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Wall Street-Schluss: Uneinheitlicher Handel nach Fed-Entscheidung


12.12.2012
aktiencheck.de

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes gingen am Mittwoch angesichts der Fed-Entscheidung weiterhin Anleihen aufzukaufen und die Nullzinspolitik fortzusetzen uneinheitlich aus dem Handel. Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) verlor 0,02 Prozent auf 13.245,45 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) präsentierte sich mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 3.013,81 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) einen Aufschlag von 0,04 Prozent auf 1.428,48 Punkte verzeichnete.

Der Offenmarktausschuss FOMC der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ein neues Anleiheaufkaufprogramm mit einem Volumen von 45 Mrd. US-Dollar vorgestellt. Es ersetzt die auslaufende Operation Twist, bei der kurzlaufende Anleihen in langlaufende Anleihen im Volumen von 85 Mrd. US-Dollar im Monat getauscht wurden. Zudem wird das als QE3 bekannte Programm fortgesetzt. Dabei steckt die Notenbank monatlich 40 Mrd. US-Dollar in den Kauf von Hypotheken-besicherten Wertpapieren (MBS). Zudem haben die Notenbanker die Leitzinsen erwartungsgemäß bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen. Zudem erklärte die Fed, dass die Leitzinsen nicht mehr bis Mitte 2015 auf dem historisch niedrigen Niveau verharren sollen, sondern solange bis eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent erreicht wurde. Dabei soll jedoch die Inflation über ein bis zwei Jahre auf nicht mehr als 2,5 Prozent gehalten werden. Bereits seit Dezember 2008 notieren die US-Leitzinsen 2008 auf Nullzins-Niveau.

Die US-Importpreise sind im November 2012 zurückgegangen. Demnach fielen die Einfuhrpreise um 0,9 Prozent. Ferner sanken die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, während im Oktober eine Preissteigerung um revidiert 0,3 Prozent ausgewiesen worden war. Die Ausfuhrpreise sanken indes um 0,7 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 0,7 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat unverändert geblieben waren. Indes ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 7. Dezember einen Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 6,2 Prozent. In der vorangegangenen Woche war ein Plus von 4,5 Prozent ermittelt worden. Das US-Haushaltsdefizit belief sich im November auf 172,1 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt damit deutlich über dem Vorjahresdefizit von 137,3 Mrd. US-Dollar, aber im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Die Ausgaben lagen im Berichtsmonat bei 333,8 Mrd. US-Dollar (+15,2 Prozent) gegenüber Einnahmen von nur 161,7 Mrd. US-Dollar (+6,1 Prozent).

Bereits gestern nach Börsenschluss meldete der zweitgrößte US-Chemiekonzern DuPont (ISIN US2635341090 / WKN 852046), dass sein Board ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 1 Mrd. US-Dollar beschlossen hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, bedarf das Aktienrückkaufprogramm, das im Jahr 2013 abgeschlossen werden soll, der Mittel aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Performance Coatings. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten EPS-Ergebnis am oberen Ende der bisherigen Planspanne von 3,25 bis 3,30 US-Dollar. Analysten sehen hier ein Ergebnis pro Aktie von 3,29 US-Dollar. Für 2013 wird mit einem Gewinnwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Der Umsatz soll dabei im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Aktien von DuPont stiegen um 1,4 Prozent.


Heute konnte der Großhändler Costco Wholesale (ISIN US22160K1051 / WKN 888351) im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Dabei wurden die Analystenschätzungen übertroffen. Profitieren konnte der Konzern vor allem von höheren Umsatzerlösen. So verbesserten sich die Umsätze bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, um 7 Prozent. Ohne Benzinverkäufe wurde ein Anstieg der so genannten Same-Store Sales von 6 Prozent verzeichnet. Costco gaben 0,6 Prozent nach.

Daneben geht der Mischkonzern 3M (ISIN US88579Y1010 / WKN 851745) für das kommende Fiskaljahr 2013 trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen von einer weiterhin starken Ergebnisentwicklung aus. Die Prognose für das laufende Fiskaljahr wurde indessen bestätigt. Anteilsscheine von 3M verlieren 0,6 Prozent.

Papiere von Joy Global (ISIN US4811651086 / WKN 779633) tendierten 4 Prozent fester. Das Unternehmen präsentierte die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und konnte dabei die Erwartungen übertreffen. Profitieren konnte man erneut von der starken Nachfrage im Bereich Minen-Equipment. Der Ausblick fiel indessen verhalten aus. In diesem Zusammenhang wurde auf den rückläufigen Auftragseingang im vierten Quartal verwiesen.

Derweil gibt es Neuigkeiten von der Akquisitionsfront. Das Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences (ISIN US3755581036 / WKN 885823) kündigte die Übernahme des Biotechnologiekonzerns YM BioSciences (ISIN CA9842381050 / WKN 911799) an. Im Rahmen der Vereinbarung sollen die Aktionäre des kanadischen Biotechnologiekonzerns demnach 2,95 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtvolumen von rund 510 Mio. US-Dollar entspricht. Die Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden steht, soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden. Titel von Gilead Sciences gaben um 0,1 Prozent nach.

Schließlich hat der Börsenbetreiber NASDAQ OMX Group (ISIN US6311031081 / WKN 813516) seine Marktposition in verschiedenen Bereichen durch Zukäufe verstärkt. Demnach wurde ein Abkommen zur Übernahme der Sparten Investor Relations, Public Relations und Multimedia Solutions des Informationsdienstleisters Thomson Reuters (ISIN CA8849031056 / WKN 864655) geschlossen. Die genannten Geschäftsbereiche liefern u.a. Kommunikationslösungen und Analysen für mehr als 7.000 Kunden weltweit und sollen nach Abschluss der Transaktion in das Portfolio der Konzernsparte Corporate Solutions der NASDAQ OMX Group integriert werden. Insgesamt lässt sich der Börsenbetreiber die Übernahme 390 Mio. US-Dollar in bar kosten. Aktien der NASDAQ OMX Group zogen um 3,8 Prozent an. (12.12.2012/ac/n/m)




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