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Wall Street Update: Zurückhaltender Mittagshandel


06.12.2012
aktiencheck.de

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich am Donnerstagmittag trotz erfreulicher Arbeitsmarktdaten und angesichts diverser Quartalsberichte kaum verändert. Nach wie vor belasten Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit die Märkte. Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) verliert aktuell 0,1 Prozent auf 13.027 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) präsentiert sich mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 2.984 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) derzeit einen Aufschlag von 0,1 Prozent auf 1.410 Punkte verzeichnet.

Laut US-Arbeitsministerium hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 1. Dezember 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 25.000 auf 370.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 382.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 393.000 auf 395.000 nach oben korrigiert.

Im Blick befindet sich heute u.a. Smithfield Foods (ISIN US8322481081 / WKN 876812). Der Fleischproduzent teilte mit, dass er im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch ausweisen musste, was in erster Linie mit einer Sonderbelastung zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Aktien von Smithfield Foods gewinnen zurzeit 0,3 Prozent hinzu.

Daneben H&R Block (ISIN US0936711052 / WKN 859376) konnte den Verlust im zweiten Quartal reduzieren. Dabei konnten die Analystenschätzungen übertroffen werden. Unter anderem konnte der Konzern von der erfolgreichen Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen profitieren. Das auf Beratungen und Dienstleistungen im Steuerbereich spezialisierte Unternehmen weist in der Regel im zweiten Quartal einen Verlust aus. Indes musste der Logistikkonzern UTi Worldwide (ISIN VGG872101032 / WKN 590315) im dritten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen und blieb damit hinter den Analystenerwartungen zurück. Nach Aussage des Konzerns hatte man vor allem unter der schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation zu leiden. Vor allem in Europa und in der Region Americas entwickelten sich die Ergebnisse in den Kerngeschäftsfeldern schwächer. Während H&R Block um 4,1 Prozent zulegen, büßen UTi Worldwide 9,2 Prozent ein.


Papiere von Korn/Ferry (ISIN US5006432000 / WKN 919027) tendieren im Mittagshandel 2,1 Prozent leichter. Die auf Führungskräfte spezialisierte Personalservice-Agentur präsentierte die Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Dabei konnten die Erwartungen geschlagen werden. Im Anschluss wurde außerdem die Übernahme des auf Führungskräfte spezialisierten US-Personaldienstleisters PDI Ninth House angekündigt. Die Übernahme lässt sich der Konzern 80 Mio. US-Dollar kosten. Zusätzlich wird eine Zahlung von weiteren 15 Mio. US-Dollar fällig, wenn in einem Zeitraum von 18 Monaten nach Abschluss der Übernahme bestimmte Synergieeffekte realisiert werden können.

Derweil gab der Flugzeughersteller Boeing (ISIN US0970231058 / WKN 850471) bekannt, dass er von der Fluggesellschaft Icelandair einen Auftrag über zwölf Flugzeuge erhalten hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, handelt es sich bei den georderten Flugzeugen um Maschinen vom Typ 737 MAX. Das gesamte Auftragsvolumen liegt nach derzeitigen Listenpreisen bei mehr als 1,2 Mrd. US-Dollar. Boeing geben aktuell 0,5 Prozent ab.

Rite Aid (ISIN US7677541044 / WKN 857022), eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, musste bei den vergleichbaren Umsätzen im November einen Rückgang ausweisen. Dabei verringerten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, im Vorjahresvergleich um 3,0 Prozent. Bei den Umsatzerlösen auf Konzernebene wurde ein Rückgang um 2,3 Prozent auf 2,40 Mrd. US-Dollar ausgewiesen. Die Aktie von Rite Aid verliert 1,1 Prozent.

Einige Zahlenwerke kamen heute auch aus Kanada. So meldete die Toronto-Dominion Bank (ISIN CA8911605092 / WKN 852684), dass sie im vierten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt hat. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Zudem hat die zweitgrößte kanadische Bankgesellschaft eine Akquisition angekündigt. Die Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC) (ISIN CA1360691010 / WKN 850576) erklärte, dass ihr Gewinn im vierten Quartal trotz höherer Rückstellungen für Kreditausfälle gestiegen ist, was auf eine solide Performance in ihren Kerngeschäftsbereichen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Während Toronto-Dominion Bank in New York 1,9 Prozent verlieren, verbilligen sich CIBC um 0,4 Prozent. Die National Bank of Canada (ISIN CA6330671034 / WKN 865227) verkündete, dass sie im vierten Quartal einen höheren Gewinn erzielt hat, u.a. auf verbesserte operativen Ergebnisse zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene erfüllt. Für National Bank of Canada geht es in Toronto um 1 Prozent nach unten.

Zu guter Letzt hat der Fotokonzern Eastman Kodak (ISIN US2774611097 / WKN 850937), der im Januar einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat, Presseangaben zufolge von einer Bietergruppe ein Gebot in Höhe von mehr als 500 Mio. US-Dollar für einige seiner Digital Imaging-Patente erhalten. Laut einem Zeitungsbericht wurde dem Konzern das Angebot in den vergangenen Wochen unterbreitet, wobei die Parteien bisher noch kein finales Abkommen erzielt haben. Zu dem Konsortium gehören Technologiefirmen aus dem Silicon Valley sowie Unternehmen, die sich auf den Erwerb von Patenten spezialisiert haben, hieß es. Titel von Kodak ziehen momentan um 1,6 Prozent an. (06.12.2012/ac/n/m)



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