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Novell und Corel Stellenabbau


07.09.2000
Finance-Online

Der Netzwerksoftwarespezialist Novell (WKN 873019) werde 16% seiner Arbeitnehmer entlassen. In den letzten Tagen hätten Gerüchte kursiert, dass mehr als einem Viertel der Belegschaft gekündigt werden könnte. Diese Rationalisierungsmaßnahme solle beim "Roten Riesen" zu Einsparungen von $25 Mio. pro Monat führen. Das Unternehmen habe im vergangenen Quartal unter dem Einbruch der Verkaufszahlen von Novell Netware, einem Serverbetriebssystem, und Novell NDS gelitten.

NDS bedeute Network Directory Services und stelle eine Softwarelösung für die Verwaltung und Administration von großen Netzwerken dar. Im vergangenen Jahr habe Novell besonders gute Umsätze aufgrund von Jahr 2000 Updateverkäufen für die Novell Netware Software verzeichnen können.

Novell Netware sei in den 80er Jahren die Standardlösung für die Vernetzung von Unternehmensnetzwerken unter MS-DOS gewesen und viele alte Netzwerke seien im vergangenen JahrY2K fähig gemacht worden. Zur Zeit habe Novell das Problem, dass vor allem Windows 2000 an den eigenen Marktanteilen zehre. Das Microsoft Betriebssystem sei in Sachen Netzwerkfähigkeiten um viele besondere Eigenschaften erweitert worden, die genau auf die Vorherrschaft von Novell Netware im Bereich NDS abzielen.


Im letzten Quartal habe das Unternehmen $8,6 Mio. bei Umsätzen von $270 Mio. verdient und damit die Gewinnerwartungen zwar noch knapp geschlagen. Aber jetzt werde Novell für das vierte Quartal Sonderbelastungen von $40 bis $50 Mio. erleiden, und dabei 900 Personen der etwa 4600 Mitarbeiter entlassen.

Damit wolle das quer über den Netzwerksoftwarebereich tätige Unternehmen sich auf Kernkompetenzen wie Application Services Provider und NDS konzentrieren. Damit solle Novell wieder zum roten Riesen aufsteigen, der es Ende der 80er Jahre war.

Die Aktie sei von ihrem 52-Wochen Hoch im Frühjahr gestern um fast 10% gefallen auf $11,06. Analysten sähen für das Unternehmen in der nächsten Zeit keinen Turnaround. "Man wächst mit neuen und besseren Produkten, nicht durch Stellenkürzungen," so ein Merril Lynch Analyst.

Ein anderer gefallener Engel sei Corel (WKN 878009). Der Grafiksoftwarespezialist sei Anfang der 90er Jahre führend bei Bildbearbeitungssoftware für PCs. Dies habe sich jedoch durch zunehmende Konkurrenz von Adobe und Macromedia in den letzten Jahren geändert und nun
stehe das Unternehmen finanziell vor dem Aus. Die Zahlungsfähigkeit habe nur durch den Verkauf von Aktien an eine Investmentgesellschaft verhindert werden können. Das Unternehmen habe schon vor kurzem im Hauptsitz in Kanada Stellen gestrichen. Nun werde das Unternehmen im Rahmen von Einsparungen in Höhe von $40 Mio. allein in der Europazentrale in Dublin 139 Personen (10% aller Angestellten) entlassen und nur 15 Personen behalten. In Irland hätten die Mitarbeiter primär Programme getestet und in europäische Sprachen übersetzt.




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