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Presse: Thales derzeit mit bestem Angebot für Übernahme von Atlas 17.08.2005
aktiencheck.de
Das französische Rüstungselektronikkonzern Thales S.A. (SIN FR0000121329/ WKN 850842) hat nach Informationen der "WirtschaftsWoche" das beste Angebot zur Übernahme der Bremer Atlas Elektronik abgegeben. Atlas ist einer der weltweit führenden Ausrüster von U-Booten mit Führungs-, Sonar-, Torpedo- und Minenabwehrsystemen und wird derzeit von der Deutsche Bank AG im Auftrag des britischen Mutterkonzerns BAE Systems plc (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) verkauft.
"Ihr Angebot ist sehr attraktiv", sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Karl-Heinz Lichter dem Magazin. Laut "WirtschaftsWoche" soll Thales nicht nur das höchste Angebot abgegeben haben, sondern leistet offenbar auch wirksame Lobbyarbeit und hat dafür den ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Klaus Neumann, in den Aufsichtsrat berufen. Neben Thales haben nach Informationen der "WirtschaftsWoche" der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190 / WKN 938914), die italienische Finmeccanica S.p.A. (ISIN IT0003856405 / WKN A0ETQX), die schwedische Saab AB (ISIN SE0000112385 / WKN 914879), der US-Rüstungskonzern L-3 Communications Holdings Inc. (ISIN US5024241045 / WKN 914398), das Bremer Telematik- und Raumfahrtunternehmen OHB Technology AG (ISIN DE0005936124 / WKN 593612) und die ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001/ WKN750000) Angebote abgegeben.
Thales-Konkurrent DCN aus Frankreich hat dagegen auf eine Offerte verzichtet und den Vertrag mit seinem Chef-Lobbyisten Friedrich Hennemann gekündigt. Hennemann, früherer Chef der Atlas-Muttergesellschaft Bremer Vulkan, musste nach DCN-Angaben wegen Unfähigkeit gehen. Er habe die "Erwartungen nicht erfüllt" und es "mit negativen Presseberichten an der für diese Tätigkeit nötigen Diskretion fehlen lassen", sagte DCN-Sprecher Emmanuel Gaudez der "WirtschaftsWoche". Hennemann bestreitet offiziell, dass das Vertragsverhältnis aufgelöst wurde.
Die Thales-Aktie notiert derzeit in Paris bei 34,97 Euro (-0,77 Prozent).
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