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Lexmark Patent zum Gelddrucken


03.03.2003
BoersenMan.de

Der Druckerhersteller Lexmark (WKN 898072) geht erfolgreich gegen billige Tintenkonkurrenten vor, berichten die Experten von "BoersenMan.de".

Die Kunden seien dadurch weiterhin zum Kauf der teuren Originalprodukte verdammt. Drucker seien meist nur auf den ersten Blick billig. Für teilweise unter hundert Euro würden derzeit Tintenstrahldrucker angepriesen. Bei solch niedrigen Preisen könnten Hersteller und Verkäufer kaum Gewinn machen. Müssten sie auch gar nicht. Längst hätten sie entdeckt, das man viel länger und besser am Verkauf der Ersatzteile verdienen könne.

Das merke der Kunde, spätestens dann, wenn die mitgelieferten Tintenpatronen leer seien. Für eine neue original Farbkartusche seien dann schnell 20, 30 Euro fällig. Der Griff zu den deutlich günstigeren Produkten anderer Hersteller sei aber oft versperrt. Einige Druckerhersteller würden beispielsweise für ihre unnötig komplizierten Konstruktionen Patentschutz anmelden - Nachbau verboten. Andere, zum Beispiel Lexmark, würden kleine Chips in die Druckerpatronen bauen. Die signalisieren dem Drucker ihre edle Herkunft. Patronen ohne diese Herkunftsbezeichnung akzeptiere der Drucker nicht und verweigert den Dienst.

Mit solchen und ähnlichen Tricks würden die Hersteller für kontinuierliche Nachfrage und ein fast konkurrenzloses Preisdiktat sorgen. Einem Hersteller von Nachfüllpatronen, der die Lexmark-Chips kopieren und einbauen wollte, sei das jetzt per einstweiliger Verfügung verboten worden. Zur Freude der Druckerhersteller - und ihrer Aktionäre, die sich über stabile Umsatz- und Gewinnzahlen freuen könnten. Noch, denn in Europa müssten sich Lexmark und Co. bis spätestens 2006 was neues einfallen lassen. Ab dann sei es in der EU nämlich verboten die Wiederverwendung durch technische Tricks zu verhindern.


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