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SMI: Deutliche Verluste, Swiss Re brechen zweistellig ein


05.02.2009
aktiencheck.de

Zürich (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee und deutlichen Verlusten im Finanzsektor hat der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag mit kräftigen Verlusten zu kämpfen. Der Swiss Market Index (SMI) sackt zur Stunde um 1,85 Prozent ab und notiert bei 5.129,01 Punkten. Der Swiss Leader Index (SLI) büßt daneben 1,82 Prozent ein auf 737,67 Zähler. Die Wall Street hat am Vorabend nach einem hoffnungsvollen Auftakt schwächer geschlossen. Der Dow Jones verlor dabei 1,5 Prozent. In Tokio war die Stimmung der Anleger heute nicht viel besser.

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re hat im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust verbucht. Wie der Konzern heute erklärte, geht er nach vorläufigen Berechnungen inzwischen von einem Jahresfehlbetrag von rund 1,0 Mrd. Schweizer Franken (CHF) aus. Ursache seien Bewertungsverluste von Finanzanlagen. Das Kerngeschäft sei jedoch gut gelaufen. Um die Kapitalbasis zu stärken, will nun der US-Investor Warren Buffet 3 Mrd. CHF zuschießen. Zudem ist eine Kapitalerhöhung um bis zu 2 Mrd. CHF geplant. Die Aktie brach daraufhin in der Spitze um knapp 18 Prozent ein. Aktuell ist noch ein Minus von fast 12 Prozent auszumachen.


Wie der Versicherungskonzern Zurich Financial heute bekannt gab, hat er im Geschäftsjahr 2008 einen deutlich geringeren Gewinn erzielt. Die Gruppe konnte jedoch robuste Ergebnisse in allen zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensbereichen erzielen und eine positive Anlagerendite erwirtschaften. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf gut 3 Mrd. Dollar. Die Bruttoprämien und Policengebühren im Schadenversicherungsgeschäft stiegen um 4 Prozent. Der Titel gibt mehr als 3 Prozent ab.

Für die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse geht es um 4,5 bzw. um 5,2 Prozent nach unten. Außerhalb des Finanzsektors stechen insbesondere Holcim mit -2,7 Prozent und Nestlé mit -2,1 Prozent hervor. Hier belastet eine Meldung aus dem Ausland. So konnte der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich steigern. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheiten gab der Konzern für 2009 keinen Ausblick. Auch die Ziele für 2010 wurden vor diesem Hintergrund nicht bestätigt.

Die beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis halten sich mit Abschlägen von 1,0 bzw. 0,2 Prozent besser als der Gesamtmarkt. An der Indexspitze legen Richemont 1,3 Prozent zu, gefolgt von Adecco und Swisscom.

Im breiten Markt gewinnen Micronas rund 27 Prozent. Der Chip-Hersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz gesunkener Erlöse seinen Verlust zurückfahren können. Zudem wurde der Abbau von 800 bis 900 Stellen beschlossen. (05.02.2009/ac/n/m)



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