten bzw. übertrafen. Der Geschäftsbereich Folientechnik konnte den sehr guten Auftragseingang des 1. Halbjahres 2001 nicht wiederholen. Während die Kampf GmbH & Co. Maschinenfabrik den guten Vorjahreswert noch einmal um 1,0 Mio. EUR übertreffen konnte, war die Nachfrage für die übrigen Gesellschaften des Geschäftsbereichs zurückhaltend. Der Auftragsbestand der Jagenberg-Gruppe lag am 30. Juni 2002 bei 84,8 Mio. EUR.
Die Jagenberg-Gruppe beschäftigte am 30. Juni 2002 weltweit 1.330 Mitarbeiter, davon 29,5 % im Ausland. Während die verbliebenen Gesellschaften des Geschäftsbereichs Papiertechnik und die Kampf GmbH & Co. Maschinenfabrik im Vergleich zum 30. Juni 2001 ihren Personalstand leicht erhöhten, verminderte sich die Zahl der Beschäftigten insbesondere bei den Gesellschaften Lemo Maschinenbau GmbH, Renova Plastik-Maschinen GmbH, Bachofen + Meier AG und Jagenberg AG deutlich. Die Renova Plastik-Maschinen GmbH, die im wesentlichen im Gebrauchtmaschinengeschäft tätig ist, wird noch im laufenden Geschäftsjahr ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Das Werk in Troisdorf-Bergheim wird geschlossen, für die Belegschaft wurde ein Sozialplan vereinbart. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms wird die Mitarbeiterzahl der Bachofen + Meier AG planmäßig reduziert. Die Strukturen der Jagenberg AG werden aufgrund der Verkleinerung des Konsolidierungskreises angepaßt.
Das Ergebnis vor Steuern der Jagenberg-Gruppe lag per 30. Juni 2002 bei -7,8 Mio. EUR (Vorjahr: -30,4 Mio. EUR). Wie in den Vorjahren und bei Herstellern von Spezialmaschinen typisch verlief die Umsatzrealisierung in der Jagenberg-Gruppe im 1. Halbjahr 2002 unterproportional. Hieraus erklären sich die, bei einer nahezu linearen Kostenverteilung, entsprechend negativen operativen Ergebnisse zum 30. Juni 2002. Positiv beeinflußt wird das Ergebnis der Jagenberg-Gruppe per 30. Juni 2002 durch die Veräußerung der Gesellschaften Jagenberg Querschneider GmbH und Jagenberg Converting Inc.
Bei den in der Jagenberg-Gruppe verbleibenden Gesellschaften der Geschäftsbereiche Papier- und Folientechnik zeigen die eingeleiteten Restrukturierungsprogramme erste Erfolge. Die positive Resonanz der weltweiten Kunden zeigt, daß sich die technologisch führenden Jagenberg-Maschinen auf dem Weltmarkt behaupten können. Diese strategisch hervorragende Position gilt es konsequent weiter zu entwickeln sowie die künftige Ertragskraft der Gesellschaften zu stärken und abzusichern.
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