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Wall Street Eröffnung: Mehrheitlich Aufschläge, Freeport nach Übernahmen im Fokus 05.12.2012
aktiencheck.de
New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes weisen im frühen Mittwochhandel angesichts gemischter Konjunkturdaten mehrheitlich leichte Pluszeichen aus. Nach wie vor drücken jedoch anhaltende Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit das Marktsentiment. So sollen Demokraten einen Plan zum Schuldenabbau, den die Republikaner vorgelegt haben, abgelehnt haben. Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) gewinnt aktuell 0,39 Prozent auf 13.002,06 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) präsentiert sich mit einem Minus von 0,11 Prozent bei 2.993,43 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) derzeit einen Aufschlag von 0,20 Prozent auf 1.409,89 Punkte verzeichnet.
Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im November 2012 erneut deutlich erhöht, wobei der Zuwachs schwächer ausfiel als erwartet. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 118.000, während Volkswirte ein Plus von 125.000 prognostiziert hatten. Hierbei wuchs die Zahl um 114.000 im Dienstleistungsbereich und um 4.000 im Produzierenden Gewerbe. Für Oktober war insgesamt ein revidierter Anstieg um 157.000 (vorläufig: 158.000) ermittelt worden. Indes hat sich die US-Produktivität im dritten Quartal 2012 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stärker erhöht als zunächst gemeldet. Demnach stieg die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um revidiert 2,9 Prozent (vorläufig: +1,9 Prozent). Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 2,7 Prozent prognostiziert, wogegen im zweiten Quartal 2012 ein Plus von 1,9 Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten fielen im Vorquartalsvergleich um revidiert 1,9 Prozent, nachdem zunächst lediglich ein Minus von 0,1 Prozent gemeldet worden war. Im Vorquartal waren die Lohnstückkosten um revidiert 0,5 Prozent (vorläufig: +1,7 Prozent) zurückgegangen. Schließlich ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 30. November einen Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 4,5 Prozent. In Kürze werden noch der ISM-Service-Index und die Industrieaufträge gemeldet.
Im Fokus steht heute Freeport-McMoRan (ISIN US35671D8570 / WKN 896476). Der Minenbetreiber kündigte zwei milliardenschwere Akquisitionen an. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der McMoRan Exploration Co. (ISIN US5824111042 / WKN 917406) geschlossen. Insgesamt lässt sich Freeport-McMoRan die Übernahme der noch nicht in seinem Besitz befindlichen McMoRan Exploration-Anteile rund 2,1 Mrd. US-Dollar kosten. Außerdem kündigte der Konzern die Übernahme des Öl- und Erdgaskonzerns Plains Exploration & Production Co. (ISIN US7265051000 / WKN 749193) an. Das Gesamtvolumen der Übernahme wurde auf rund 6,4 Mrd. US-Dollar in bar und eigenen Aktien beziffert. Durch die beiden Übernahmen will Freeport-McMoRan zu einem der führenden Rohstoff-Konzerne in Nordamerika aufsteigen und sein Portfolio weiter diversifizieren. Neben Kupfer- und Gold-Assets soll dabei auch das Öl- und Erdgasgeschäft künftig eine wichtige Rolle spielen. Titel von Freeport-McMoRan brechen vor diesem Hintergrund momentan um 13 Prozent ein.
Daneben meldete Brown-Forman (ISIN US1156372096 / WKN 856693), ein Hersteller alkoholischer Getränke, einen Gewinnanstieg für das zweite Quartal. Dabei konnten die Analystenschätzungen übertroffen werden. Insgesamt konnte sich der Konzern in einem schwieriger werdenden Marktumfeld gut behaupten. Gleichzeitig gelang es, die Margen weiter zu verbessern. Im Anschluss wurde außerdem die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben. Aktien von Brown-Forman gewinnen aktuell 1 Prozent hinzu.
Papiere von Starbucks (ISIN US8552441094 / WKN 884437) tendieren im frühen Handel marginal fester. Die Kaffeehauskette gab bekannt, dass sie beschlossen hat, ihre weltweiten Wachstumspläne bis 2017 zu beschleunigen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, geht der Konzern davon aus, in der Americas-Region in den nächsten fünf Jahren mehr als 3.000 Filialen zu eröffnen. Tausende weitere Filialen sollen in diesem Zeitraum modernisiert werden. Daneben rechnet man für die Region China und Asien/Pazifik damit, dort bis Ende 2013 rund 4.000 Niederlassungen zu haben, darunter 1.000 in China, 1.000 in Japan, 500 in Korea sowie die erste Starbucks-Filiale in Vietnam. Dabei dürfte China in 2014 der größte Markt für Starbucks außerhalb der USA werden. Im Reich der Mitte befindet man sich den Angaben zufolge auf Kurs, bis 2015 insgesamt 1.500 Filialen in 70 Städten zu zählen.
Die Drugstore-Kette Walgreen (ISIN US9314221097 / WKN 855826) musste für November 2012 einen klaren Rückgang bei den Same-Store Sales ausweisen. Auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gingen die vergleichbaren Umsätze deutlich zurück. Titel von Walgreen verteuern sich zurzeit um 2 Prozent.
Zu guter Letzt konnte der Automobilhersteller Ford (ISIN US3453708600 / WKN 502391) im November beim Absatz in China einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Berichtszeitraum insgesamt 67.505 Fahrzeuge im Reich der Mitte verkauft, was zum Vorjahresmonat einem Plus von 56 Prozent entspricht. Dabei profitierte der Konzern von starken Verkaufszahlen beim Ford-Modell Focus. Für Ford-Aktien geht es um ein halbes Prozent nach oben. (05.12.2012/ac/n/m)
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