Pleite-Schock bei Wolfspeed. Chip-Hoffnung crasht – droht jetzt die
totale Insolvenz?
Veröffentlicht am: 21. Mai 2025
Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Wolfspeed, einst gefeierter Halbleiterhersteller aus den
USA, steht laut einem Bericht des Wall Street Journal unmittelbar vor
der Insolvenz. Ein Antrag nach Chapter 11 sei in Vorbereitung – unterstützt von
einer Mehrheit der Gläubiger. Die Aktie brach im nachbörslichen Handel um über
57 Prozent ein.
Ursachen: Warum stürzt Wolfspeed ab?
- Hohe Verschuldung: 6,5 Milliarden USD Schulden
gegenüber nur 1,33 Milliarden USD Kassenbestand. - Rückläufige Nachfrage: Vor allem aus dem E-
Mobilitätssektor, einem der Hauptkundenmärkte. - Harter Wettbewerb: Chinesische Anbieter wie Sicc und
EpiWorld produzieren günstiger und drängen in den Markt. - Verfehlte Prognosen: Für 2026 erwartet Wolfspeed nur
noch 850 Mio. USD Umsatz – deutlich unter Analystenerwartungen (958,7 Mio.
USD).
Finanzielle Lage eskaliert
Die aktuellen Geschäftszahlen zeichnen ein düsteres Bild: Der Umsatz fiel
von 200 auf 185 Millionen USD. Der operative Verlust verdoppelte sich fast auf
194,5 Mio. USD. Der Nettoverlust explodierte auf 285,5 Mio. USD oder 1,86 USD
je Aktie. Zudem veröffentlichte das Unternehmen eine offizielle "Going
Concern"-Warnung – ein massiver Hinweis auf drohende
Zahlungsunfähigkeit.
Was bedeutet das für Anleger?
Ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 erlaubt es US-
Firmen zwar, sich unter Gläubigerschutz neu zu strukturieren – doch Aktionäre
bleiben häufig auf der Strecke. Es drohen Verwässerung oder
Totalverlust. Analysten und Marktbeobachter warnen vor weiteren
Kursverlusten und extremer Volatilität.
Fazit: Wolfspeed wird zur Warnung für Tech-Investoren
Der Absturz von Wolfspeed zeigt eindrucksvoll, wie schnell einstige
Börsenstars abstürzen können. Wer jetzt noch investiert ist, sollte über einen
Ausstieg nachdenken oder auf vollständige Abschreibungen vorbereitet sein.
Neueinstiege sind derzeit extrem riskant.

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