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Schuler strategische Neuausrichtung


24.01.2002
aktiencheck.de

Laut einer Pressemitteilung hat die strategische Neuausrichtung der Geschäftsbereiche und ein umfassendes Restrukturierungsprogramm zur Kostensenkung der Vorstand der Schuler AG (WKN 721063) bei der Vorlage der Unternehmensbilanz für das Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) in Stuttgart bekanntgegeben. Damit reagiert der Weltmarktführer in der Umformtechnologie auf die deutlich abgeschwächte Konjunktur vor allem im Hauptabsatzbereich der Automobilindustrie sowie auf die sich global verändernde Wettbewerbssituation. "Nach Jahren hoher Wachstumsraten nutzen wir die gegenwärtige Konsolidierungsphase, um unseren Konzern noch stärker als Systemanbieter und technologischen Spitzenreiter in Stellung zu bringen", erläuterte Horst Dienstbach, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG, die eingeleiteten Maßnahmen.

Konzentration auf Wachstumsfelder und innovative Technologien

Danach konzentrieren sich die internationalen Projekt- und Serviceaktivitäten des Schuler Konzerns künftig auf die drei neu zugeschnittenen Geschäftsbereiche "Mechanical Forming Systems", "Hydraulic Forming Systems" und "Advanced Technologies". Durch die veränderte Struktur sollen Wachstumspotentiale gebündelt, innovative Technologien verstärkt integriert und Synergieeffekte bei der Abwicklung von Großprojekten besser ausgeschöpft werden. "Mit dieser strategischen Weichenstellung rüsten wir uns als System- und Technologiepartner der Automotive Industry für die nächste in dieser Branche anstehende Runde von Rationalisierungsinvestitionen", kündigte Vorstandschef Dienstbach an.

Mit der Neuausrichtung der Geschäftsbereiche einher geht ein bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 eingeleitetes umfangreiches Restrukturierungsprogramm. Seine Schwerpunkte liegen darin, die Effizienz von Prozeßabläufen zu optimieren und Kapazitäten flexibler der Marktnachfrage anzupassen, um Kosten zu sparen und damit die Gewinnschwelle zu senken.

Strukturelle Anpassungen im Personalbereich

Zu den beschlossenen Maßnahmen gehören auch strukturelle Anpassungen im Personalbereich. Schuler wird wie schon im vergangenen auch im laufenden und nachfolgenden Geschäftsjahr seine technologischen Wachstumsfelder durch die Neueinstellung hochqualifizierter Mitarbeiter gezielt verstärken. Gleichzeitig wird der Personalbestand in anderen Teilen des Konzerns, vorwiegend im indirekten Bereich, verringert. Insgesamt gesehen wird sich die Konzernbelegschaft durch diese Maßnahmen im Zeitraum von zwei Jahren um etwa 300 Arbeitnehmer vermindern. Dies soll zumindest bei den inländischen Standorten ohne betriebsbedingte Kündigungen, das heißt durch natürliche Fluktuation und in Form von Vorruhestandsregelungen oder Abfindungsverträgen erreicht werden.

Schwache Weltkonjunktur drosselt Nachfrage

In der Berichtsperiode 2000/2001 konnte Schuler sein seit Jahren andauerndes hohes Wachstumstempo zwar nochmals halten und den konsolidierten Konzernumsatz dank eines umfangreichen Auftragsbestandes um 7,9 Prozent auf Euro 749,0 Mio. (Vj. Euro 694,2 Mio.) steigern. Doch wirkte sich der erhebliche konjunkturelle Einbruch vor allem in den für das Unternehmen relevanten ausländischen Märkten bereits deutlich auf die Neubestellungen aus, deren Wert um 31,8 Prozent auf Euro 571,5 Mio. zurückging. Somit lag der Auftragsbestand des Schuler Konzerns am Stichtag 30. September 2001 mit Euro 614,7 Mio. um 22, 4 Prozent unter dem Volumen zum gleichen Zeitpunkt des vorangegangenen Geschäftsjahres.


Ertragslage erstmals seit Jahren unbefriedigend

Nach einem halben Jahrzehnt mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 30 Prozent konnte das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 2000/2001 erstmals nicht zufriedenstellen. Verursacht wurde diese Situation durch den sich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte verstärkenden konjunkturbedingten Nachfrageeinbruch, der im Geschäftsbereich Mechanical Press Systems zu einer mangelnden Auslastung der Kapazitäten führte. Hinzu kamen außerplanmäßige Belastungen in den Geschäftsbereichen Hydraulic Press Systems und Hydroforming, die im wesentlichen auf auftragsbedingt notwendig gewordenen zusätzlichen Fremdleistungen sowie auf Kosten für die Implementierung neuer, innovativer Technologien beruhten.

Entsprechend verminderte sich das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf Euro 25,6 Mio., nachdem es im Vorjahr Euro 40,9 Mio. betragen hatte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank auf Euro 12,6 Mio. (Vj. Euro 38,6 Mio.). Daraus ergibt sich ein Jahresüberschuß von Euro 4,2 Mio. gegenüber Euro 20,1 Mio. in der vorangegangenen Periode.

Unveränderte Dividende

Trotz des Ergebnisrückgangs im Konzern hat der Vorstand vorgeschlagen, erneut eine Dividende von Euro 0,50 je Vorzugsaktie auszuschütten. Auch die Dividende je Stammaktie soll unverändert Euro 0,40 betragen. Mit der Dividende ist eine Körperschaftssteuer-Gutschrift von Euro 0,21 je Vorzugsaktie und von Euro 0,17 je Stammaktie verbunden. Auf der Grundlage des Schlusskurses der Vorzugsaktie am Stichtag 30. September 2001 in Höhe von Euro 9,50 errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von 7,5 Prozent.

Investitionen wieder auf normalem Niveau

Die Investitionen im Berichtszeitraum wurden vom weit überdurchschnittlich hohen Niveau des Vorjahres um Euro 29,7 Mio. auf Euro 24,1 Mio. zurückgeführt. Ein Großteil dieses Betrages betraf das neue Schuler Hydroforming Technology Center in Canton, das am 6. Juni 2001 eröffnet wurde.

Den Investitionen standen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von Euro 28,2 Mio. gegenüber. Der Brutto-Cash-Flow nahm im Berichtszeitraum um 31,8 Prozent auf Euro 33,3 Mio. ab.

Kostensenkung und Nachfragebelebung versprechen längerfristig verbessertes Ergebnis

Die geringeren Auftragseingänge in der vergangenen Periode werden sich bei den Umsatz- und Ertragszahlen des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 deutlich bemerkbar machen. Von den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sind aber erste kostensenkende Effekte
zu erwarten. Daneben ist mit einem signifikanten Ergebnisbeitrag beim Verkauf des 22-Prozent-Anteils an der Müller Weingarten AG zu rechnen. Der Vorstand der Schuler AG geht von einer weltweit schon bald wieder zunehmenden Projekttätigkeit aus, die in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres erneut steigende Auftragseingänge erhoffen läßt. Bei den im Großanlagenbau üblichen langen Projekt-laufzeiten dürfte sich diese Nachfragebelebung aber erst im Geschäftsjahr 2002/2003 umsatz- und ergebniswirksam auswirken. Da dann auch die eingeleiteten Programme zur Kostensenkung voll greifen werden, rechnet die Gesellschaft ab diesem Berichtszeitraum wieder mit einer deutlich verbesserten Ertragslage.




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