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Unocal: US-Repräsentantenhaus stimmt gegen CNOOC-Übernahme


01.07.2005
aktiencheck.de

Das US-Repräsentantenhaus hat am gestrigen Donnerstag mit deutlicher Mehrheit dafür gestimmt, die Bush-Regierung daran zu hindern, eine Genehmigung für die geplante Übernahme des US-Ölunternehmens Unocal Corp. (ISIN US9152891027 / WKN 867714) durch die chinesische CNOOC Ltd. (ISIN HK0883013259 / WKN A0B846) zu erteilen.

Der drittgrößte Ölkonzern Chinas hatte für Unocal ein Übernahmeangebot in Höhe von 18,5 Mrd. Dollar abgegeben und damit eine Offerte des zweitgrößten US-Ölkonzerns Chevron Corp. (ISIN US1667641005 / WKN 852552) in Höhe von 16 Mrd. Dollar überboten. Zuletzt hat CNOOC mitgeteilt, dass man sich von der staatlichen Muttergesellschaft China National Offshore Oil Corp. zur Finanzierung der Transaktion einen Kredit über 7 Mrd. Dollar gewähren lassen wird.

In seiner Abstimmung hat das US-Repräsentantenhaus mit 333 zu 92 Stimmen klar erkennen lassen, dass es eine Übernahme von Unocal durch den chinesischen Konzern nicht im Interesse des Landes sieht. Mit noch größerer Mehrheit wurde eine unverbindliche Resolution beschlossen, nach der die Bush-Administration eine Überprüfung der geplanten Transaktion durchführen soll. In dieser Resolution wird auch festgestellt, dass die geplante Transaktion die nationale Sicherheit der USA gefährden könnte.


Unocal hat indes mitgeteilt, dass man das Angebot mit CNOOC bespricht und die Akionäre noch vor der am 10. August angesetzten Abstimmung über die Chevron-Offerte informieren will.

Anfang der Woche hat CNOOC-Chairman Fu Chengyu einen Brief an den US-Kongress geschickt, in dem er eine Überprüfung der geplanten Akquisition durch die US-Regierung begrüßt und darüber informierte, dass die chinesische Regierung die mögliche Transaktion subventionieren wird.

Die geplante Übernahme des US-Unternehmens durch einen großen chinesischen Ölkonzern hat in den USA Bedenken über einen Konflikt mit den nationalen Interessen ausgelöst. Chengyu teilte bereits mit, dass es bei der Übernahme durch sein Unternehmen weniger Stellenstreichungen geben würde als bei der Chevron-Offerte. Darüber hinaus würde in den USA produziertes Öl US-Verbrauchern zukommen, während amerikanische Pipeline- und Lager-Assets verkauft werden könnten.

Die Aktie von Unocal schloss gestern an der NYSE bei 65,05 US-Dollar (-0,23 Prozent), die von CNOOC heute in Hongkong heute bei 4,65 Hongkong-Dollar (+0,54 Prozent). Der Anteilsschein von Chevron beendete den Handel bei 55,92 US-Dollar (-1,48 Prozent).



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