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Wall Street-Schluss: Leichte Abschläge nach Fed-Minutes


03.01.2013
aktiencheck.de

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes gingen am Donnerstag nach Veröffentlichung der Fed-Minutes mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Die zwischenzeitlichen Kursgewinne konnte angesichts eines möglichen Endes von QE3 nicht gehalten werden. Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) verlor am Ende 0,16 Prozent auf 13.391,36 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) präsentiert sich mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 3.100,57 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) einen Abschlag von 0,21 Prozent auf 1.459,37 Punkte verzeichnete.

Die vorbörslich gemeldeten US-Arbeitsmarktdaten fielen uneinheitlich aus. So teilte der Dienstleister ADP mit, dass im Dezember 215.000 neue Stellen geschaffen wurden. Dies waren deutlich mehr als von Volkswirten im Vorfeld erwartet und sorgte damit für eine positive Überraschung. Gleichzeitig lag allerdings auch die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe über den Schätzungen der Experten. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat die Sitzungsprotokolle der letzten Zusammenkünfte des Offenmarktausschusses (FOMC) am 11. und 12. Dezember veröffentlicht. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche war abermals keine Leitzinsentscheidung erfolgt. Ein Beibehalten des historischen Zinstiefs bei 0 bis 0,25 Prozent wurde abermals bekräftigt. Allerdings soll das Nullzinsniveau nur solange anhalten, bis eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent erreicht wurde. Dabei soll jedoch die Inflation über ein bis zwei Jahre auf nicht mehr als 2,5 Prozent gehalten werden. Wie aus den Protokollen hervorgeht, diskutiert die Fed über ein Ende der dritten Auflage des Programms "Quantitativ Easing" (QE3). Die Lockerung der Geldpolitik durch den Aufkauf von Staatsanleihen soll nach Ansicht von einigen Ausschussmitgliedern noch vor Dezember 2013 auslaufen. Andere halten QE3 das ganze Jahr für sinnvoll. Ob ein solcher Schritt erfolgt, hängt jedoch vom weiteren Wirtschaftswachstum ab.


Die US-Automobilindustrie konnte im Dezember 2012 solide Absatzzuwächse verbuchen. Der amerikanische Branchenführer General Motors (ISIN US37045V1008 / WKN A1C9CM) konnte im Dezember insgesamt 245.733 Modelle absetzen, was im Vorjahresvergleich einem Anstieg von 4,9 Prozent entspricht. Deutliche Zuwächse hatte General Motors vor allem bei Cadillac -Modellen zu verzeichnen. Auch bei der Marke Buick stieg der Absatz überdurchschnittlich an. Der zweitgrößte US-Automobilhersteller Ford (ISIN US3453708600 / WKN 502391) konnte im Dezember ebenfalls beim US-Absatz zulegen. Demnach stieg der US-Absatz im Berichtsmonat um 1,9 Prozent auf 214.222 Fahrzeuge. Trotz einer starken Entwicklung im klassischen Pkw-Geschäft (+22,8 Prozent) belastete der Absatzrückgang bei SUVs (-3,0 Prozent) und im Nutzfahrzeugbereich (-7,2 Prozent) negativ. Während die GM-Aktie 2,4 Prozent zulegen konnte, gewannen Ford-Papiere 2 Prozent.

Bei den Einzelwerten standen unter anderem die Titel von Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985) im Blickfeld der Anleger, die sich um 1,3 Prozent verbilligten. Der Technologiekonzern arbeitet einem Pressebericht zufolge an einem Nachfolgemodell für das iPhone 5. Unterdessen ist Apple mit einer Klage gegen Amazon.com (ISIN US0231351067 / WKN 906866) gescheitert. So sieht eine US-Richterin keine Verletzung von Markenrechten durch Amazon. Apple hatte die Markenrechte auf den Namen "App-Store" geltend gemacht. Die Richterin gab aber nun Amazon.com recht, die argumentiert hatten, dass diese Bezeichnung mittlerweile ein Synonym für alle Marktplätze geworden sei, auf denen Apps heruntergeladen werden können. Amazon.com rückten um 0,5 Prozent vor.

Unter Druck standen derweil die Anteilsscheine des Biotechnologiekonzerns Biogen Idec (ISIN US09062X1037 / WKN 789617) mit einem Wertverlust von 1,4 Prozent. Der Wirkstoff Dexpramipexole gegen die Nervenkrankheit ALS hat nach Konzernangaben in einer Phase III-Studie nicht die erhoffte Wirksamkeit gezeigt. Deshalb wird die Weiterentwicklung des Mittels eingestellt.

Schließlich schossen die Anteilsscheine des Solartechnikkonzerns SunPower (ISIN US8676524064 / WKN A1JNM7) um fast 48 Prozent nach oben. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, verkauft das Unternehmen ein großes Solarprojekt an den Versorger MidAmerican Energy Holdings. (03.01.2013/ac/n/m)



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