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Trump Trade 2.0: Diese 10 US-Aktien profitieren jetzt vom neuen
Handelsdeal mit China
Trump Trade 2.0: Diese 10 US-Aktien profitieren jetzt vom neuen
Handelsdeal mit China
Autor: Stefan Lindam, aktiencheck.de AG
Am 12. Mai 2025 sorgte ein politischer Paukenschlag für Begeisterung an
den globalen Finanzmärkten: Die USA und China einigten sich überraschend auf
einen neuen Handelsdeal. Für 90 Tage werden Zölle auf zahlreiche Waren
gestrichen oder reduziert. Der Dow Jones legte daraufhin über 1.100 Punkte zu,
der Nasdaq kletterte um mehr als 4 %. Anleger sprechen schon vom "Trump
Trade 2.0" – und für viele US-Konzerne bedeutet das: Aufatmen und
durchstarten.
Wir stellen die zehn größten Gewinner der neuen geopolitischen
Entspannung vor – Unternehmen, deren China-Exponierung, Lieferketten oder
Absatzmärkte unmittelbar vom Deal profitieren dürften.
1. Apple Inc. (ISIN: US0378331005, WKN: 865985)
Apple produziert einen Großteil seiner Hardware – darunter iPhones und
MacBooks – in China. Auch rund 15 % des Umsatzes stammen aus dem Reich
der Mitte. Geringere Zölle und verbesserte Handelsbedingungen reduzieren die
Einkaufskosten, erhöhen die Margen und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit
auf dem asiatischen Markt.
2. Amazon.com Inc. (ISIN: US0231351067, WKN: 906866)
Der E-Commerce-Riese importiert unzählige Produkte aus China. Niedrigere
Zölle bedeuten geringere Beschaffungskosten und stärken das margenschwache
Handelsgeschäft. Zudem dürfte Amazon von einer entspannteren globalen
Lieferkettensituation profitieren.
3. NVIDIA Corp. (ISIN: US67066G1040, WKN: 918422)
Als führender Anbieter von KI-Chips und Grafikkarten ist China für NVIDIA
ein zentraler Absatzmarkt. Der Deal könnte helfen, regulatorische Hürden im
Export zu senken und neue Absatzpotenziale für KI-Technologie freizuschalten.
4. Tesla Inc. (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T)
Die Gigafactory in Shanghai ist für Tesla essenziell – sowohl für die
Produktion als auch für den Absatz in Asien. Mit dem Wegfall von Zöllen
verbessert sich die Kostenstruktur. Gleichzeitig könnte Tesla Marktanteile von
chinesischen Konkurrenten zurückerobern.
5. Nike Inc. (ISIN: US6541061031, WKN: 866993)
Mit einem signifikanten Umsatzanteil in China und starker
Produktionsverflechtung zählt Nike klar zu den Gewinnern. Niedrigere Importzölle
auf Textilien und Schuhe stärken die Marge und verbessern die
Preispositionierung gegenüber lokalen Wettbewerbern.
6. Stanley Black & Decker Inc. (ISIN: US8545021011, WKN: A1CTQA)
Als Hersteller von Werkzeugen und Maschinen ist Stanley Black & Decker
stark von Komponentenimporten aus China abhängig. Der Zollabbau reduziert die
Produktionskosten und stärkt das Exportgeschäft – besonders in den DIY- und
Industriebereichen.
7. Intel Corp. (ISIN: US4581401001, WKN: 855681)
Intel vertreibt einen erheblichen Anteil seiner Chips in China – vor allem für
Notebooks, Server und Rechenzentren. Der Deal verbessert die Planbarkeit und
senkt die Exportbarrieren, wodurch Intel seine Präsenz auf dem chinesischen
Markt ausbauen kann.
8. Caterpillar Inc. (ISIN: US1491231015, WKN: 850598)
Als globaler Anbieter von Baumaschinen ist Caterpillar auf eine stabile
Nachfrage in Schwellenländern angewiesen. Der Handelsdeal erleichtert Exporte
nach China, wo insbesondere Infrastrukturinvestitionen steigen könnten. Ein
klarer Pluspunkt für das Geschäftsmodell.
9. Boeing Co. (ISIN: US0970231058, WKN: 850471)
China ist ein Schlüsselkunde für Boeing-Flugzeuge. Durch die politische
Annäherung könnten neue Großbestellungen ausgelöst werden, die angesichts
des zuletzt angespannten Auftragsbuchs dringend benötigt werden. Die Aktie
zählt damit zu den spekulativen Profiteuren.
10. General Electric Co. (ISIN: US3696043013, WKN: A3CSML)
GE ist in mehreren Schlüsselindustrien aktiv – darunter Energie, Transport
und Luftfahrt. Die verbesserte Handelspolitik könnte sich auf viele
Tochtergesellschaften positiv auswirken, etwa durch Zulieferkomponenten aus
Asien oder neue Projektverträge in China.
Fazit: Handelsfrieden als Kursmotor
Der neue US-China-Deal hat die Wall Street in eine Aufwärtsdynamik
versetzt – besonders stark bei Unternehmen mit China-Fokus. Ob dieser
Schwung anhält, hängt von der politischen Stabilität der Vereinbarungen ab. Klar
ist aber: Für Aktien wie Apple, Tesla oder NVIDIA schafft der Deal kurzfristig
Rückenwind – und für Anleger Chancen auf überdurchschnittliche Performance.
(13.05.2025/ac/n/n)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Der Vorstand und/oder Mitarbeiter der aktiencheck.de AG halten eine Netto-Longposition in den Aktien des analysierten Unternehmens. Es besteht also ein Interessenkonflikt auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen wollen.