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Wochenrückblick KW 47 25.11.2011
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der abgelaufenen Woche zeigten die Weltbörsen eine negative Tendenz. Der DAX verlor 5,3 Prozent. Der Dow Jones STOXX 50 zeigt in der Wochenbilanz ein Minus von etwa 4,4. Prozent. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Verlust von rund 2,6 Prozent abgeschlossen. In den USA gab der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 4,8 Prozent nach.
Die deutschen Standardwerte gingen am Montag mit erheblichen Abschlägen aus dem Handel. Das Augenmerk der Marktteilnehmer blieb dabei auf die hohe Staatsverschuldung in den USA und Europa gerichtet. Insbesondere erwiesen sich heute Spekulationen über eine drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs durch die Ratingagentur Moody's als Belastungsfaktor. Der DAX verlor zuletzt 3,35 Prozent auf 5.606,00 Punkte. Das aktuelle Indikatorenbild deutet auf eine merklich ruhigere konjunkturelle Gangart zum Jahresende hin, nachdem die deutsche Wirtschaft in den Sommermonaten dieses Jahres spürbar gewachsen ist. Dies ging aus dem am Montag vorgelegten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums (BMF) hervor. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in preis-, saison- und kalenderbereinigter Betrachtung im dritten Quartal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal an. Das Statistische Bundesamt hat zugleich seine vorläufigen Ergebnisse für die vorangegangenen Quartale überprüft. Die Neuberechnung ergibt, dass der kalender-, saison- und preisbereinigte BIP-Anstieg im zweiten Vierteljahr mit 0,3 Prozent nun etwas höher liegt, als er noch im September veröffentlicht wurde (+0,1 Prozent). Daneben ist das deutsche Steueraufkommen im Oktober 2011 gestiegen. So lagen die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) mit 36,76 Mrd. Euro um 8,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Einzelnen wuchsen die Steuereinnahmen des Bundes um 11,5 Prozent auf 16,93 Mrd. Euro, während die Steuern für die Länder um 6,8 Prozent auf 15,83 Mrd. Euro zulegten. Deutsche Börse AG verschlechterten sich um 2,3 Prozent. Der Börsenbetreiber verlautbarte, dass Unternehmen ab Anfang 2012 an der Frankfurter Wertpapierbörse Anleihen im Prime Standard für Unternehmensanleihen begeben können. Deutsche Post verloren 3,1 Prozent an Wert. Der Brief- und Logistikkonzern hat seine Portopreise in den vergangenen Jahren einem Pressebericht zufolge möglicherweise nicht stark genug gesenkt. Der Bericht beruft sich dabei auf Anwälte von Post-Konkurrenten. Wie es heißt, machten die Konkurrenzunternehmen der Post geltend, dass bei der Liberalisierung des Postmarktes vor zehn Jahren die Bundesnetzagentur Berechnungen angestellt habe, wonach der frühere Monopolist seine Portoeinnahmen jährlich um 750 Mio. Euro bis 1,5 Mrd. Euro hätte senken müssen. Doch bei einem Treffen im März 2002 hätten der noch heute amtierende Behördenchef Matthias Kurth, der damalige Wirtschaftsminister Werner Müller und der damalige Post-Chef Klaus Zumwinkel eine Herabsenkung um nur 270 Mio. Euro vereinbart. adidas liefen mit einem Abschlag von 3,2 Prozent hinterher. Der Sportartikelhersteller beabsichtigt Presseangaben zufolge, das deutschlandweit erste Geschäft für seine Modemarke Neo im Februar in Hamburg in der Poststraße zu eröffnen. Dem Bericht zufolge plant der Konzern aus Herzogenaurach zehn weitere Geschäfte in deutschen Großstädten. Am Dienstag ging es an den deutschen Aktienmärkten weiter nach unten. Grund dafür war unter anderem eine Abwärtsrevision der Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal. Der DAX verlor 1,22 Prozent auf 5.537,39 Punkte. Die deutschen Frühindikatoren sind im September 2011 gesunken. Dies gab das Conference Board heute bekannt. Demnach sanken die Frühindikatoren um 1,4 Prozent. Für August 2011 war sogar ein Rückgang von 2,3 Prozent ermittelt worden. Das US-Handelsministerium hat derweil die Schätzung für das BIP-Wachstum im dritten Quartal von 2,5 Prozent auf 2,0 Prozent nach unten korrigiert. Commerzbank brachen um gut 15 Prozent ein. Am Markt kursierten Gerüchte, wonach die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA bei der Commerzbank einen erhöhten Kapitalbedarf festgestellt hat. Ebenfalls zu den Verlierern gehörten die Aktien von ThyssenKrupp, die 2,7 Prozent abgaben. Der Stahl- und Industriekonzern hält sich Medienberichten zufolge trotz der derzeitigen Börsenturbulenzen einen Börsengang seiner Edelstahlsparte offen. Wie die Zeitungen der WAZ Gruppe berichten prüft das Unternehmen weiterhin drei Optionen: Eine Veräußerung an Investoren, einen Spin-Off sowie einen Börsengang. Im MDAX sorgten Südzucker mit einem Zugewinn von 8,1 Prozent für ein Glanzlicht. Der Zuckerproduzent hat aufgrund der in den Monaten September und Oktober 2011 unerwartet guten Geschäftsentwicklung die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 erhöht. Unterdessen gaben Sixt um 2,8 Prozent nach. Der Fahrzeugvermieter konnte Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten 2011 deutlich steigern. Am Mittwoch verzeichneten die deutschen Aktienmärkte erneut Abschläge. Schlechte Nachrichten gab es dabei vom Anleihenmarkt. Die Nachfrage nach neuen zehnjährigen Staatsanleihen aus Deutschland war überraschend schwach, was von den Marktteilnehmern schlecht aufgenommen wurde. Der DAX verlor 1,44 Prozent auf 5.457,77 Punkte. Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im September 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg um 0,7 Prozent. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat sind die Auftragseingänge in der europäischen Industrie im September 2011 gesunken. So verringerte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ17) auf Monatssicht um 6,4 Prozent. In der gesamten EU27 schrumpfen die Auftragseingänge um 2,3 Prozent. Die Aktie des Energieversorgers E.ON beendete den Tag mit einem Plus von 0,1 Prozent. Das Unternehmen schließt betriebsbedingte Kündigungen im Rahmen seines Effizienzsteigerungsprogramms nicht aus. Anteile von Linde verloren daneben 0,8 Prozent. Der Technologiekonzern hat vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Auftrag zur Wasserstoff-Versorgung von dessen Brennkammerprüfständen am Standort Köln erhalten. Anteile von Wincor Nixdorf gaben im MDAX 2,4 Prozent ab. Der Anbieter von IT-Lösungen wurde von der italienischen Supermarktkette Sviluppo Discount damit beauftragt, Serviceleistungen für ihre derzeit mehr als 830 Kassensysteme in 250 Filialen im ganzen Land zu übernehmen. Bilfinger Berger verloren 0,7 Prozent. Mit der Übernahme des Industriedienstleisters Neo Structo gelingt dem Unternehmen ein erfolgreicher Einstieg in den indischen Markt. Die Aktie von STADA Arzneimittel führte schließlich den MDAX mit +2,2 Prozent an. Nach Ansicht des Vorstands waren die Vertriebsgesellschaften bei der 7. Ausschreibungsrunde der AOK für in Deutschland bundesweit geltende Rabattverträge für Arzneimittel sehr erfolgreich. Am Donnerstag zeigten die wichtigsten deutschen Indizes keine eindeutige Tendenz. Dabei belastete die Ratingabstufung Portugals. Der DAX verlor 0,54 Prozent auf 5.428,11 Punkte. Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs und nahm im dritten Quartal 2011 wieder etwas mehr Fahrt auf. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nach vorläufigen Berechnungen - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2011 und 0,8 Prozent im Vorjahresquartal. Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP um 2,5 Prozent, nach Zuwächsen von 3,0 Prozent im Vorquartal und 4,0 Prozent im Vorjahresquartal. Kalenderbereinigt belief sich der Anstieg auf 2,6 Prozent. Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich derweil im November 2011 nach Angaben des ifo Instituts verbessert. So erhöhte sich der Index leicht auf 106,6 Punkte, nach 106,4 Punkten im Vormonat und 113,6 Punkten im November 2010. Im Einzelnen verharrte der Teilindex der aktuellen Geschäftslage mit 116,7 Punkten auf dem Vormonatsniveau, während der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 97,0 auf nun 97,3 Punkte anzog. Gleichzeitig ist der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands im November 2011 gesunken. So verringerte sich der Index auf 15,1 Punkte, nach 17,4 Punkten im Vormonat und 23,4 Punkten im November 2010. Im Einzelnen schrumpfte der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 34,0 auf 29,0 Punkte, wogegen der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate bei 2,0 Punkten verharrte. Diverse Nachrichten gab es zu Volkswagen. Das Unternehmen ist erneut in den Blickpunkt der EU-Kommission geraten. Wie die Brüsseler Wettbewerbshüter am Donnerstag mitteilten, ziehen sie zum zweiten Mal gegen das umstrittene VW-Gesetz vor den Europäischen Gerichtshof. Dabei wird Deutschland der Verletzung des EU-Vertrags angeklagt, da der freie Kapitalverkehr in der EU behindert werde. Es droht eine millionenschwere Geldbuße. Zudem hat der japanische Automobil- und Motorradhersteller Suzuki Motor im Streit mit der Volkswagen den Weg zum Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) eingeschlagen. Damit soll erreicht werden, dass der Volkswagen den von ihm gehaltenen Suzuki-Anteil von rund 20 Prozent an den japanischen Konzern oder einen von diesem benannten Dritten verkauft. Volkswagen legten um 0,4 Prozent zu. Deutsche Telekom verschlechterten sich dagegen um 0,6 Prozent. Der Konzern will den geplanten Verkauf der US-Mobilfunktochter an den US-Konkurrenten AT&T trotz juristischer Probleme umsetzen, hat aber zunächst einen entsprechenden Antrag bei der Federal Communications Commission (FCC) zurückgenommen. Unternehmensangaben zufolge unternimmt man diesen formalen Schritt, um die Kräfte zu bündeln und die fortlaufenden Anstrengungen darauf zu fokussieren, zunächst die kartellrechtliche Genehmigung der Transaktion durch das Department of Justice zu erhalten. Im MDAX gaben Deutsche Wohnen um 1,2 Prozent nach, nachdem der Immobilienkonzern den Bezugspreis je neuer auf den Inhaber lautender Stammaktie im Rahmen der beschlossenen Barkapitalerhöhung auf 9,10 Euro festgesetzt hat. Im SDAX standen INDUS Holding mit einem Zugewinn von 6,1 Prozent im Blick. Die Beteiligungsgesellschaft liegt nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 weiter auf Rekordkurs. So wuchsen die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Prozent auf 826,7 Mio. Euro. Der Periodenüberschuss (Anteil der INDUS-Aktionäre) zog von 30,7 Mio. auf 51,4 Mio. Euro an. Vor dem Hintergrund anhaltender Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise tendierten die wichtigsten deutschen Aktienmärkte am Freitag bis zur Mittagszeit erneut im negativen Bereich. Der DAX verlor am Mittag 0,43 Prozent auf 5.404,82 Punkte. Im weiteren Verlauf konnte sich der DAX dann erholen und tendierte am Ende deutlich fester. Die deutschen Außenhandelspreise haben sich im Oktober 2011 erneut kräftig erhöht. Dies teilte das Statistische Bundesamt Destatis heute mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 6,8 Prozent, nach einem Plus von 6,9 Prozent im Vormonat und 9,2 Prozent im Oktober 2010. Auf Monatssicht fielen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent. Davor waren die Preise im September 2011 um 0,6 Prozent gestiegen und im Oktober 2010 um 0,2 Prozent zurückgegangen. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 3,0 Prozent zu, während sie im September um 2,9 Prozent und im Oktober 2010 um 4,3 Prozent geklettert waren. Im Vormonatsvergleich gaben die Ausfuhrpreise um 0,2 Prozent nach. Im September 2011 waren die Exportpreise stabil geblieben und im Oktober 2010 um 0,3 Prozent gesunken. Daimler will sein Stammwerk in Untertürkheim mit milliardenschweren Investitionen fit für die Zukunft machen. So sollen insgesamt mehr als 1,5 Mrd. Euro in Aus- und Umbauten sowie neue Fertigungstechnologien im Bereich der Achsen-, Getriebe- und Motorenproduktion - zum Beispiel für die neue Kompaktwagengeneration - fließen. Unterdessen wird sich der Vorstandschef des im MDAX notierten Kupferkonzerns Aurubis, Bernd Drouven, voraussichtlich mit einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Jahresergebnis verabschieden. Zahlen gab es schließlich aus dem SDAX von KWS SAAT. So wuchs der Umsatz des Saatzuchtunternehmens im ersten Quartal 2011/2012 um gut 30 Prozent auf 93,1 Mio. Euro, nach 71,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um fast 6 Prozent auf -22,6 Mio. Euro, nach zuvor -24,0 Mio. Euro.
In Anbetracht der Schuldenkrisen in Europa und den USA verzeichneten auch die wichtigsten europäischen Börsen am Montag einen sehr schwachen Start in die neue Handelswoche. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 3,42 Prozent auf 2.160,28 Punkte. Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im September 2011 mit einem Überschuss abgeschlossen. So belief sich der saisonbereinigte Aktivsaldo auf 0,5 Mrd. Euro, gegenüber einem Minus von 5,9 Mrd. Euro im August. In der wichtigsten Teilbilanz, der Handelsbilanz, stellte sich der Überschuss auf 1,9 Mrd. Euro, gegenüber einem Defizit von 0,9 Mrd. Euro im August. Daneben kletterte der Überschuss bei den Dienstleistungen auf 5,0 Mrd. Euro, nach 3,7 Mrd. Euro im Vormonat. Die französischen Frühindikatoren sind daneben im September 2011 erneut gesunken. So fielen die Frühindikatoren binnen Monatsfrist um 0,6 Prozent. Hierbei handelt es sich um den dritten Rückgang in Folge. Für August 2011 war ein Minus von 0,5 Prozent gemeldet worden. Italien wies nach Angaben der Statistikbehörde Istat beim Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union im Oktober 2011 ein kleineres Defizit aus. So schrumpfte der Passivsaldo der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 808 Mio. Euro, nach einem Defizit in Höhe von 1,65 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei zogen die Exporte auf Jahressicht um 8,4 Prozent auf 14,40 Mrd. Euro und die Importe um 1,9 Prozent auf 15,21 Mrd. Euro an. In Großbritannien gaben Lloyds Banking Group um 7 Prozent nach. Der Bankkonzern verlautbarte, dass Group CEO António Horta-Osório, der kürzlich eine krankheitsbedingte Auszeit angetreten hat, weiterhin gute Fortschritte bei seiner Genesung macht. Den Angaben zufolge wird David Roberts, ein Non-Executive Director seit dem 1. März 2010 und Chairman des Risk Committee, die Position des Group CEO interimsweise übernehmen, sollte Horta-Osório seine Aufgaben nicht wie geplant bis Jahresende wieder wahrnehmen können. In den Niederlanden ging es für Ahold um 1 Prozent nach unten. Der Einzelhandelskonzern will sein Wachstum beschleunigen. Dabei sollen sechs Säulen das Wachstum des Konzerns in bestehenden und neuen Märkten vorantreiben. Zu den sechs Säulen gehören die Kundenbindung, die Angebotsverbreiterung, die Erweiterung der geografischen Reichweite, ein neues Kostensenkungsprogramm, verantwortliches Retailing sowie der Fokus auf die Mitarbeiter. Am Dienstag ging es auch für die wichtigsten europäischen Börsen weiter nach unten. Neben der Schuldenkrise belasteten enttäuschende Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal die Stimmung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verabschiedete sich schließlich mit einem Verlust von 0,79 Prozent auf 2.143,16 Punkte in den Feierabend. Der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz hat sich im Oktober 2011 erhöht. Dies gab die Eidgenössische Zollverwaltung am Dienstag bekannt. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,15 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit größer aus wie im Vormonat mit 1,91 Mrd. CHF. Das Niveau des Vorjahresmonats wurde damit um 10,2 Prozent übertroffen. Hierbei kletterten die Exporte nominal um 1,5 Prozent auf 17,00 Mrd. CHF (real: +9,5 Prozent). Die Importe wuchsen binnen Jahresfrist nominal um 0,3 Prozent auf 14,85 Mrd. CHF (real: +3,6 Prozent). Swisscom legten um 0,3 Prozent zu. Die Telefongesellschaft verlautbarte, dass Swisscom IT Services die EFP Group und die Cirrus Group übernimmt und die beiden Unternehmen in den bestehenden Geschäftsbereich SAP Services integriert. Swisscom IT Services stärkt mit der Übernahme ihre Branchenkompetenz in der öffentlichen Verwaltung, in Industrie und Handel, im Transportwesen sowie bei der Energieversorgung. Im kommenden Jahr soll der Geschäftsbereich SAP Services einen Umsatz von über 120 Mio. Schweizer Franken (CHF) erwirtschaften. Unterdessen meldete ASSA ABLOY einen Zukauf. Der weltgrößte Anbieter von Schließ- und Schlosstechnik hat Metalind in Kroatien übernommen. Bei Metalind handelt es sich um einen Spezialisten für Brandschutz-, Flammschutz- und Feuerschutztüren. Das Unternehmen mit Sitz in Bjelvoar wurde 1996 gegründet und beschäftigt 120 Mitarbeiter. Für 2011 rechnet Metalind mit einem Umsatz von 9 Mio. Euro bei einer guten EBIT-Marge. Der Titel verteuerte sich um 0,5 Prozent. Am Mittwoch ging es an den europäischen Börsen dann weiter nach unten. Auf die Stimmung der Investoren drückte dabei unter anderem der Umstand, dass die Nachfrage nach neuen zehnjährigen Staatsanleihen aus Deutschland überraschend schwach ausfiel. Zudem sorgte die Schuldenkrise weiterhin für schlechte Stimmung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor am Ende 1,87 Prozent auf 2.096,79 Punkte. Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im September 2011 gesunken. Dies gab die EU-Statistikbehörde Eurostat heute bekannt. So verringerte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ17) auf Monatssicht um 6,4 Prozent, gegenüber einem Anstieg um 1,4 Prozent im August. In der gesamten EU27 schrumpfen die Auftragseingänge um 2,3 Prozent, während sie zuvor um 0,3 Prozent gefallen waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen die Auftragseingänge in der Eurozone um 1,6 Prozent und in der EU27 um 2,3 Prozent zu. Im August waren Zuwächse von 5,9 bzw. 6,0 Prozent erzielt worden. Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im November 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 95 Punkte, während Volkswirte ebenfalls mit einem Rückgang auf 95 Punkte gerechnet hatten. Im Vormonat war noch ein Indexstand von 97 Punkten ermittelt worden. Diverse Zahlenausweise gab es am Mittwoch noch aus Großbritannien. Aktien des Katalysatoren-Herstellers Johnson Matthey verloren 1,2 Prozent an Wert. Das Unternehmen hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres deutlich gesteigert. Dabei profitierte man von einem kräftigen Umsatzwachstum. Auch beim Ausblick auf das Gesamtjahr gab man sich zuversichtlich. So belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen in den sechs Monaten zum 30. September 2011 auf 149,4 Mio. GBP, nach 104,7 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 29 Prozent auf 5,90 Mrd. GBP zu. Compass Group gaben um 2,9 Prozent nach. Der weltgrößte Catering-Konzern hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert, was mit anhaltenden Effizienzverbesserungen und einem soliden Umsatzwachstum zusammenhängt. Die Dividende wurde um gut 10 Prozent angehoben. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Mio. GBP und einer Laufzeit von zwölf Monaten an. Daneben fielen Daily Mail and General Trust um 0,4 Prozent. Der Zeitungsverlag hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlich geringeren Gewinn erwirtschaftet, was mit höheren Sonderbelastungen zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch ein Ergebnisanstieg erzielt. United Utilities Group verschlechterten sich um 1,2 Prozent. Der Wasserversorger meldete, dass er seinen Gewinn aus dem laufenden Geschäft im ersten Halbjahr gesteigert hat, was mit Effizienzverbesserungen und einem soliden Umsatzwachstum zusammenhängt. Zudem wurde die Dividende erhöht. Am Donnerstag ging es dann noch weiter nach unten. Auslöser für den Rückgang war die erneute Absage von Eurobonds durch die deutsche Kanzlerin bei einem Treffen mit ihren Amtskollegen aus Frankreich und Italien. Weitere Impulse gab es keine, da die US-Börsen wegen des Feiertages "Thanksgiving" geschlossen blieben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor am Ende 0,31 Prozent auf 2.090,25 Punkte. Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2011 mit erhöhtem Tempo angewachsen. Dies hat National Statistics heute in seiner zweiten Schätzung bekannt gegeben. Gegenüber dem Vorquartal wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent. Damit wurde die vorläufige Schätzung bestätigt. Im zweiten Quartal war das BIP lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Das italienische Verbrauchervertrauen hat sich im November 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat überraschend verbessert. So kletterte der saisonbereinigte Stimmungs-Index der drittgrößten Volkswirtschaft des Euroraums auf 96,5 Punkte, nachdem er im Oktober nur bei revidierten 93,3 (vorläufig: 92,9) Punkten gelegen hatte. Dagegen hatten Volkswirte mit einem Rückgang auf 92,4 Punkte gerechnet. Die Ratingagentur Fitch hatte zudem Portugal auf Ramschniveau herabgestuft. So sinkt die Bonitätsnote von "BBB-" auf nur noch "BB+". Der Ausblick sei negativ, hieß es weiter. Zur Begründung verwies Fitch auf die hohen Verschuldung aller Sektoren und den schwachen konjunkturellen Ausblick. Zudem wird spekuliert, ob die 78 Mrd. Euro, die das angeschlagene Land aus dem europäischen Rettungsschirm erhalten hat, ausreichen. In Österreich ging es für Flughafen Wien um 2,6 Prozent nach unten. Der führende österreichische Flughafenbetreiber konnte in den ersten neun Monaten 2011 die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 435,3 Mio. Euro steigern. Gleichzeitig verzeichnete man ein Passagierwachstum von 7,5 Prozent auf 15.992.075 Passagiere. Im dritten Quartal 2011 angefallene Wertberichtigungen und Einmaleffekte von insgesamt rund 74 Mio. Euro belasten das Ergebnis des dritten Quartals 2011 negativ. In den ersten drei Quartalen kletterte das kumulierte EBITDA um 9,5 Prozent auf 158,2 Mio. Euro und das EBIT sank um 33,8 Prozent auf 63,0 Mio. Euro. Zudem schrumpfte das Periodenergebnis auf 20,2 Mio. Euro, nach zuvor 72,2 Mio. Euro. Am Freitag verschlechterte sich im europäischen Handel bis zur Mittagszeit der Dow Jones EURO STOXX 50 um 0,53 Prozent auf 2.079,20 Punkte. Die spanischen Erzeugerpreise haben sich im Oktober 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE mit vermindertem Tempo erhöht. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 6,5 Prozent, nachdem sie im September noch bei 7,1 Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht blieben die Preise auf Produzentenebene unverändert, gegenüber einer Preissteigerung um 0,2 Prozent im September. Der Umsatz des italienischen Einzelhandels hat sich unterdessen im September 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat reduziert. Auf Monatssicht gingen die Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent zurück. Davor waren sie im August um 0,1 Prozent geschrumpft. Zudem fielen die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent. Die Verbraucherstimmung in Frankreich hat sich derweil im November 2011 nach Angaben der französischen Statistikbehörde Insee verschlechtert. So verringerte sich der saisonbereinigte Index des Verbrauchervertrauens auf 79 Zähler. Für Oktober war ein Indexwert von 82 Punkten verbucht worden. Carrefour hat schließlich Gerüchte über einen möglicherweise bevorstehenden Wechsel an der Konzernspitze dementiert. In einer offiziellen Pressemitteilung des Board of Directors wurden alle Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Ablösung des CEO Lars Olofsson formal als falsch zurückgewiesen.
Zum Start in die neue Handelswoche gab es am Montag auch in Asien rote Vorzeichen. Verhalten ausgefallene Konjunkturdaten zwangen dabei die japanischen Aktienmärkte in die Knie. Der Nikkei-Index verschlechterte sich um 0,32 Prozent auf 8.348,27 Zähler. Im Blickfeld der Investoren standen dabei diverse Konjunkturdaten. Die Handelsbilanz Japans hat im Oktober 2011 nach Angaben des Finanzministeriums mit einem Defizit geschlossen. So belief sich der Passivsaldo auf 273,8 Mrd. Japanische Yen (JPY). Im Vormonat war hingegen ein Überschuss von revidiert 296,2 (vorläufig: 300,4) Mrd. JPY ausgewiesen worden. Hierbei verringerten sich die Exporte binnen Jahresfrist um 3,7 Prozent auf 5,51 Bio. JPY, wogegen die Importe um 17,9 Prozent auf 5,79 Bio. JPY zulegten. Daneben ist der Index der Frühindikatoren in Japan im September 2011 gesunken. Die vorläufigen Angaben wurden heute vom Kabinettsbüro leicht nach unten revidiert. So gab der Index auf 91,5 Punkte ab, während vorläufig ein Indexstand von 91,6 Punkten veröffentlicht worden war. Im August hatte der Index noch bei 93,8 Punkten gelegen. Schließlich hat sich die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan im September 2011 erneut reduziert. Dies gab das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie heute bekannt. Im Vormonatsvergleich schrumpfte der All-Industry-Index saisonbereinigt um 0,9 Prozent, während für August 2011 ein Rückgang um 0,3 Prozent ausgewiesen worden war. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab der Index um 0,8 Prozent nach, gegenüber einem Plus von 0,2 Prozent im August. Am Dienstag konnten sich die asiatischen Märkte dann mehrheitlich von ihren Vortagesverlusten erholen. Der Nikkei-Index gab allerdings um 0,40 Prozent auf 8.314,74 Stellen nach. Bei den Einzelwerten fuhren Toyota Motor um 0,1 Prozent vor. Der Konzern hat die Produktion von drei Fabriken im Raum Bangkok wieder aufgenommen. Ferner will das Unternehmen im Jahr 2012 in China mehr als eine Million Fahrzeuge verkaufen. Daneben legten Honda um 2 Prozent zu, während es für Nissan um 1,8 Prozent nach oben ging. Die Lage am taiwanesischen Arbeitsmarkt hat sich im Oktober 2011 leicht verschlechtert. Wie die Statistikbehörde am Dienstag mitteilte, erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenrate auf 4,3 Prozent. Davor hatte sie im Vormonat bei 4,27 Prozent und im Vorjahresmonat bei 4,96 Prozent gelegen. Ferner lag die Zahl der Beschäftigten mit 10,8 Millionen nahezu unverändert auf dem Niveau des Vormonats. An den chinesischen Aktienmärkten war keine einheitliche Tendenz auszumachen. Einerseits drückten Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung auf die Stimmung der Investoren. Gleichzeitig sorgten aber Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik für Unterstützung. Der Solarzellenhersteller Suntech Power Holdings musste im dritten Quartal einen Verlust ausweisen. Zudem wurde der Umsatzausblick für das Gesamtjahr erneut nach unten korrigiert. Dabei hatte man im Berichtszeitraum unter sinkenden Preisen für Solarzellen zu leiden. Am Mittwoch blieben die Börsen in Japan dann feiertagsbedingt geschlossen. An den übrigen asiatischen Märkten waren rote Vorzeichen auszumachen. In China drückten Konjunktursorgen und ein schwach ausgefallener Einkaufsmanagerindex auf die Stimmung der Anleger. Die Verbraucherpreise im Insel- und Stadtstaat Singapur sind im Oktober 2011 mit abgebremstem Tempo angewachsen. Wie das Statistikamt heute bekannt gab, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 Prozent, nach einer Inflationsrate von 5,5 Prozent im September. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Verbraucherpreise im Tigerstaat um 0,4 Prozent an. Die taiwanesische Industrieproduktion ist im Oktober 2011 nach Regierungsangaben mit abgebremstem Tempo angewachsen. So kletterte der Output der Industrie gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,41 Prozent. Im Vormonat war ein Plus von 1,84 Prozent ausgewiesen worden. Binnen Monatsfrist legte die Industrieproduktion in dem Tigerstaat um 2,52 Prozent zu, gegenüber einem Rückgang um 2,32 Prozent im September. Am Donnerstag ging es an den wichtigsten asiatischen Märkten mehrheitlich nach oben. Aus Japan wurden allerdings rote Vorzeichen gemeldet, nachdem am Vortag hier feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde. Auf die Stimmung der Investoren drückte dabei die Angst vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise. Der Nikkei-Index ging mit einem Abschlag von 1,80 Prozent bei 8.165,18 Stellen aus dem Handel. Suzuki Motor fuhren gegen den insgesamt negativen Trend um 0,9 Prozent vor. Der Automobil- und Motorradhersteller hat im Streit mit Volkswagen den Weg zum Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) eingeschlagen. Wie es heißt, soll damit erreicht werden, dass der deutsche Autobauer den von ihm gehaltenen Suzuki-Anteil von rund 20 Prozent an den japanischen Konzern oder einen von diesem benannten Dritten verkauft. Die beiden Partner werfen sich gegenseitig die Verletzungen des im Dezember 2009 geschlossenen Kooperationsvertrages vor. Samsung setzt indes Halbleiterlösungen für Powermanagement und Audio von Dialog Semiconductor in seine Android basierten Smartphones ein. So hat Dialog Semiconductor mit der Lieferung einer integrierten Powermanagement- und Low-Power-Audio-Lösung an Samsung begonnen. Erstmalig wird die System-in-Package (SIP) Lösung im TD-SCDMA Smartphone S-5368 eingesetzt. Samsung verbesserten sich um 0,9 Prozent. Auch Freitag ging es an den asiatischen Börsen mehrheitlich nach unten. Da in den USA am Donnerstag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, verlief am Freitag der Handel an den japanischen Aktienmärkten mangels neuer Impulse ruhig. Der Nikkei-Index ging mit einem minimalen Abschlag von 0,06 Prozent auf 8.160,01 Punkten ins Wochenende. Die japanischen Verbraucherpreise haben sich im Oktober nach Regierungsangaben reduziert. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpften die Verbraucherpreise in der Kernrate (bereinigt um frische Nahrungsmittel) im Oktober um 0,1 Prozent. Dagegen waren sie im Vormonat um 0,2 Prozent angestiegen. Im Großraum Tokio lagen die Lebenshaltungskosten (Kernrate) für November um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, nachdem hier im Vormonat Oktober ein Rückgang um 0,4 Prozent ausgewiesen worden war. Bei den Einzelwerten verschlechterten sich Panasonic um 0,1 Prozent. Der Hersteller von Konsumelektronik will seine Produktionskapazitäten im Solartechnik-Segment ausbauen. So wird man im Dezember dieses Jahres ein neues Tochterunternehmen in Malaysia gründen. Die Panasonic Energy Malaysia Sdn. Bhd. wird dabei ein vertikal-integriertes Solartechnikwerk betreiben, das die gesamte Produktpalette von Solarwafern bis hin zu Solarzellen und Solarmodulen abdecken soll. Insgesamt will der Elektronikkonzern rund 45 Mrd. Japanische Yen (JPY) in das neue Werk investieren. Der Produktionsbeginn ist für Dezember 2012 vorgesehen. Unterdessen fuhren Toyota um 1,6 Prozent vor. Der Automobilhersteller will in seine Werke in Großbritannien und der Türkei investieren. Die philippinischen Einfuhren haben sich im September 2011 nach Angaben des nationalen Statistikamtes mit beschleunigtem Tempo erhöht. So kletterten die Importe binnen Jahresfrist um 11,7 Prozent. Davor war im August 2011 ein Plus von 10,4 Prozent und im September 2010 eine Steigerung um 25,3 Prozent ausgewiesen worden. Im Vormonatsvergleich zogen die Einfuhren um 4,3 Prozent an, gegenüber einem Rückgang um 1,5 Prozent im August. Die Industrieproduktion in Singapur ist schließlich im Oktober 2011 deutlich angewachsen. Im Vorjahresvergleich kletterte der Output um 24,4 Prozent. Davor war im September ein Plus von 11,3 Prozent gemeldet worden. Im Vergleich zum Vormonat zog die Industrieproduktion um 14,2 Prozent an, wogegen im September einen Rückgang von 1,5 Prozent ermittelt worden war.
Am Montag drückte die US-Schuldenkrise auf die Stimmung der Investoren an der Wall Street. Offenbar waren die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über die Eindämmung der Staatverschuldung gescheitert. Zudem belasteten auch die Euro-Krise und die Sorgen um eine Herabstufung Frankreichs. Der Dow Jones verschlechterte sich um 2,11 Prozent auf 11.547,31 Punkte. Auf der Konjunkturseite ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für Oktober 2011 einen Zuwachs beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Wie mitgeteilt wurde, hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -0,13 Punkte verbessert, nachdem für September ein Wert von revidiert -0,20 Punkten ausgewiesen worden war. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Oktober 2011 gestiegen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent auf 4,97 Millionen. Volkswirte hatten hingegen mit einer Abnahme auf 4,85 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im September auf 4,90 Millionen belaufen hatte. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei der Verkaufszahl bestehender Häuser ein Plus von 13,5 Prozent ausgewiesen. Auf der Unternehmensseite stehen drei Übernahmen im Blickpunkt der Anleger. Einerseits meldete das Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences, dass es Pharmasset, einen Entwickler oraler Therapeutika zur Behandlung von Hepatitis C, für rund 11 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Während Gilead rund 9,1 Prozent leichter tendierten, schossen Pharmasset um fast 85 Prozent nach oben. Zudem teilte der Versicherungskonzern Alleghany mit, dass er mit dem Rückversicherer Transatlantic Holdings einen Zusammenschluss vereinbart hat. Im Rahmen der Transaktion erhalten Transatlantic-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine insgesamt 59,79 US-Dollar in Form von Aktien und Bargeld. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich damit auf rund 3,4 Mrd. US-Dollar. Anteilsscheine von Alleghany büßten gut 6,7 Prozent ein, Titel von Transatlantic Holdings rückten dagegen um knapp 0,9 Prozent vor. Der Baukonzern Toll Brothers wird unterdessen die CamWest Development LLC, eine der größten privaten Baugesellschaften im pazifischen Nordwesten der USA, übernehmen. Die Aktie von Toll Brothers gewann 0,4 Prozent. Der Nahrungsmittelkonzern Tyson Foods musste im vierten Geschäftsquartal trotz eines Rekordumsatzes einen kräftigen Ergebnisrückgang verbuchen. Hierfür waren höhere Einkaufspreise verantwortlich. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Die Aktie legte trotzdem leicht zu. Nach Börsenschluss veröffentlichte zudem noch Hewlett-Packard seine Quartalsbilanz. Der IT-Konzern konnte im vierten Fiskalquartal 2010/11 die Gewinnerwartungen auf bereinigter Ebene klar übertreffen. Der Umsatz fiel daneben leicht oberhalb der Erwartungen aus. Der Ausblick enttäuschte allerdings. Der Umsatz belief sich auf 32,1 Mrd. Mrd. US-Dollar, nach 33,3 Mrd. US-Dollar im Vergleichszeitraum. Analysten hatten zuvor Umsätze von 32,05 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Nettogewinn wurde mit 239 Mio. US-Dollar bzw. 12 Cents je Aktie angegeben, nach 2,54 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EPS wiederum wurde auf 1,17 US-Dollar, nach 1,33 US-Dollar im Vorjahr, beziffert. Analysten hatten hier ein EPS von 1,13 US-Dollar erwartet. Das Unternehmen erwartet für das erste Fiskalquartal 2011/12 ein bereinigtes EPS von 83 bis 86 Cents. Analysten erwarten hier Umsätze von 31,41 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 1,11 US-Dollar. Brocade Communications Systems legte ebenfalls am Montag nach Börsenschluss Zahlen vor. Demnach musste im vierten Fiskalquartal 2010/11 aufgrund von Steuereffekten ein Verlust ausgewiesen werden, wobei die Erwartungen auf bereinigter Basis geschlagen werden konnten. Auch der Umsatz fiel oberhalb der Erwartungen aus. Am Dienstag belasteten neben der Schuldenkrise auch enttäuschende Daten zur US-Wirtschaftsleistung den Handel an der Wall Street. Die Veröffentlichung der Fed Minutes hatte dagegen kaum einen Einfluss auf die Kurse. Die US-Indizes gingen nach ruhigem Handel mit leichten Einbußen in den Feierabend. Der Dow Jones verschlechterte sich um 0,46 Prozent auf 11.473,72 Punkte. Die US-Wirtschaftsleistung ist im dritten Quartal 2011 mit beschleunigtem Tempo angewachsen. Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die das US-Handelsministerium am Dienstag vorlegte. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um revidiert 2,0 Prozent (vorläufig: +2,5 Prozent), während Volkswirte einen Anstieg um 2,5 Prozent prognostiziert hatten. Im Vorquartal hatte sich das BIP der USA lediglich um 1,3 Prozent erhöht. Außerdem hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Abend das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 1. und 2. November 2011 veröffentlicht. Dabei waren die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in den USA gesenkt worden. Wie aus den Protokollen, den sogenannten Fed Minutes, hervorgeht, zeigten sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses bei ihren Beratungen besorgt um die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA. So bestünde die Gefahr, dass eine Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise auch negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben könne. Aber ohne solche zusätzliche Belastungsfaktoren rechnen die FOMC-Mitglieder in den nächsten Quartalen nur mit einem moderaten Wachstum. Für Campbell Soup ging es um 5,3 Prozent nach unten. Der Nahrungsmittelkonzern konnte im ersten Fiskalquartal 2011/12 das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Auch der Umsatz war leicht rückläufig. Allerdings wurden die Erwartungen der Analysten gewinnseitig geschlagen, während man beim Umsatz enttäuschte. Hormel Foods schlossen praktisch unverändert. Der Nahrungsmittelhersteller musste im vierten Quartal trotz eines Umsatzwachstums einen leichten Gewinnrückgang ausweisen. Zurückzuführen war dies auf ein schwächeres operatives Gesamtergebnis der Segmente. Die Erwartungen wurden allerdings geschlagen. Zudem wurde ein starker Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben. Für eine positive Überraschung sorgte Medtronic. Der Medizintechnikhersteller hat seinen Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums deutlich verbessert. Dabei hatte das Vorjahresergebnis unter Sonderbelastungen zu leiden. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Zudem wurde der Jahresausblick bestätigt. Der Titel kletterte um 4,5 Prozent. Für Aufsehen sorgt ferner ein Pressebericht zur Bank of America. Wie es heißt, wurde die Bankgesellschaft gewarnt, sie müsse Schritte zur Stärkung ihrer Bilanz unternehmen, sonst würden ihr Zwangsmaßnahmen drohen. So hätten Regulierungsbehörden dem Board des Kreditinstituts, das seit Mai 2009 im Rahmen eines Memorandum of Understanding operiert, verständlich gemacht, dass sie weitere Fortschritte in den Bereichen Governance, Risk und Liquidity Management erwarten. Sollte die Bank dieser informellen Aufforderung nicht nachkommen, könnte sie sich den Angaben zufolge mit staatlichen Durchsetzungsmaßnahmen konfrontiert sehen. Das Papier verbilligte sich um 2,2 Prozent. Pfizer wird Excaliard Pharmaceuticals übernehmen. Bei Excaliard handelt es sich um ein 2007 gegründetes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger Medikamente zur Behandlung von Hautfibrose (Narbenbildung der Haut) spezialisiert hat. Die Pfizer-Aktie verlor 0,3 Prozent. Am Mittwoch zeigten sich nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten auch die wichtigsten US-Indizes in rot. Der Dow Jones verschlechterte sich um 2,05 Prozent auf 11.257,55 Punkte. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 19. November 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 2.000 auf 393.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 391.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 388.000 auf 391.000 nach oben korrigiert. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich derweil im November 2011 laut Universität Michigan gegenüber dem Vormonat verbessert. So wuchs der Gesamtindex auf revidiert 64,1 Punkte (vorläufig: 64,2 Punkte), nachdem im Vormonat noch ein Stand von 60,9 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 64,2 Punkten ausgegangen. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte ferner für die Woche zum 18. November 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 1,2 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Minus von 10,0 Prozent gemeldet worden. Unterdessen ist der Auftragseingang langlebiger Güter im Oktober 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums erneut gesunken. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 0,7 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Abnahme um 0,9 Prozent prognostiziert hatten. Derweil sind die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im Oktober angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von 0,1 Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,1 Prozent an, während sie im Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,3 Prozent bei den Einkommen und 0,3 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert. Unternehmensseitig stand am Mittwoch der Zahlenausweis von Deere im Mittelpunkt des Interesses der Investoren. Der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen hat im vierten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums einen deutlich höheren Gewinn erzielt. Dabei profitierte der Konzern von einer kräftigen Nachfrage nach seinen Produkten. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Die Aktie verteuerte sich um 3,9 Prozent. Western Digital kann die Festplatten-Sparte des japanischen Technologiekonzerns Hitachi übernehmen, muss jedoch Auflagen erfüllen. Die Aktie von Western Digital gab daraufhin um 0,7 Prozent nach. Am Donnerstag wurde in den USA wegen des Feiertages "Thanks Giving" nicht gehandelt. Am Freitag ging es an der Wall Street kurz nach Handelsstart in einem nachrichtenarmen Umfeld deutlicher nach oben. Der Fokus der Investoren richtete sich im frühen Handel vor allem auch auf Yahoo!. Der Internetkonzern steht möglicherweise vor einer Übernahme durch den Software-Riesen Microsoft. Einem Pressebericht zufolge, der sich auf eine mit der Situation vertraute Person beruft, hätten beide Konzerne ein Vertraulichkeits-Abkommen unterzeichnet, das Microsoft den Zugang zu vertraulichen Finanzdaten des Internet-Konzerns gewährt. Damit erhöht sich laut dem Bericht die Zahl der Kaufinteressenten für Yahoo!, zumal auch die beiden Finanzinvestoren Silver Lake Partners und TPG Capital nach Angaben der Zeitung Interesse an einer Übernahme von Yahoo! signalisiert hätten.
Nach dem Ende der eigentlichen Berichtssaison stehen in der kommenden Woche nur noch wenige wichtige Quartalsbilanzen zur Veröffentlichung an. Unter anderem werden Zahlen von C.A.T. Oil, China Specialty Glass, Fifth Street Finance, Tiffany & Co, American Eagle Outfitters, Demag Cranes, Finisar, GSW Immobilien, Johnson Outdoors, Sage Group, STRABAG, Barnes & Noble, Big Lots, Talbots, Bank of Nova Scotia, Blyth und Royal Bank of Canada erwartet.
Konjunkturseitig stehen am Montag in Deutschland die Verbraucherpreise und die GfK-Konsumklimastudie für November an. Aus den USA werden zudem die Verkäufe neuer Häuser bekannt gegeben. Es folgen am Dienstag in den USA der Case Shiller Hauspreisindex und der FHFA Hauspreisindex für September sowie das Verbrauchervertrauen für November. Am Mittwoch stehen in Deutschland das DIW- Konjunkturbarometer sowie die Arbeitsmarktstatistik und die Außenhandelspreise für Oktober an. In den USA werden die wöchentlichen Hypothekenanträge, der Arbeitsmarktbericht für November, der Chicago Einkaufsmanagerindex für November und die anstehenden Hausverkäufe für September gemeldet. Am Donnerstag folgt in Deutschland der Einkaufsmanagerindex für November. In den USA stehen dann die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Bauausgaben für Oktober, die Ladenkettenumsätze für November sowie der ISM Einkaufsmanagerindex für November zur Veröffentlichung an. Zu guter Letzt werden am Freitag in Deutschland die Einzelhandelsumsätze für Oktober und in den USA die Arbeitsmarktdaten für November bekannt gegeben.
Indexstände: (25.11.2011, 18.00 Uhr): DAX: 5.492,87TecDAX: 653,47 Dow Jones STOXX 50: 2.136,27 Nikkei 225: 8.160,01 Dow Jones:11.292,56: Nasdaq Composite: 2456,92 (25.11.2011/ac/n/m)
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