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Austrian Airlines: Sanierung 19.10.2000
Ad hoc
Die Vorgangsweise der Austrian Airlines Vorstandsdirektoren als Aufsichtsräte der Lauda Air in der a.o. Aufsichtsratssitzung vom 18. Oktober 2000 entspricht den vertraglichen Regelungen und der Geschäftsordnung. Weiters unumstritten ist, daß wesentliche Entscheidungen die wirtschaftliche Zukunft betreffend von den Aktionären zu treffen sind, die auch das wirtschaftliche Risiko tragen. Im Falle der Lauda Air AG sind dies allen voran Austrian Airlines als Hauptaktionär, sowie die Deutsche Lufthansa AG und Privataktionäre. Nikolaus Lauda selbst, trägt keinerlei wirtschaftliches Risiko.
Im Sinne einer professionellen Konzernführung geht es dem Austrian Airlines Vorstand um Ordnung und korrekte Geschäftsführung im Konzern. Die Geschäftsleitung der Lauda Air hat ihrer aktien- und börserechtlichen Sorgfaltspflicht genauso zu entsprechen, wie dies die Geschäftsleitungen aller anderen Beteiligungsunternehmungen selbstverständlich tun.
Eine Umsetzung der vom Lauda Air Vorstand angekündigten Sanierungsmaßnahmen mittels Sale- & Lease Back Transaktionen, ohne die dafür erforderliche Genehmigung durch den Aufsichtsrat, widerspricht den aktienrechtlichen Bestimmungen. Darüber hinaus muß in jedem Fall a priori inhaltlich dazu gesagt werden, daß der Gesamt-Vorstand der Lauda Air aufgefordert ist, Konzepte für nachhaltige wirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen aus dem operativen Bereich vorzulegen.
Bloße Finanztransaktionen, die die Zukunft kostenmäßig schwer belasten und als reine bilanzielle Maßnahme anzusehen sind, sind zwar medial wirksam, aber "unverantwortliche Kredite auf die Zukunft". Hier stellt sich die Frage, ob der Lauda Air Vorstand der offensichtlich gegen Regeln einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung verstößt, in der Lage ist, das Unternehmen wirklich zu sanieren.
In der gegenwärtigen Situation ist es erforderlich, daß der Lauda Air Vorstand, wie bereits wiederholt aufgefordert, den vom Aufsichtsrat in Auftrag gegebenen Prüfbericht unabhängiger Wirtschaftsprüfer offenlegt. Erst auf Basis dieser objektiven Bestandsaufnahme kann eine langfristig wirksame Sanierung des Unternehmens erfolgen. Je länger dies hinausgezögert wird, desto prekärer könnte die finanzielle Lage der Lauda Air AG werden.
Austrian Airlines haben als wichtigster Aktionär der Lauda Air AG, größtes Interesse am Fortbestand einer wirtschaftlich geführten Lauda Air. Lauda Aufsichtsrat AUA-Vorstand Dr. Herbert Bammer in aktuellen Interviews: "Die Diskussion wird geführt als ob es um Herrn Nikolaus Lauda ginge es geht um die Verantwortung des dreiköpfigen Vorstandes der Lauda Air AG und die wirtschaftliche Fortführung des Unternehmens. In der durch den Lauda Air Vorstand selbst herbeigeführten Situation, in welcher er die Insolvenzgefahr deutlich erkennt, ist es äußerst unverantwortlich eine Entscheidung über Milliarden Transaktionen als reine bilanzielle Maßnahme, panikartig treffen zu wollen".
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