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Börsen in Europa-Schluss: Freundlicher Handel, Hilton im Fokus 29.12.2005
aktiencheck.de
Die europäischen Leitbörsen gingen am Donnerstagabend mit deutlich positiven Vorzeichen aus dem Handel. Trotz der ruhigen US-Börsen konnten Europas Börsen ihre Zugewinne bis Handelsende halten. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich ausnahmslos freundlich, die Londoner Börse markierte sogar ein neues Viereinhalb-Jahreshoch, während der österreichische ATX auf ein neues Allzeit-Hoch klettert.
Im Fokus stand heute der Verkauf der Hotelimmobilien von der Hilton Group an Hilton Hotels. Die milliardenschwere Übernahme zog jedoch vor allem den Kurs des US-Konzerns Hilton Hotels nach oben, während der Kurs der britischen Hilton Group nur leicht zulegte.
Die Aktien von Veolia gingen 0,6 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen laut Presseangaben beabsichtigt, sich von seiner Beteiligung an der britischen Southern Water zu trennen. Arcelor tendierten unverändert. Einem Pressebericht zufolge sucht der Stahlkonzern einen Partner für die geplante Übernahme des kanadischen Mitbewerbers Dofasco.
In Zürich verteuerten sich die Papiere von Novartis um rund 1 Prozent. Der Pharmakonzern hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine erweiterte Marktzulassung für sein Brustkrebs-Medikament Femara erhalten.
Indexschlussstände:
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.616,33 (+0,31 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.370,84 (+0,61 Prozent)
EURONEXT 100: 818,37 (+0,35 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Hilton Hotels Corp. (ISIN US4328481092 / WKN 853218) hat sich auf die Übernahme eines milliardenschweren Immobilienportfolios der britischen Hilton Group plc. (ISIN GB0005002547 / WKN 856920) verständigt. Wie der amerikanische Hotelkonzern heute bekannt gab, liegt der Kaufpreis für die Immobilien der gleichnamigen britischen Hotelkette bei insgesamt 3,3 Mrd. Britischen Pfund (GBP) in bar. Im Rahmen der Transaktion gehen insgesamt 40 Hotelimmobilien und 200 geleaste Immobilienobjekte in den Besitz der Hilton Hotels Corp. sowie die exklusive Marke "Conrad Hotels" in den Besitz der Hilton Hotels Corp. über. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden und soll im ersten Quartal 2006 abgeschlossen werden. Dem britischen Konzern bleibt nach Abschluss der Transaktion seine Glücksspiel-Sparte Ladbrokes, der weltgrößten Wettbürokette. Beide Konzerne hatten bereits seit mehreren Monaten über entsprechende Vereinbarungen verhandelt. Der Hilton-Konzern war 1964 in die US-Gesellschaft, die sämtliche Hotels in den USA betreiben sollte, und in das britische Unternehmen, das die Marke außerhalb der Vereinigten Staaten betreiben sollte, aufgeteilt worden. Beide Unternehmen arbeiten heute im Rahmen einer Allianz u.a. bei Marketing und Reservierung zusammen. Alleine Hilton Hotels verfügt über mehr als 2.300 Hotels.
Der in Luxemburg ansässige Stahlkonzern Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948 / WKN 529385) ist Presseangaben zufolge bereit, einen Partner für die Übernahme des kanadischen Stahlkochers Dofasco Inc. (ISIN CA2569007057 / WKN 869794) zu verpflichten. Wie die Tageszeitung "DIE WELT" heute berichtet, hat Arcelor in einem Kommuniqué erklärt, "offen für Schritte des Verwaltungsrates von Dofasco oder einer anderen Partei zu sein, die darauf abzielen, die Akquisition umzusetzen." Beobachter schließen daraus, dass Arcelor das Management von Dofasco damit einlädt, einen dritten Partner mit in die Übernahmeverhandlungen mit einzubeziehen. Dabei wird auch eine Allianz mit dem Wettbewerber ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) nicht ausgeschlossen, hieß es weiter. Arcelor hatte zuvor im laufenden Bieterwettstreit um den kanadischen Konkurrenten eine Offerte von ThyssenKrupp in Höhe von 61,50 Kanadischen Dollar (CAD) je Dofasco-Aktie mit einem Gebot von 63,00 CAD je Aktie überboten. Derzeit steht noch nicht fest, ob ThyssenKrupp sein Angebot für Dofasco noch einmal nachbessern wird.
Der luxemburgische Stahlkonzern Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948 / WKN 529385) ist Presseangaben zufolge in Zusammenhang mit einer Beteiligung an dem türkischen Wettbewerber Erdemir zum Zug gekommen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, tritt der Pensionsfonds der türkischen Streitkräfte als neuer Eigentümer des größten türkischen Stahlkochers Anteile an Arcelor ab. Der Sieger im Bieterwettbewerb um den größten türkischen Stahlproduzenten, der türkische Oyak-Konzern, verkaufte Arcelor einen 41-prozentigen Anteil an der für die Übernahme von Erdemir gegründeten Ataer Holding, berichtet die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf eine Mitteilung der türkischen Privatisierungsbehörde. Arcelor ist damit indirekt an Erdemir beteiligt. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Oyak, der Pensionsfonds der türkischen Streitkräfte, hatte im Oktober mit seinem Angebot von 2,77 Mrd. Dollar den Zuschlag für die zum Verkauf stehenden 46,12 Prozent an Erdemir erhalten. Andere Kaufinteressenten wie Mittal Steel Company N.V. (ISIN NL0000361939 / WKN 908621) oder Arcelor waren zunächst bei der Auktion um Erdemir nicht zum Zug gekommen.
Die französische Veolia Environnement S.A. (ISIN FR0000124141 / WKN 501451) will sich Presseangaben zufolge von ihre Beteiligung an der britischen Southern Water trennen. Wie die "Financial Times" heute berichtet, hat der französische Umweltservice-Dienstleister bereits die Investmentbank NM Rothschild mit der Suche nach einem Käufer für die 25-prozentige Beteiligung beauftragt. Bei der Southern Water handelt es sich um einen britischen Anbieter von Entsorgungsdienstleistungen, wobei die Vermögenswerte auf rund 2,3 Mrd. Britische Pfund beziffert werden.
Die schweizerische Novartis AG (ISIN CH0012005267 / WKN 904278), der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa, hat von der Gesundheitsbehörde FDA eine erweiterte Marktzulassung für ihr Brustkrebs-Medikament Femara (Letrozole) erhalten. Unternehmensangaben vom Mittwoch zufolge kann das Präparat damit als postoperative Ersttherapie bei Frauen in der Postmenopause, die an hormonrezeptorpositivem Brustkrebs im Frühstadium leiden (adjuvante Therapie), eingesetzt werden. Bisher war sein Einsatz nur bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium oder nach einer Operation und fünfjähriger Anwendung des Standardmittels Tamoxifen erlaubt. Daten einer Phase-III-Studie haben gezeigt, dass Femara das Risiko eines wiederkehrenden Krebses im Vergleich zu Tamoxifen bei zusätzlichen 21 Prozent der Patientinnen vermindert. Zudem reduziere Femara das Risiko von Ablegern (Metastasen) bei zusätzlichen 27 Prozent im Vergleich zu Tamoxifen.
Die AvW Invest AG (ISIN AT0000930409 / WKN 892661) hat sich an zwei weiteren börsennotierten Unternehmen beteiligt. Wie der österreichische Finanzdienstleister heute bekannt gab, erwirbt die Gesellschaft rund 1 Prozent an der in Hong Kong notierenden Pine Technology, einem Technologieunternehmen für Computerkomponenten. Pine Technology erzielte im Fiskaljahr 2004/05 einen Umsatz von 264 Mio. Dollar. Des Weiteren beteiligt sich die AvW Gruppe mit rund 2 Prozent am deutschen High-Tech-Unternehmen euromicron AG (ISIN DE0005660005 / WKN 566000). Des Weiteren hat die AvW Invest als langfristiges Rohstoffinvestment 100 Kilogramm in Goldbarren erworben. AvW Vorstandsvorsitzender Wolfgang Auer von Welsbach sieht im kommenden Jahr insbesondere bei Wachstumsunternehmen im High-Tech-Bereich überdurchschnittliche starke Entwicklungen. "Wir gehen davon aus, dass solche Unternehmen eine bessere Performance als der Gesamtmarkt erzielen." Außerdem gab der Konzern bekannt, dass die Vorstandsverträge des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Auer von Welsbach und der beiden Vorstände Maria Auer von Welsbach und Johann Linz bis Ende November 2011 verlängert worden sind.
Die Telecom Italia S.p.A. (ISIN IT0003497168 / WKN 120470) hat sich im Rahmen des zuvor angekündigten Deinvestitionsprogramms von einem Immobilieportfolio getrennt. Wie die Telefongesellschaft heute bekannt gab, wurde eine erste Tranche mit insgesamt 561 Immobilien an den geschlossenen Immobilienfonds Raissa veräußert. Teile dieses Immobilienfonds wurden wiederum an eine Gruppe von institutionellen Investoren unter der Führung von Morgan Stanley Real Estate Funds verkauft. Das Gesamtvolumen der Transaktion wurde auf 486 Mio. Euro beziffert, wobei Tlecom Italia in diesem Zusammenhang einen Bruttogewinn von 182 Mio. Euro ausweisen wird. Des Weiteren verringern sich die Konzernverbindlichkeiten der Telecom Italia durch den Verkauf des Immobilienportfolios um rund 276 Mio. Euro vor Steuern. Im vergangenen Monat hatte der Konzern ein Desinvestitionsprogramm verabschiedet, welches den Verkauf von Immobilien im Gesamtwert von rund 1 Mrd. Euro vorsieht.
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