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IKB: KfW veräußert Anteile an Finanzinvestor Lone Star 21.08.2008
aktiencheck.de
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Verkauf der Anteile der staatseigenen KfW-Bankengruppe an der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 / WKN 806330) ist perfekt.
Wie die staatliche KfW Bankengruppe am Donnerstag erklärte, habe der Präsidialausschuss des Verwaltungsrats der KfW Bankengruppe in seiner Sitzung am 20. August beschlossen, dem Verwaltungsrat der KfW zu empfehlen, die IKB-Anteile der KfW an den Finanzinvestor Lone Star zu verkaufen. Im Rahmen der heute unterzeichneten Vereinbarung erwirbt Lone Star den gesamten Anteil der KfW an der IKB in Höhe von rund 90,8 Prozent. Damit hat die KfW Bankengruppe den entscheidenden Meilenstein zur Beendigung der Rettung der IKB und zur Veräußerung ihrer Anteile an der IKB Deutsche Industriebank AG an einen privaten Investor erreicht. Der Verkauf bedarf noch der Zustimmung des Verwaltungsrats der KfW sowie weiterer Genehmigungen, etwa durch die BaFin und die Europäische Kommission. Das Closing des Vertrags wird bis Oktober 2008 erfolgen.
Mit dem geschlossenen Kaufvertrag erzielt die KfW eigenen Angaben zufolge einen angemessenen positiven Kaufpreis unter Berücksichtigung einer Verständigung über die Risikoteilung bei bestimmten Portfolio- und Klagerisiken; unter anderem erwirbt die KfW einen kleineren Teil des On-Balance Portfolios der IKB als bisher geplant. Darüber hinaus bringt Lone Star weiteres Eigenkapital in die IKB ein. Zu weiteren Details des Kaufvertrages vereinbarten beide Vertragsparteien Stillschweigen.
Die im SDAX notierte Bankgesellschaft war im Zuge riskanter Engagements am US-Hypothekenmarkt in eine existenzbedrohende Krise geraten und musste wiederholt durch milliardenschwere Finanzspritzen vor der Pleite gerettet werden.
Der Sprecher des Vorstands der KfW Bankengruppe, Wolfgang Kroh, unterstrich, dass mit der nun gefundenen Lösung die zentralen Ziele der Rettungsaktion für die IKB erreicht worden sind. Ein Zusammenbruch der IKB konnte verhindert und die IKB als Mittelstandsbank erhalten werden. Der deutsche Finanzplatz wurde stabilisiert und erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden abgewendet. "Um die Ziele der IKB-Rettung zu erreichen, hat die KfW außergewöhnliche Belastungen auf sich genommen, sich aber nicht übernommen. Wir stehen weiterhin auf einer soliden finanziellen Basis. Wichtig ist für uns, dass wir das Kapitel IKB-Rettung nun abgeschlossen haben. Unüberschaubare Risiken in Bezug auf die IKB existieren für uns nicht mehr. Wir können uns nun wieder voll auf unsere Aufgabe als Förderbank konzentrieren", so Kroh.
Die Aktie der IKB gewinnt derzeit 12,31 Prozent auf 3,01 Euro. (21.08.2008/ac/n/nw)
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