"The Big Short": Michael Burry setzt Milliardenwette gegen Nvidia, Alibaba
und Baidu – Droht jetzt der Tech-Crash?
Michael Burry, der legendäre Investor aus dem Film
"The Big Short", sorgt erneut für Aufsehen. Laut dem aktuellen 13F-
Filing für das erste Quartal 2025 hat sein Hedgefonds Scion Asset
Management mehrere hochkarätige Short-Positionen aufgebaut –
darunter gegen Nvidia, Alibaba und
Baidu. Insgesamt belaufen sich die Short-Wetten auf über 185
Millionen US-Dollar – fast das gesamte gemeldete Portfolio.
Was steckt hinter dieser riskanten Strategie? Und sind diese Unternehmen
tatsächlich überbewertet – oder liegt Burry diesmal daneben?
1. Nvidia Corporation (Symbol: NVDA)
- ISIN: US67066G1040
- WKN: 918422
- Position: Put-Optionen im Wert von 97,5 Mio. USD
(49 % des Portfolios)
Unternehmensprofil: Nvidia ist Marktführer für
Grafikprozessoren (GPUs) und hat sich im KI-Boom als Schlüssellieferant für
Rechenzentren etabliert.
Warum Burry shortet: Extrem hohe Bewertung, KI-Hype
mit Überhitzungsgefahr, mögliche Margenrückgänge bei Sättigung der Nachfrage.
Risiken für Short-Seller: Nvidia überzeugt mit
überragenden Quartalszahlen, wachsender Dominanz im KI-Segment und
steigenden Gewinnen.
2. Alibaba Group Holding (Symbol: BABA)
- ISIN: US01609W1027
- WKN: A117ME
- Position: Put-Optionen im Wert von 26,4 Mio. USD
Unternehmensprofil: E-Commerce-Gigant aus China mit
starker Präsenz im Cloud-Bereich und zunehmender Internationalisierung.
Warum Burry shortet: Politische Risiken in China,
schwächelnde Konsumnachfrage, wachsende Konkurrenz durch JD.com und
Pinduoduo.
Risiken für Short-Seller: Alibaba ist unterbewertet, stark
profitabel und gut aufgestellt im Bereich KI und Cloud.
3. Baidu Inc. (Symbol: BIDU)
- ISIN: US0567521085
- WKN: A0F5DE
- Position: Put-Optionen im Wert von 9,2 Mio. USD
Unternehmensprofil: Baidu ist die führende
Suchmaschine in China und investiert massiv in KI und autonomes Fahren.
Warum Burry shortet: Konjunkturschwäche in China,
hohe Forschungsaufwendungen, noch unklare Monetarisierung von KI-Initiativen.
Risiken für Short-Seller: Baidu ist technologisch führend
und könnte von KI-Infrastrukturinvestitionen stark profitieren.
Weitere Short-Positionen im Scion-Portfolio:
- PDD Holdings Inc. (Symbol: PDD) – ISIN: US7223041028, WKN:
A3D5RQ: Put-Optionen im Wert von 23,7 Mio. USD - JD.com Inc. (Symbol: JD) – ISIN: US47215P1066, WKN:
A112ST: Put-Optionen im Wert von 16,4 Mio. USD - Trip.com Group Ltd. (Symbol: TCOM) – ISIN: US89677Q1076,
WKN: A2PUXS: Put-Optionen im Wert von 12,7 Mio. USD - Estée Lauder Companies Inc. (Symbol: EL) – ISIN:
US5184391044, WKN: 897933: Aktienbestand im Wert von 13,2 Mio.
USD (kein Put, Long-Position)
Fazit: Mutiger Schachzug oder gefährliches Spiel?
Burry bleibt seinem Ruf als Kontra-Investor treu. Mit massiven Short-
Positionen auf hochbewertete oder geopolitisch sensible Tech-Aktien könnte er
erneut einen Volltreffer landen – oder dieses Mal zu früh liegen. Anleger sollten
seine Wetten aufmerksam beobachten, aber nicht blind folgen. Die Unternehmen
hinter den Short-Positionen sind keine Anfänger – und in vielen Fällen
fundamental stark.
Unser Fazit: Burry spielt auf Zeit – der Short auf Nvidia,
Alibaba und Baidu ist kein Zeichen für einen baldigen Crash, sondern eher für
eine taktisch durchdachte Absicherung gegen Rückschläge im Tech-Sektor.

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