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DEUTZ: Personalabbau kommt gut voran


08.07.2009
aktiencheck.de

Köln (aktiencheck.de AG) - Die DEUTZ AG (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) gab am Mittwoch bekannt, dass sie den Auswirkungen der weltweiten Rezession mit einem umfassenden Maßnahmenpaket begegnet. Kostensenkungen in allen Bereichen, Produktivitätssteigerungen sowie Anpassungen der Organisationsstruktur seien u.a. Inhalt des unternehmensweiten MOVE-Programms, mit dem man bis zum Ende des ersten Quartals 2009 bereits Ergebnisverbesserungen von rund 30 Mio. Euro erzielt habe.

Wie der Motorenhersteller mitteilte, reagierte er frühzeitig im zweiten Halbjahr 2008 bereits auf die ersten Anzeichen einer rückläufigen Nachfrage bei Dieselmotoren für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und Stromerzeugungsaggregate: Anpassungsmaßnahmen bei Leihkräften und Arbeitnehmern mit befristeten Verträgen sowie ein unternehmensweiter Einstellungsstopp wurden sofort eingeleitet. Ausgenommen hiervon sei nur der strategisch besonders wichtige Entwicklungsbereich. Abgerundet würden diese Maßnahmen durch ein Angebot zur Frühpensionierung mit Ausgleich der Rentenkürzung für Mitarbeiter ab dem 60. Lebensjahr. Damit sei der DEUTZ AG seit dem Start der Maßnahmen ein sozialverträglicher Personalabbau von rund 1.000 Mitarbeitern (-19 Prozent) gelungen. Im Inland sei die Anzahl der Stellen um 700 bzw. 17 Prozent verringert worden, an den von der Rezession besonders betroffenen Standorten in Nordamerika und im europäischen Ausland habe der Abbau bei 300 Stellen bzw. 25 Prozent gelegen.


Seit Ende 2008 in der Produktion und seit Beginn dieses Jahres auch in den administrativen Bereichen wird Kurzarbeit an den deutschen Standorten des Unternehmens weitreichend eingesetzt. Von den insgesamt etwa 3.500 DEUTZ-Mitarbeitern an den deutschen Standorten sind rund 85 Prozent zur Kurzarbeit angemeldet. Der damit erzielte Einspareffekt entspricht im Durchschnitt dem einer Personalreduzierung von ca. 500 Mitarbeitern, hieß es.

"Mit der effizienteren Gestaltung unserer Abläufe und Prozesse schaffen wir die Basis für eine weitere Reduzierung unserer Fixkosten und können unser Unternehmen nachhaltig auf einen niedrigeren Break-Even-Punkt einstellen", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Helmut Leube. "Um dieses Ziel zu erreichen, führen wir derzeit Verhandlungen mit dem Betriebsrat über weitergehende Personalanpassungen auf allen Ebenen. Ziel ist eine weitere Reduzierung der Personalkapazität um circa 800 Stellen weltweit."

Die Aktie von DEUTZ verliert derzeit 3,27 Prozent auf 2,96 Euro. (08.07.2009/ac/n/nw)



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