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ImClone Zulassung für Erbitux


19.02.2004
Lacuna Investment AG

Das Krebsmedikament Erbitux von ImClone (ISIN US45245W1099 / WKN 883074) erhielt in den USA die Zulassung gegen Darmkrebs, berichten die Experten der Lacuna Investment AG.

Erbitux gehöre, ebenso wie Tarceva und Iressa, zur Wirkstoffklasse der EGFR-Hemmer. Morgan Stanley rechne mit einem Umsatz von etwa 285 Mio. US-Dollar für 2005 und billige dem Medikament Blockbusterqualität zu.


Erbitux werde eingesetzt bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs. Diese hätten normalerweise eine Lebenserwartung von 12-18 Monaten, nachdem der Tumor andere Körperteile befallen habe.

ImClone erhalte für den Zulassungserfolg eine Meilensteinzahlung in Höhe von 250 Mio. US-Dollar von Vermarktungspartner Bristol-Myers Squibb (BMS) und werde mit 39% am Umsatz beteiligt. BMS habe im September 2001 für einen Anteil in Höhe von 20% an ImClone und den Vermarktungsrechten für die USA und Kanada zwei Mrd. US-Dollar bezahlt.

Bei der von Insiderskanadalen gebeutelten Aktie - Ex-Firmenchef Samuel Waksal sitze derzeit eine siebenjährige Haftstrafe ab - seien wieder ungewöhnliche Kursbewegungen zu verzeichnen gewesen: Auf das in Chatrooms kursierende Gerücht hin, die FDA werde das Zulassungsgesuch ablehnen, habe ImClone innerhalb kurzer Zeit mehr als 20% an Wert verloren, woraufhin der Handel an der Nasdaq ausgesetzt worden sei. Am Tag nach Bekanntgabe der Zulassung erholte sich der Kurs allerdings wieder.

Die Skandale um ImClone im Zuge der versagten Zulassung von Erbitux zum Jahreswechsel 2001/2002 hätten den gesamten Biotechnologiesektor stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Ablehnung sei nicht auf die mangelnde Wirksamkeit des Medikaments zurückzuführen gewesen, sondern schlicht auf unzureichendes Datenmaterial: Die Verantwortlichen hätten sich ihrer Sache so sicher gewähnt, das sie es nicht für nötig befunden hätten, der FDA ausreichend validierte Daten vorzulegen.




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