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Worldcom-Chef bekennt sich schuldig


03.03.2004
de.internet

US-Justizministerium John Ashcroft hat den ehemaligen Chef des Telekommunikationsunternehmen WorldCom (ISIN US98157D1063 / WKN 881477) des Wertpapierbetrugs, der Verschwörung zum Wertpapierbetrug und der wissentlichen Falschaussage angeklagt, so die Experten von "de.internet".

Bernard Ebbers (61) stehe damit im Zentrum des 11 Milliarden Dollar-Bilanzbetrugs, eines der größten Skandale der modernen Wirtschaftsgeschichte, der das Unternehmen in den Konkurs geführt und ca. 23.000 Beschäftigten den Arbeitsplatz gekostet habe.


Niemand stünde über dem Gesetz, habe Ashcroft heute wortgewaltig in Manhattan erklärt. Der einstige Finanzchef des zweitgrößten Ferngesprächsanbieter des Landes, Scott D. Sullivan (42) habe sich heute vor einem New Yorker Gericht überraschend schuldig bekannt, und seinen Anwalt erklären lassen, dass er mit den Bundesbehörden kooperieren werde. Ihn erwarte eine Höchststrafe von bis zu 25 Jahren Haft. Die in der Zeit von 2000 bis 2002 vorgelegten Finanzberichte des Konzerns seien wider besseres Wissen falsch gewesen, habe er eingeräumt. "Ich bereue zutiefst, was ich gemacht habe", habe er Richterin Barbara Jones gesagt.

Ebbers bestreite dagegen hartnäckig, irgendetwas Unrechtes getan zu haben.

WorldCom habe den Gang zum Konkursrichter im Juni 2002 angetreten. Das inzwischen in MCI umfirmierte Unternehmen werde demnächst das Insolvenzverfahren beenden.




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