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Dt. Beteiligungs AG schwieriges Jahr 06.02.2002
aktiencheck.de
Die Deutsche Beteiligungs AG (WKN 550810) hat ein schwieriges Geschäftsjahr 2000/2001 (Stichtag: 31. Oktober) erlebt, in dem die ausgezeichnete Entwicklung der vorangegangenen fünf Geschäftsjahre nicht fortgesetzt werden konnte. Hierzu der Wortlaut der Pressemitteilung:
Einschneidende wirtschaftliche und politische Entwicklungen haben das Geschäft beeinträchtigt. Das Vorsteuerergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) der Deutschen Beteiligungs AG beläuft sich auf 5,0 Millionen Euro (Vorjahr: 43,0 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss beträgt 7,8 Millionen Euro (Vorjahr: 32,1 Millionen Euro). "Wir sind zuversichtlich, dass die Deutsche Beteiligungs AG an ihre erfolgreiche Entwicklung anknüpfen wird", so Wilken von Hodenberg, Sprecher des Vorstandes der Deutschen Beteiligungs AG.
Vier Gründe stützen diese Einschätzung:
Die Aussichten für das Private-Equity-Geschäft sind positiv, besonders für das von der Deutschen Beteiligungs AG besetzte Segment. Die Deutsche Beteiligungs AG verfügt über ein sehr erfahrenes Management-Buy- out-Team und hat eine hervorragende Marktposition. Das Beteiligungsportfolio ist gegen die konjunkturellen Unwägbarkeiten gut gerüstet. Die Deutsche Beteiligungs AG hat zahlreiche reife Beteiligungen im Portfolio, deren Veräußerung teilweise bereits vorbereitet ist.
Nach wie vor gibt es jedoch Belastung die die Unternehmensverkäufe erschweren: Ohne eine Stabilisierung der Kapitalmärkte bleiben Verkäufe weiterhin schwierig. Wichtige Ergebnisbeiträge haben im vergangenen Geschäftsjahr 2000/2001 neben den 21,0 Millionen Euro vor allem die Gewinne aus den Verkäufen der Gong Verlag GmbH und der AvK/SEG Holding GmbH & Co. KG geliefert. Insgesamt sind die Veräußerungserlöse mit 21,6 Millionen Euro jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau von 56,8 Millionen Euro geblieben.
Der Börsengang der Lignum Technologie AG, aus dem ein größerer Ergebnisbeitrag vorgesehen war, musste im Juli 2001 wegen der schlechten Verfassung der Kapitalmärkte abgebrochen werden. Belastend haben zusätzlich Abschreibungen auf drei Engagements sowie der Verkauf der österreichischen Libro AG zu lediglich einem symbolischen Preis gewirkt.
Die Deutsche Beteiligungs AG hat angesichts der sich seit Anfang 2001 ankündigenden Konjunkturabschwächung im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionszurückhaltung geübt. Die Neuinvestitionen summierten sich auf 31 Millionen Euro nach 101 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der im Oktober 2001 vereinbarte Management-Buy-out zweier Automobilzuliefer-Unternehmen aus dem Rütgers-Konzern wurde inzwischen abgeschlossen.
Durch die Transaktionen des abgelaufenen Geschäftsjahres verringerte sich das Portfoliovolumen der Deutschen Beteiligungs AG auf 311 Millionen Euro, investiert in 49 Unternehmen. Daneben managt die Deutsche Beteiligungs AG Fonds, die überwiegend an den selben Unternehmen beteiligt sind. Insgesamt belief sich das von der Deutschen Beteiligungs AG gehaltene und für Dritte betreute Portfoliovolumen auf 507 Millionen Euro, investiert in 60 Unternehmen. Die Deutsche Beteiligungs AG beurteilt den Private-Equity-Markt trotz der zuletzt stagnierenden Entwicklung positiv. "Der langfristige Wachstumstrend ist intakt", stellt Vorstandssprecher von Hodenberg heraus.
In Deutschland hinkt der Anteil von Private-Equity-Investitionen am Brutto-Sozialprodukt weit hinter den Werten anderer großer europäischer Länder hinterher. Dies gilt besonders für das Segment der Management-Buy-outs. Mit der weiteren Entwicklung des deutschen Kapitalmarkts wird auch der Markt für Private Equity weiter reifen. Zusätzliche Impulse bekommt der Markt durch die mit "Basel II" verbundenen Änderungen: Sie werden vor allem mittelständische Unternehmen treffen - den langjährigen Investitionsfokus der Deutschen Beteiligungs AG.
Kurzfristig erwartet die Deutsche Beteiligungs AG, dass sich der Markt wieder beleben wird, sobald sich die Einschätzung über die künftige konjunkturelle Entwicklung verbessern wird und sich die Kapitalmärkte stabilisieren. Auch die Möglichkeit, Unternehmen zu veräußern, ohne dass Steuern auf Veräußerungsgewinne anfallen, wird sich unterstützend auswirken. Die Deutsche Beteiligungs AG forciert den Ausbau des Fondsgeschäftes, das jährlich feste Management- Vergütungen sowie variable Erfolgsbeteiligungen generiert. Damit will das Unternehmen eine weitere Ertragsquelle ausbauen.
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