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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US2855121099 878372 -   $ -   $
 
 
 

Electronic Arts meldet Rückgang


27.10.2000
Bankgesellschaft Berlin

Electronic Arts (WKN 878372), der weltweit führende unabhängige Anbieter von Computer- und Videospielesoftware, habe, so die Analysten von Finance online, gestern Abend einen Rückgang beim Umsatz und ein Abrutschen in die Verlustzone im abgelaufenen Quartal vermelden müssen.

Der Umsatz sei dabei in den drei Monaten bis zum 30. September auf 219,9 Mio. Dollar nach 338,9 Mio. Dollar im Vorjahresquartal zurückgegangen. Der Gewinn von 18,1 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum habe nicht gehalten werden können. Es sei ein Verlust von 35 Mio. Dollar oder 27 Cents je Aktie angefallen. Dieser habe aber noch über den Analystenprognosen von 30 Cents Verlust gelegen. Das britische Unternehmen, welches sich um die Entwicklerschmiede Bullfrog und Westwood herum gebildet habe, habe diese Rückgänge auf die Einführung der Playstation 2 zurückgeführt.


Deshalb hätten viele Videospiel-Begeisterte schon im Vorfeld Geld für die PS2 Konsole und passende Videospiele aufgestpart. Außerdem sei im Vorjahreszeitraum mit "Command and Conquer: Tiberian Sun" der Nachfolger des meistverkauften PC-Spieles aller Zeiten an den Markt gekommen, während in den vergangenen Monaten Electronic Arts nur wenige neue Titel auf den Markt gebracht habe. Denn Electronic Arts habe, wie kein anderes Unternehmen außer Sony, den Großteil der Unternehmensressourcen auf den Erfolg der PS2 gesetzt.

So seien in den vergangenen Quartalen die besten Entwicklerteams mit der Erstellung von hochwertigen PS2 Titeln und mit der Erprobung der technologischen Möglichkeiten der PS2 beschäftigt. Außerdem habe Electronic Arts keine Software für die Sega DreamCast Video-Spielekonsole entwickelt, obwohl von dieser schon mehrere Mio. Stück in den USA abgesetzt worden seien und es auch zu Weihnachten wesentlich mehr dieser Konsolen am Markt geben werde als PS2-Geräte.

Dass Electronic Arts diese Konsole so vernachlässigt habe, könne laut Brancheninsidern auf die besondere Bindung des weltweit führenden Spielesoftware-Entwicklers mit Sony zurückgeführt werden. Beide Unternehmen ließen sich gegenseitig einen Sonderstatus zukommen. Electronic Arts habe in den vergangenen Jahren mit dem Erfolg des Vorgängermodells, der Playstation 1, seinen Unternehmensschwerpunkt auf Videospiele verlagert.




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