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Börsen in Asien: Mehrheitlich knapp im Minus, Toyota fahren hinterher


22.12.2011
aktiencheck.de

Tokio (aktiencheck.de AG) - Nach uneinheitlichen Vorgaben von den US-Börsen tendierten die wichtigsten asiatischen Märkte am Donnerstag mehrheitlich mit moderaten Abschlägen. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich derzeit um 0,29 Prozent zu auf 299,05 Punkte.

An den japanischen Aktienmärkten hielten sich die Investoren im Vorfeld des verlängerten Wochenendes mit Neuengagements zurück. Morgen bleiben die japanischen Börsen feiertagsbedingt geschlossen. Heute ging es für den Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) um 0,77 Prozent auf 8.395,16 Stellen nach unten. Etwas besser machte es hingegen der breiter gefasste Topix, der lediglich um 0,35 Prozent auf 723,12 Zähler nachgab. Die japanische Regierung hat ihre Prognosen zum Wirtschaftswachstum im laufenden und im kommenden Fiskaljahr nach unten korrigiert und zur Begründung auf den starken Yen sowie die Schuldenkrise in Europa verwiesen. Demnach geht das Kabinettsbüro für das Jahr 2011/12 inzwischen von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent aus. Bisher war ein Plus von 0,5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Für das Jahr 2012/13 wird nur noch mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,2 Prozent gerechnet. Ursprünglich hatte die Prognose auf 2,7 bis 2,9 Prozent gelautet. Auch die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Lagebeurteilung in ihrem jüngsten Monatsbericht verschlechtert. So gehen die Währungshüter inzwischen davon aus, dass die wirtschaftliche Erholung des Landes vorübergehend eine Pause einlegt, bevor wieder ein moderater Wachstumspfad eingeschlagen wird. Für eine gewisse Zeit werde sich die Wirtschaftsaktivität jedoch erstmal nur stabil entwickeln. Begründet wurde diese Einschätzung mit den Problemen in den USA und in Europa, sowie der Aufwertung des Yen.

Unter den Einzelwerten fuhren Toyota Motor (ISIN JP3633400001 / WKN 853510) mit einem Abschlag von 0,6 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern will im Jahr 2012 die globale Produktion von Toyota- und Lexusfahrzeugen auf ein neues Hoch von 8,65 Mio. Einheiten erhöhen. Damit könnte sich der Gruppenabsatz erstmals über die Marke von 10 Mio. Einheiten verbessern. Die Zielvorgabe liegt 24 Prozent über der für das Jahr 2011 erwarteten Produktionsmenge. Der Konzern geht davon aus, dass die schnell wachsenden Emerging Markets in Asien und Lateinamerika den Absatz in die Höhe treiben werden. Im Jahr 2012 soll sich die Auslandsproduktion auf 5,25 Mio. Einheiten belaufen. Gleichzeitig soll die heimische Produktion die Marke von 3,4 Mio. Einheiten erreichen. Daneben ging es für Nissan Motor um 0,9 Prozent nach unten, während Honda Motor auf Vortagesniveau aus dem Handel gingen.


Moderate Abschläge gab es heute auch in China, wobei hier anhaltende Sorgen wegen der sich abschwächenden Konjunktur in China belasteten. Der Shanghai Composite gab um 0,22 Prozent auf 2.186,30 Zähler nach. Daneben verschlechterte sich Hongkong der Hang Seng (ISIN HK0000004322 / WKN 145733) um 0,21 Prozent auf 18.378,23 Stellen. Banktitel tendierten wenig verändert. Während sich ICBC um 0,4 Prozent verteuerten, ging es für CCB und HSBC um 0,4 bzw. 0,3 Prozent nach unten. Bank of China gingen auf Vortagesniveau aus dem Handel.

Die Lage am taiwanesischen Arbeitsmarkt hat sich im November 2011 leicht verschlechtert. Wie die Statistikbehörde heute mitteilte, erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenrate auf 4,32 Prozent. Davor hatte sie im Vormonat bei 4,3 Prozent gestanden.

Nachdem der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199 / WKN 969819) bereits gestern kräftig zulegen konnte, geht es heute noch einmal nach oben. Aktuell verbessert sich der Index um 0,82 Prozent auf 15.813,36 Zähler. Der erste Platz der Gewinnerliste wird derzeit mit einem Aufschlag von 4,8 Prozent von den Titeln des Immobilienunternehmens DLF eingenommen. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen die Papiere des IT-Dienstleisters Wipro mit einem Wertverlust von 2,7 Prozent wieder.

Nikkei 225 (Japan): 8.395,16 (-0,77 Prozent) TOPIX (Japan): 723,12 (-0,35 Prozent) Hang Seng (China): 18.378,23 (-0,21 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.186,30 (-0,22 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.847,49 (-0,05 Prozent) SENSEX (Indien): 15.813,36 (+0,82 Prozent) JSX (Indonesien): 3.795,44 (+0,03 Prozent) STI (Singapur): 2.664,80 (-0,32 Prozent) (22.12.2011/ac/n/m)



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