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ABB-Aktie: Konzern positioniert Division Energietechnik-Systeme neu


14.12.2012
aktiencheck.de

Zürich (www.aktiencheck.de) - Der schweizerische Energie- und Automationstechnikspezialist ABB Ltd. (ISIN CH0012221716 / WKN 919730) gab am Freitag bekannt, dass nach einer umfangreichen Prüfung der Divisionsstrategie die Division Energietechniksysteme neu ausgerichtet wird, um eine höhere und konstantere Profitabilität sicherzustellen.

Auslöser der bereits im dritten Quartal kommunizierten divisionalen Strategieprüfung war die schwankende Performance der Division. Diese war trotz beträchtlicher Investitionen in den letzten drei Jahren hinter den Erwartungen des Managements zurückgeblieben. ABB hatte in diesem Zeitraum erheblich in die Produktentwicklung und den Kapazitätsausbau investiert. Zudem wurde mit der Übernahme von Softwareunternehmen das Angebot erweitert.

Die Division verlagert ihren Schwerpunkt neu auf Produkte, Systeme, Dienstleistungen und Software-Tätigkeiten, die höhere Margen aufweisen. EPC-Aktivitäten (Engineering, Procurement, Construction), bei denen ABB als Generalunternehmer mit geringer Wertschöpfung tätig ist, werden in mehr als zehn Ländern geschlossen. Bei den betroffenen Projekten reflektieren die Renditen die bestehenden Ausführungsrisiken nicht angemessen. Um die neue strategische Ausrichtung umzusetzen, hat die Division wichtige personelle und organisatorische Veränderungen vorgenommen.


In Folge der Neuausrichtung hat ABB den Zielkorridor für die operative EBITDA-Marge der Division Energietechniksysteme von 2011 bis 2015 von derzeit 7 bis 11 Prozent auf 9 bis 12 Prozent angehoben. Dabei wird erwartet, dass die Division den unteren Wert des neuen Korridors bis zum vierten Quartal 2013 erreicht. Gleichzeitig wurde das CAGR-Ziel für das organische Umsatzwachstum von aktuell 10 bis 14 Prozent auf 7 bis 11 Prozent herabgesetzt, um der reduzierten EPC-Tätigkeit und der selektiveren Projektauswahl Rechnung zu tragen. Alle anderen Ziele für 2015 werden von ABB bestätigt.

Das Unternehmen rechnet damit, dass diese Maßnahmen den EBIT der Division und des Konzerns im vierten Quartal um rund 350 Mio. US-Dollar mindern werden. Davon entfallen rund 100 Mio. US-Dollar auf Umstrukturierungskosten und andere nicht-operative Abschreibungen und sind nicht im operativen EBITDA enthalten. Der restliche Betrag umfasst erwartete zusätzliche Kosten aus der Schließung einiger lokaler Einheiten sowie Budgetüberschreitungen bei einer kleinen Zahl von Projekten. Die Kosten des Programms werden sich voraussichtlich innerhalb von zweieinhalb Jahren amortisieren, hieß es.

Bereits gestern meldete ABB, dass der Konzern von der Kraftnät Åland AB einen Auftrag in Höhe von 130 Mio. US-Dollar für die Lieferung einer neuen Stromleitung und der ersten Stromverbindung zwischen dem finnischen Festland und Åland erhalten hat. Das HVDC-Übertragungssystem (Hochspannungs-Gleichstromübertragung) wird 100 Megawatt (MW) Leistung mit minimalen Verlusten über eine Entfernung von 158 Kilometern übertragen.

Die Aktie von ABB notiert derzeit mit einem Minus von 0,21 Prozent bei 18,71 Schweizer Franken. (14.12.2012/ac/n/a)



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